beim kampfsport seinen gegner töten.(ausversehen) was nun

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7 Antworten

Zur rechtlichen Seite hat Haglaz schon eine gute Antwort gegeben. Ich möchte auf etwas anderes eingehen.

da jemand nicht aufgegeben hat, habe ich ihn laut seiner aussage fast umgebracht (dachte er) ich würgte ihn so lang bis er abgeklopft hat.er regte sich tierisch auf.

Also wenn ich im Bodenkampf nicht aufgebe, dann muss ich mir der Konsequenzen auch bewusst sein. Sicher, ein z.B. Guilliotine oder Triangle Choke fühlt sich leicht so an, als würde der andere dir den Kopf abreissen. Das ist auch mit Sinn und Zweck der Technik (neben dem Würgeaspekt). Wenn dein Gegner weder mit der Niederlage noch dem Gefühl der Techniken, die an ihm angewendet werden und die er selber auch anwenden darf, klar kommt, sollte er sich vielleicht einen anderen Sport suchen.

er meinte er dachte ich breche ihn das genick, (keine ahnung weswegen sein genick geknackt hat)

Und da wiederum musst dann auch du etwas aufpassen. Gerade beim Grappling kann es schnell mal passieren, dass man den anderen in einem fiesen Griff hat und starke Hebelkräfte zum Tragen kommen. Wenn es dann kritisch wird, breche ich normalerweise von mir aus den Kampf ab. Da können Trainer, Kampfrichter und sonst wer davon halten, was sie wollen. Aber bevor ich meinen Sparringspartner ernsthaft verletze, lasse ich den Kampf Kampf sein.

Eine Straftat seh ich hier nicht, solange es im Rahmen des Sports regelkonform abgelaufen ist. Bei Körperkontaktsportarten setzt man sich selbst der Gefahr aus, verletzt (oder Schlimmeres) zu werden. Du begibst dich also freiwillig in diese Situation. Wenn dein Gegner sich selbst überschätzt hat oder seine Niederlage nicht eingestehen will, ist er zum großen Teil selber dran schuld.

Sollte es jedoch über das faire Maß des Sports hinausgehen, so stimme ich meinen Vorschreibern zu. Da könnte man wieder die A.rschkarte haben. Vor allem beim Training sollte es aber soweit nicht kommen.

Bei Körperkontaktsportarten setzt man sich selbst der Gefahr aus, verletzt (oder Schlimmeres) zu werden. Du begibst dich also freiwillig in diese Situation.

In leichtere Körperverletzungen mag man zwar einwilligen Können. Nicht jedoch in eine Tötung, vgl. http://dejure.org/gesetze/StGB/228.html

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Hier ist Vorsatz von Fahrlässigkeit abzugrenzen. Es ist nur schwer vorstellbar, dass die hypothetische Tötungshandlung nicht von einem Eventualvorsatz (dolus eventualis) umfasst sein soll, aber natürlich kommt das auf das Wissen und Wollen des Täters an. Wenn der Täter den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen hat, wäre das ein Totschlag mit Eventualvorsatz nach § 212 Abs. 1 StGB. Zumindest wäre es eine fahrlässige Tötung nach § 222 StGB. In eine Tötung kann man auch nicht Einwilligen, wie das bei leichteren Körperverletzungen im Sport ist.

Zuerst wird er ohnmächtig, da hat er noch eine Chance. Also denke ich mal wenn du da nicht schnell genug reagierst ist es fahrlässig und somit schon strafbar. Nicht gleichzusetzen mit vorsätzlicher Tötung.

hm okay danke

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Fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge,

Das gleiche Strafmaß als ob du jemanden durch einen Fahrfehler im Straßenverkehr getötet hättest.

das ist heftig :-/ Vielen dank für die antwort

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Quatsch. Wenn Überhaupt wäre die Körperverletzung vorsätzlich und die Todesfolge fahrlässig.

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§ 222 StGB - Fahrlässige Tötung

Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die Geldstrafe kannst Du hierbei nahezu ausklammern, das wird bei einer Kampfsportveranstaltung nicht ausreichen, denn hierbei jemand zu töten bedeutet eine grobe Fahrlässigkeit - und dafür wandert man garantiert in den Bau.

würgen gehört bestimmt nicht zum Kampfsport dazu. Und ist auch kein Versehen!

grappling ? erkunde dich mal

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