Beim Feueralarm (Fehlalarm) hat der Chef einer Abteilung das Verlassen des Gebäudes verboten. Was tun?

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9 Antworten

Der Chef kann die "Richtigkeit" eines Feueralarms nicht vom Schreibtisch kontrollieren. Er hat somit kein Recht, das Verlassen des Gebäudes (nach Alarmrichtlinien) zu verbieten. Ist es ein Fehlalarm darf auch kein Nacharbeiten der entstandenen Fehlzeit angeordnet werden oder vom Lohn abgezogen werden. Der Arbeitgeber ist für die korrekte Funktion des Feueralarms zuständig, du als Arbeitnehmer kannst einen Alarm nicht beurteilenund musst dich entsprechend den geschriebenden Bedingungen des Feieralarms verhalten. Nur wenn jemand den Feueralarm ohne Grund / mutwillig auslöst, kann dieser dafür verantwortlich gemacht werden.

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Der Chef verfügt mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit nicht über hellseherischen Fähigkeiten, und kann deshalb nicht vorab beurteilen, ob es sich um einen echten Alarm oder einen Fehlalarm handelt und den Arbeitnehmern bei Feueralarm das Verlassen des Betriebsgebäudes verbieten.

Erstes Gebot bei einem Alarm ist für alle Arbeitnehmern, das Gebäude geordnet zu verlassen und dafür Sorge zu tragen, dass niemand  den Alarm überhört hat und deswegen im Gebäude zurückbleibt.

Wenn ein Sicherheitsbeauftragter im Betrieb installiert ist, hat dieser die Aufsicht im Falle eines Falles über die Räumung des Gebäudes zu gewährleisten, und bei Verstößen gegen die Fürsorgepflicht des Chefs eine entsprechende Meldung an die Berufsgenossenschaft und das örtliche Gewerbeaufsichtsamt zu veranlassen.

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Ich hab mal in einem Altenheim gearbeitet in dem es ständig Fehlalarm durch Kochdünste gab. Die Heimleiterin hat bei einem Alarm dann mal gesagt, es ist sowieso wieder nichts, ihr könnt weiterarbeiten. Das gab richtig Ärger für sie. Nur die Feuerwehr hat festzustellen, dass es nicht brennt, aber kein Laie.

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Kommentar von 42DieAntwort42
01.07.2016, 16:11

Das weiß ich, nur welche Konsequenzen können sich hieraus ergeben?

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Im Alarmfall darf man das natürlich nicht, auch bei einer Falschmeldung sollte man das nicht tun. Am Ende sind die Mitarbeiter nur verunsichert ob es wirklich ein Notfall ist, und das kann im Extremfall leben kosten.

Die Betriebsführung auf das ganze aufmerksam machen, Sicherheit geht in jedem Betrieb vor Produktivität.

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Kommentar von 42DieAntwort42
01.07.2016, 16:03

Er ist die Betriebsführung...

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Anzeige wegen versuchter Gefährdung von Leben und Gesundheit oder so. Anders wird er nichts lernen. Betriebsrat und Sicherheitsbeauftragte müssen da aktiv werden und diesen "Chef" abmahnen lassen.

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Kommentar von 42DieAntwort42
01.07.2016, 16:06

Betriebsrat gibt es hier nicht. Mit Chef reden, oder ihn gar abmahnen ist schwer Vorstellbar und ich glaube auch kaum, das ihn jemand Anzeigen wird.

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Die Berufsgenossenschaft wird sich freuen, wenn der Chef das Verlassen des Gebäudes (bzw. des Arbeitsplatzes) verbietet. Im Zweifel sollte dies der Berufs-genossenschaft gemeldet werden. Die kümmern sich meist sehr schnell um solche Verstöße.

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Bei sowas kann der Chef getrost ignoriert werden. Sollte etwas passieren weil die Angestellten durch seine Angabe drinnenbleiben kann er persönlich dafür haften, also auch mit hohen gefängnisstrafen.

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Kommentar von 42DieAntwort42
01.07.2016, 16:05

Vielen Dank. Also sind "nur" Konsequenzen zu befürchten, wenn tatsächlich was passiert, oder kann ihm auch vorher schon die Versicherung wegen der nicht eingehaltenen Brandschutzbestimmungen aufs Dach steigen? Oder sowas in der Art?

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Da wird garnichts passieren!

Ihr seid vermutlich alle erwachsen und die Türen waren sicherlich nicht verschlossen?!? 

Dann hättet ihr also problemlos rausgekonnt...

Ich weiß was du meinst, aber er hat es ja nur "verboten" und keinen wirklich am Ausgang gehindert! 

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Frag doch mal eine Fachkraft für arbeitssicherheit nach dem Brandschutzkonzept...  

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