Beim Autofahren ohne Führerschein einen Unfall gebaut, was kommt auf mich zu und den Fahrer zu?

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10 Antworten

Hallo Loyal43,

der Beifahrer kann sich nur strafbar machen, wenn er:

  1. Halter des Fahrzeuges ist und/oder er
  2. dem Fahrer durch eine Handlung wie z.B. durch das Besorgen des Fahrzeuges und der Schlüssel hilft die Tat zu begehen und/oder er
  3. den Fahrer zum Fahren ohne Fahrerlaubnis angestiftet hat.

Im ersten Fall hat er wie der Fahrer selbst den Straftatbestand des § 21 StVG erfüllt,

im Zweiten Fall hat er den Straftatbestand des folgenden Gesetzes erfüllt:

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§ 27 StGB - Beihilfe

(1) Als Gehilfe wird bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat.

(2) Die Strafe für den Gehilfen richtet sich nach der Strafdrohung für den Täter. Sie ist nach § 49 Abs. 1 zu mildern.

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Und im Dritten Fall, hat er den Straftatbestand des folgenden Gesetzes erfüllt:

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§ 26 StGB - Anstiftung

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

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Ob Du  nun strafrechtlich verfolgt werden kannst, hängt also davon ab, ob Du Punkt 1, 2 oder 3 erfüllt hast.

Das mögliche Strafmaß in den Fällen 1, 2 oder drei, richtet sich nach der Strafandrohung gem. des folgenden Gesetzes:

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Auszug aus: http://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__21.html

§ 21 Fahren ohne Fahrerlaubnis

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

  1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder
  2. als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist. 

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Auf dem Fahrer kommt auf jeden Fall ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nach der eben angeführten Rechtsgrundlage zu.

Als Ersttäter muss er aller Wahrscheinlichkeit zu eine Geldstrafe von ca. 20 - 40 Tagessätzen verurteilt. Ein Tagessatz entspricht 1/30 seines monatlichen Einkommens.

Ist er nur Jugendlicher, kann weder eine Geldstrafe noch eine Jugendstrafe verhängt werden. In dem Fall würde er als Ersttäter mit paar Sozialstunden davon kommen.

Ob noch zusätzlich eine Sperre verhängt wird, hängt davon ab, ob sich aus er Tat ergibt, ob er zum Führen von Kraftfahrzeugen als ungeeignet anzusehen ist. Für das reine Fahren ohne Fahrerlaubnis wird fast nie eine Sperre angeordnet, aber da hier erschwerend noch ein Unfall hinzu kommt, könnte je nach Unfall Geschehen durchaus eine Sperre erfolgen. Die Sperre wird aber voraussichtlich nur bei ca. 9 Monaten bis 15 Monaten liegen.

Zivilrechtlich kommt auf dem Fahrer noch zu, dass die Versicherung für den Unfall Regress bis zu einer Höhe von 5000,- Euro gelten machen kann.

Das heißt also, auch wenn der Schaden bei 100.000 Euro liegen würde, könnte sich die Versicherung nur max. 5.000 Euro zurück holen.

Schöne Grüße
TheGrow

TheGrow danke erstmal für die infos, wenn ich das also richtig verstehe heist es für mich also da ich weder gefahren bin (also Beifahrer war) noch der Fahrzeughalter bin  auf mich keine strafrechtlichen Konsequenzen folgen? Und kann ich dann meinen A1 Führerschein Sorgenlos fertig machen ohne irgendwie für die Prüfung oder sonstiges gesperrt werden?

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@Loyal43

... da ich weder gefahren bin (also Beifahrer war) noch der Fahrzeughalter bin  auf mich keine strafrechtlichen Konsequenzen folgen?

Genau das heißt das. Strafrechtlich ist Dir als Beifahrer nichts vorzuwerfen, wenn Du die Punkte 1,2 oder 3 nicht erfüllt hast, insofern kann das strafrechtlich auch keine Konsequenten haben.

Und kann ich dann meinen A1 Führerschein Sorgenlos fertig machen ohne irgendwie für die Prüfung oder sonstiges gesperrt werden?

Da Du keinen Straftatbestand erfüllt hast, wird die Fahrerlaubnisbehörde von der Polizei nicht informiert. Es ist für die Fahrerlaubnisbehörde völlig irrelevant, dass Du als Beifahrer mit im Fahrzeug gesessen hast. Das bedeutet, dass Du dementsprechend ohne Probleme zur Prüfung zugelassen wirst.

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Du drückst dich etwas unklar aus, aber wenn ich das richtig verstehe, warst du nur Beifahrer. Strafbar kann sich nur der Fahrer und ggfs. der Halter des Fahrzeugs machen.

https://dejure.org/gesetze/StVG/21.html

Wer bist du denn? Nur der Beifahrer? Oder auch der Halter des Fahrzeugs?
Als Halter kann man die selbe Strafe bekommen, wie der Fahrer, der ohne Fahrerlaubnis gefahren ist. Denn prinzipiell hat man sich davon zu überzeugen, dass der Fahrer im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Bist du "nur" Beifahrer und kein Halter, dann passiert dir auch nichts. Wäre ja auch etwas kurios. Denn sonst müsste ich ja demnächst auch jeden Bus oder Taxifahrer vorher bitten, mir seine Führerschein zu zeigen. Nicht das ich als Fahrgast nachher bestraft werde, weil der Fahrer möglicherweise keine Fahrerlaubnis mehr hat ;-)

Fahren ohne Fahrerlaubnis kann von Geldstrafe (Sozialstunden bei Jugendstrafrecht) über Entzug der Fahrerlaubnis bis hin zu Haftstrafen gehen, wobei letzteres in den seltensten Fällen verhängt werden dürfte, wenn man vorher eine komplett weiße Weste hatte und das FoFe auch nicht in Zusammenhang mit anderen Straftaten festgestellt worden ist.

PS: ich bin jetzt davon ausgegangen, dass du Fahren ohne Fahrerlaubnis und nicht Fahrern ohne Führerschein meinst ;-)
Fahren ohne Führerschein würde bedeuten, dass eine gültige Fahrerlaubnis vorhanden ist und nur der Führerschein (also das Papier oder Plastikding) nicht mitgeführt worden ist. Hier gäbe es ne kleine zweistellige Summe (10€ meine ich, können auch 15 sein^^) für den Fahrer und der Halter wird nicht belangt ;-)

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"auf mich und den Fahrer"?

Was hast Du damit zu tun, wenn Du nicht gefahren bist?

Ja das weis ich ja eben nicht deswegen frag ich ja euch ob auf mich was zu kommen wird

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Wieso steigst du überhaupt zu wem in's Auto der keinen Lappen hat?! 😅

Eine Strafanzeige und die Schadensumme holt sich die Versichrung von dir wieder.


als Beifahrer gar nichts, die Versicherung nimmt den Fahrer mit max. 5000 in Regress.

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Viele Kosten und 'ne Führerscheinsperre und das ist meiner Meinung nach auch richtig so!

Ja führ den Fahrer oder für mich?

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@Loyal43

Der Fahrer trägt in jedem Fall die Kosten, aber kann gut sein, dass auf dich auch was zukommt, weil du trotz deines Wissens in das Auto eingestiegen bist!

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@grasland1995

Ich glaube es wird auch noch mal unterschieden, ob du selber einen Führerschein hast oder nicht. Wenn ja kann die Strafe höher ausfallen.

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@PatrickLassan

Ich habe leider weder Jura studiert noch bin ich ohne Führerschein Auto gefahren.

Frag mal Google.

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@grasland1995

Wenn du keine Ahnung hast, warum teilst du uns die Ergebnisse deiner Ratestunde dann so mit, als wüsstest du irgendetwas?

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Der Anfang ist gemacht,Unfall gebaut,das Ende,nun das ist weit weit weg

Wer bist du denn?

Wieso?

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@Loyal43

Du hast alle wichtigen Infos, die zum korrekten Beantworten der Frage nötig sind, entweder ausgelassen, oder ,,komisch" dargestellt.

Die Fragen die sich mir stellen sind:

  • Bist du denn überhaupt schuld oder nicht?
  • Hast du den Führerschein theoretisch, ihn aber zum Unfall nicht dabei gehabt, oder hast du nicht mal eine Fahrerlaubnis?
  • Wer ist der Fahrer? Meinst du damit dich selbst, oder den Unfallgegner?
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@Vando

Danke, du schreibst die Gedanken, die zu meiner Gegenfrage geführt haben.  ☺

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@Vando

Das ist meiner Meinung nach eine Story....eine schlecht durchdachte...aber eine Story. Hier passt einiges nicht zusammen. Im Grunde wissen die Teenie´s sehr genau was wann straftrechtlich auf sie zukommt. 

Auch das Thema eignet sich stets hervorragend zum Stimmung anheizen. *abwink

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@Vando

Ich war Beifahrer vom Schuldigen, wir beide haben keine Fahrerlaubnis für ein Auto 

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@Loyal43

Wenn du nicht der Halter bist oder ihr das Auto nicht geklaut oder sonstwas damit gemacht habt, dann ist nur der Fahrer dran. Dem Beifahrer passiert nichts. 

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@Loyal43

Na siehst du, diese Info macht einen gewaltigen Unterschied.

Wenn du nur Beifahrer warst, bist du fast raus aus der Sache. Wenn du wusstest, dass dein Kollege keine Fahrerlaubnis hat, kann man dir höchstens vorwerfen ihn nicht dran gehindert zu haben. (Wenn dich das die Polizei fragen sollte ob du das wusstest, solltest du besser schweigen. Und wirklich schweigen, weder Ja noch Nein sagen.)

Dein Freund ist dafür ziemlich gearscht. Das ist Fahren ohne Fahrerlaubnis (max. 1 Jahr Knast oder Geldstrafe), was aber bestimmt hoch ausfallen wird, weil Unfall. Die Versicherung wird sich garantiert querstellen und die Schadensübernahme von mindestens* eurem Wagen verweigern, d.h. also selber Reparatur zahlen), dazu dann die Strafe für die Verkehrswidrigkeit (was auch immer ihr da gemacht habt), höchstwahrscheinlich eine MPU, und vlt. auch eine Führerscheinsperre. 

* Wenn sich rausstellt das er Teilschuld oder volle Schuld hat, wird die Versicherung auch bestimmt die Schadensübernahme des gegnerischen Autos verweigern.


PS: Das ganze setzt voraus, dass du nicht der Halter des Wagens bist, aber das denk ich wird eh nicht der fall sein. Sonst haben die nämlich auch dich.

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@Vando

Naja ich wusste zwar das er keinen Lappen hat aber ich hab ihn davon abgehalten oder es nicht geschafft, und er wird bestimmt die volle Schuld haben da das gegnerische Fahrzeug am Parkplatz stand😂

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@Loyal43

Also bin ich als Beifahrer sozusagen aus dem Schneider?

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Du bekommst eine Saftige Busse, der Fahrer ohne prüfung darf den schaden bezahlen, da zahlt die versicherung nix....

Evtl wirst du auch gesperrt für die Autoprüfung.

Da bischt du am Ars..!

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