Beikost Säugling ab wann möglich

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9 Antworten

Ganz ehrlich? Das ist ein Thema, das in die Hände von einer Hebamme gehört. Die Krankenkasse bezahlt auch eine Beikost-Beratung. Fragt Eure Hebamme doch einmal.

Wenn Ihr das Gefühl habt, dass Euer Baby nicht mehr satt wird, dann würde ich auf keinen Fall auf eigene Faust auf 1er-Milch umsteigen. Normalerweise reicht Pre-Milch bzw. Muttermilch nämlich voll aus. Es kann den Eindruck geben, dass das Baby nicht mehr satt wird, weil es sehr häufig an die Brust will. Das ist dann aber meistens ein Wachstumsschub und die Brust/Muttermilch stellt sich darauf ein. Einfach immer wieder anlegen. Sollte das nicht gewünscht sein, kann man auf Premilch umsteigen. Ich würde allerdings bei Unsicherheiten, wie gesagt, lieber eine Hebamme oder sonst den Kinderarzt fragen, was zu tun ist. Hier gibt es so viele verschiedene Meinungen zum Thema Beikost, dass es aus meiner Sicht wenig hilft.

Faustregel ist eigentlich, dass man bevor das Kind 4 Monate alt ist nur Muttermilch oder spezielle Säuglingsmilch gibt. Aber das Thema Ernährung ist einfach so wichtig, dass es auf jeden Fall Sinn macht, sich da professionellen Rat zu holen!

Eine frühe Beikost - und dann auch noch Karotten - würde ich dem Verdauungstrakt sowie Nieren des Babys absolut nicht antun.

Wenn deine Frau sich um die Gesundheit ihres Babys sowie ihre eigene gemacht hat, fängt sie nicht vor dem 6. Monat an zum Stillen sowie Beikost (Fingerfood) zu reichen, wie das Baby nimmt.

www.uebersstillen.org

Meine Tochter ist jetzt 7 monate alt. Ich habe nach dem vierten Monat mit Beikost in Form von Karotte angefangen. Früher sollte man nicht anfangen, unter anderem wegen dem Allergierisiko. Du kannst auch mit Pastinake anfangen, die ist süßlicher. Beobachtet euren Sohn, was er macht, während ihr am Essen seid. Beobachtet er euch? Schmatzt er, obwohl er eigentlich satt ist? 8 wochen finde ich sehr früh. Euer Sohn würde mit der Löffelkost noch nicht zurechtkommen. Ich empfehle das Buch: die besten Breie für ihr Baby

Frühstens ab dem 5 Lebensmonat, viele empfehlen 6 Monate voll stillen. Ich habe meinen ab dem 6. Lebensmonat Gemüse zugefüttert. Haben sie wunderbar vertragen. Die Kinder meiner Freundin haben erst mit 7 Monaten angefangen zu essen, hat ihnen auch nicht geschadet. Empfehlenswert ist mit Gemüse zu beginnen, Obst ist süsser, so kann es später bei Gemüse zu Problemen kommen. Bei Breien ist drauf zu achten, Getreidebreie zu nehmen und selber mit (Muttermilch, später auch Kuhmilch) anzurühren. In Fertigmilchbreien ist viel Zucker enthalten.

Vor dem 4. Monat sollten Baby keine Beikost bekommen. Das ganze Verdauungssystem muss sich doch erst entwickeln und da ist Muttermilch so lange wie möglich das allerbeste. Wenn ihr zufüttern wollt, müsst ihr Babymilch kaufen, ist aber extrem teuer.

Also mit Karottenbrei würde ich so direkt nicht anfangen.Eher mal mit normalem Babybrei probieren und diesen dann später mit anderen Sachen anreichern wie kleingestampfte Karotten, Apfelmus, Soße oder ähnliches. Aber warum wollt ihr unbedingt was dabei geben, wenn es mit dem Stillen noch gut klappt? Als Mutter merkt man eigentlich, wann das Baby auch noch was anderes vertragen kann vorher würde ich das nicht tun!

touchdown331 09.02.2012, 21:17

Wie merkt man, das dass Baby noch was Anderes vertragen kann. Stuhlgang hat er jetzt relativ regelmäßig. Wir haben dass Gefühl, stillen alleine macht ihn nicht mehr wirklich satt.

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Rosengarten 09.02.2012, 22:50
@touchdown331

Wird nicht satt, das ist eine etwas andere Lage. Also hat die stillende Mutter bereits gemerkt, daß das Kind auch noch was anderes vertragen könnte. Das Problem hatte ich auch !! Ich habe mir Babybrei für die Flasche gekauft, das etwas dickere schon und abends spät die letzte Mahlzeit hat er dann aus der Flasche bekommen. Mein Kind war zufrieden, voll satt und hat wunderbar geschlafen. Und ich auch !! :-) Ich hatte erst ein wenig gestillt bei den ersten paar Malen und dann die Flasche gegeben direkt im Anschluß. Erst gestillt, damit das Baby anfangs nicht allein den Brei im Bauch hat und sich dran gewöhnt. Später dann hat mein Kind auch Mittags Brei bekommen, erst aus der Flasche und dann auch richtiger Brei mit dem Löffel. Ich habe versucht, Nahrungsumstellungen gleichmäßig über den Tag zu legen. Aber die Morgenpulle (hatte mit 4 Monaten aufgehört zu stillen) habe ich sehr lange gegeben.

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kiniro 10.02.2012, 05:00
@touchdown331

Das könnte ein Wachstumsschub sein. Deine Frau soll das Baby einfach öfters anlegen. Dann gibt es auch wieder mehr Milch.

Zwischen den Stillmahlzeiten - die getrost mit Abstand von einer halben Stunde erfolgen können (Clusterfeeding) - KEINEN Schnuller oder Fläschchen geben. Das wirkt sich nämlich negativ auf die Milchproduktion aus.

Im Zweifelsfall eine Stillberaterin kontaktiert.

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kiniro 10.02.2012, 05:03
@Rosengarten

Ich könnte in die Tischkante beißen:

Die Hersteller, die Brei für die Flasche gehören mit dem Zeug genauso zwangsgemästet wie die jenigen, die die dazugehörigen Sauger verkaufen.

Brei gehört immer auf den Löffel, damit er richtig eingespeichelt werden kann. Im Speichel ist nämlich die für die Vorverdauung der Stärke wichtige Amylase.

Lieber Fragesteller bitte mache diesen ungesundheitsschädlichen Unsinner nicht mit. Dein Baby wird es danken.

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Hallo, Erstens klasse ,daß sie so lange voll gestillt hat. Ich würde mit etwas Karotten-obstsaft auf dem Löffelchen anfangen. Zuerst läuft doch einiges daneben,es sollten aber nicht mehr als 20g sein. Wenn es nicht klappen sollte,würde ich es ins Fläschchen geben,aber ein wenig Übung braucht euer kleiner Säugling auch. Immerhin kannte er nur Mutters Brust u.nun plötzlich ein Löffelchen. Vom Geschmack mußt du mal mehrere Säfte probieren,findest schnell heraus,welches dem Baby mundet u.was n icht so lecker ist! Wenn Löffelchen akzeptiert worden ist,könnte man mit leichtem Obst u.Milchbrei anfangen zuzufüttern.Zuerst immer 2-3 Löffelchen,langsam über ein paarTage heraus auch Wochen,.solange bis du eine Mahlzeit durch eine komplette Löffelmahlzeit ersetzt hast. evt,ist dir auch deine Hebamme oder Kinderarzt bei der Umstellung behilflich. Genau so machst du es auch mit dem Gemüsebrei. Hoffentlich konnte ich ein wenig helfen u.wünsche euch alles Gute und stille so lange es möglich ist!!

touchdown331 09.02.2012, 21:54

Vielen Dank für deine Antwort. Wir werden dieses so umsetzen.

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kanian 09.02.2012, 22:19
@touchdown331
Mit der Beikost werden die Milchmahlzeiten schrittweise durch Breimahlzeiten abgelöst. Zwischen dem 5.-7. Monat wird als erster Brei ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eingeführt. Einen Monat später wird eine weitere Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzt. Ihm folgt als dritter Brei ein milchfreier Getreide-Obst-Brei, der eine weitere Milchmahlzeit ersetzt.

Für eine vegetarische Ernährung sollte der eisenreiche Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei durch einen vegetarischen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei ersetzt werden.

Die verbleibenden Mahlzeiten werden weiterhin als Muttermilch oder Säuglingsmilch gegeben. Ab dem 10. Monat gehen die Breimahlzeiten der Säuglingsernährung langsam in die Familienkost über.

Jede Breimahlzeit hat ein besonderes Lebensmittel- und Nährstoffprofil. Gegenseitig ergänzen sich die Breimahlzeiten zusammen mit den Milchmahlzeiten zu einer ausgewogenen Ernährung.

Grundsätzlich eignet sich der Ernährungsplan auch für die Ernährung von Säuglingen mit besonderen Ernährungserfordernissen, z. B. bei Allergiegefährdung oder bei einer vorhandenen Nahrungsmittelallergie.

Der Ernährungsplan ist so aufgebaut, dass je nach Wunsch der Mutter selbstzubereitete oder industriell hergestellte (kommerzielle) Beikost eingesetzt werden kann.

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (bzw. Gemüse-Kartoffel-Fisch-Brei)

Am besten beginnen Sie die Einführung in die Beikost mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei.

Fangen Sie mit einer reinen Gemüsezubereitung (z. B. Karotten) an, bis die ersten Schwierigkeiten mit der Löffelfütterung überwunden sind.

Wenn die ersten Schwierigkeiten mit der Löffelfütterung überwunden sind, können Sie die Karotten mit Kartoffeln und etwas Öl mischen und dann zu einem vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei übergehen und anschließend zu einem Gemüse-Kartoffel-Fisch-Brei (1-2 mal pro Woche). Diese Breie sind ein gute Lieferanten von Eisen und Zink bzw. Jod und essentiellen Fettsäuren sowie Vitaminen.

Kommerzielle Produkte werden als sogenannte "Baby-Menüs" oder "Junior-Menüs" angeboten. "Baby-Menüs“ werden in Portionsgrößen zu 190g angeboten, sind feinpüriert und ab dem 5. Monat geeignet. An Stelle der Kartoffeln enthalten diese Menüs häufig Reis und Nudeln. „Junior-Menüs“ werden in Portionsgrößen zu 220g angeboten, haben eine gröbere Konsistenz und eignen sich ab dem 8. Monat.

Rezept für die Selbstzubereitung: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei bzw. Gemüse-Kartoffel-Fisch-Brei Ab 5.-7. Monat

Zutaten und Zubereitung 20-30 g Mageres Fleisch (Schwein, Rind, Geflügel, Lamm) bzw. Fisch (besonders zu empfehlen Lachs) in wenig Wasser weichkochen, klein schneiden und pürieren 90-100 g Gemüse (nährstoffreiche, gut verträgliche Sorten wie: Karotten, Zucchini, Blumenkohl, Broccoli) waschen, klein schneiden zusammen mit den Kartoffeln in wenig Wasser oder der Brühe des zuvor gekochten Fleisches weichdünsten 40-60 g Kartoffeln schälen, klein schneiden, mit dem Gemüse dünsten, das pürierte Fleisch zugeben und aufkochen lassen 30-40 g Obstsaft (Vitamin C reich) zugeben und nochmals pürieren 8-10 g

Pflanzenöl (Rapsöl) unterrühren

Milch-Getreide-Brei

Der Milch-Getreide-Brei besteht aus nur drei verschiedenen Lebensmitteln. Er verbessert vor allem die Mineralstoffversorgung Ihres Kindes und liefert wichtige Vitamine der B-Gruppe.

Als Milch ist eine handelsübliche Vollmilch (3,5 % Fett) oder eine industriell hergestellte Säuglingsmilch geeignet.

Bei Obst und Getreide ist jeweils eine Sorte ausreichend. Geschmacksgebende Zusätze wie z. B. Zucker, Aromen und Nüsse sind überflüssig.

Kommerzielle Produkte finden Sie als fertige Gläschenkost unter Bezeichnungen wie „Milchbrei“, „Abend-„ oder „(Gute) Nacht“-Brei. Milchfertigbreie in Pulverform enthalten den Milchanteil in Form von getrockneter Milch bzw. Milchbestandteilen und werden nur mit Wasser angerührt.

Rezept für die Selbstzubereitung: Milch-Getreide-Brei Ab 6.-8. Monat

Zutaten und Zubereitung

200 ml Milch (Vollmilch oder Säuglingsmilch)

20 g Vollkorn-Getreideflocken (z. B. Haferflocken, Grieß) in der Vollmilch aufkochen bzw. das Getreide nach Packungsanweisung einrühren. Für die Zubereitung des Breis mit Säuglingsmilch wird das Getreide in heißes Wasser eingerührt bzw. mit dem Wasser aufgekocht. Nach dem Abkühlen wird die Menge des Pulvers, die der Dosierung für die Säuglingsmilch entspricht, eingerührt.

20 g Obstsaft oder Obstpüree (Vitamin C-reich) unterrühren

Getreide-Obst-Brei

Auch der Getreide-Obst-Brei besteht nur aus wenigen Zutaten. Er ergänzt die Nährstoffprofile der beiden anderen Breie und der verbleibenden Milchmahlzeit.

Da dieser Brei keine Milch enthält, ist er eiweißarm und somit auf die beiden anderen eiweißreichen Beikostmahlzeiten abgestimmt. Gleichzeitig wird die Ausnutzung des enthaltenen Eisens gefördert.

Kommerziell hergestellte Getreide-Obst-Breie finden Sie z. B. unter den Bezeichnungen "Vollkorn-Früchte-Brei
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kanian 09.02.2012, 22:23

Hey Jungsma, das Kind ist erst 8 Wochen alt !!!! Würdest Du auch gezuckerte Säfte empfehlen??? Gemüse und Obstsäfte haben hier noch gar nichts zu suchen und schon gar nicht bei einem 8 Wochen alten Säugling!

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touchdown331 09.02.2012, 22:44
@kanian

Okay, warum keine Gemüse- oder Obstsäfte? Zähne hat er noch keine, die kaputt gehen könnten...

Wie ist deine konkrete Empfehlung? Erst ab dem fünften Monat, quasi?

Und, DANKE!!! für die Rezepte! :)

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touchdown331 09.02.2012, 22:47
@touchdown331

Nur noch mal zur Ergänzung: wir haben halt dass Gefühl, er wird nicht richtig satt!? Sollten wir mal probeweise eine Pre- oder 1er-Nahrung zufüttern? (Einmal morgen Abend)

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Jungsma 10.02.2012, 06:43
@touchdown331

Hallo, das Pre- Produkt brauchst du nicht mehr,nehme das 1er ,denn es ist gehaltvoller u. euer kl. Säugling ist bereits 8 Wo. alt,u.sonst wird er ja immer noch nicht satt werden!! Pre Produkt gleicht der Muttermilch. Produkt1 gibst du 4-6Monate,kannst aber auch rechtzeitig mit Löffel dazufüttern Produkt 2 kannst du danach geben ,aber ich habe dann meinen Kindern Schmelzflocken gekocht,das haben sie immer gerne genommen u.strapaziert den Geldbeutel auch nicht so. Kräftige Säuglinge benötigen auch etwas mehr,als ein kleines zartes Baby!! LG

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Gebt dem Baby erst nach dem 4. Monat Beikost. Vorher sollte es keine bekommen, das Stillen reicht völlig. Habe ich bei meinem Sohn auch so gemacht.

ich habe in der 12. Woche Breikost 1x am Tag gegeben

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