Beichten bei allen Kirchen

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Die Evangelische Kirche bietet neben der Gemeindebeichte (im Gottesdienst und als allgemeines Schuldbekenntnis) auch die Einzel- oder Ohrenbeichte an. Dafür gibt es eine eigene Agende, das ist eine Vorlage, wie die Beichte abzulaufen hat. Du mußt nur den Pfarrer oder die Pfarrerin um einen Termin dafür bitten. Selbstverständlich gilt auch da die Schweigepflicht in vollem Umfang.

Der Unterschied zur katholischen und orthodoxen Kirche ist, daß die Beichte kein Sakrament ist, der Pfarrer also nicht sakramental die Vergebung Gottes zuspricht und es in der Hand hat, die Absolution zu verweigern oder zu gewähren. Es ist eine Sakramentalie, was Du als eine Art "kleines" Sakrament verstehen kannst. Der Pfarrer spricht Dir die Vergebung Gottes als bereits erfolgt zu, weil Gott nach aufrichtiger Reue und Bekenntnis selbst die Vergebung gewährt nach seiner Zusage und Verheißung. Gruß, q.

Dass das Beichtgeheimnis gewahrt bleiben muss, haben andere schon eingehend beschrieben. Doch zum Thema "Beichte" und was die Bibel dazu sagt, möchte ich einen sehr interessanten Artikel posten (Quelle: http://www.gotquestions.org/Deutsch/beichte-priester-gehen.html):

"Frage: "Was sagt die Bibel zur Beichte der Sünden an einen Priester?"

Antwort: Das Konzept, das man zur Beichte der Sünden zu einem Priester gehen soll wird nirgendwo in der Bibel gelehrt. Erstens lehrt das Neue Testament nicht, das es Priester im Neuen Bund geben soll. Statt dessen lehrt das Neue Testament, das alle Gläubigen Priester sind. 1. Petrus 2:5-9 beschreibt die Gläubigen als „heiliges Priestertum“ und als „königliches Priestertum“. Offenbarung 1:6 und 5:10 beschreiben beide die Gläubigen als „ein Königtum und Priester“. Im Alten Bund mußten die Gläubigen sich Gott durch die Priester nähern. Die Priester waren Vermittler zwischen den Menschen und Gott. Die Priester brachten die Opfergaben im Namen der Menschen zu Gott. Dies ist nicht länger erforderlich. Wegen dem Ofer, das Jesus darbrachte, können wir uns dem Thron Gottes jetzt mit Kühnheit nähern (Hebräer 4:16). Der Tempelvorhang, der bei Jesu Tod in zwei Teile zerriss, war das Symbol dafür, das die trennende Wand zwischen Gott und der Menschheit nun zerstört war. Wir können uns Gott auf direktem Wege nähern., wir selbst, ohne das ein menschlicher Mittler gebraucht wird. Warum? Weil Jesus selbst unser Hohepriester ist (Hebräer 4:14-15; 10:21), und der einzige Mittler zwischen uns und Gott (1.Timotheus 2:15). Das Neue Testament lehrt, das es Älteste geben soll (1.Timotheus 3), Diakone (1.Timotheus 3), Bischöfe (Titus 1:6-9), und Pastoren (Epheser 4:11) – aber keine Priester.

Wenn es zur Beichte der Sünden kommt, dann wird den Gläubigen in 1. Johannes 1:9 gesagt, das sie ihre Sünden Gott beichten sollen. Gott ist treu und gerecht das Er uns die Sünden vergibt wenn wir sie Ihm beichten. Jakobus 5:16 spricht davon, das wir unsere Vergehungen „einander“ bekennen sollen, aber dies ist nicht das selbe wie zur Beichte zu einem Priester gehen, wie es die römisch-katholische Kirche lehrt. Priester/Kirchenanführer werden nirgends im Kontext von Jakobus 5:16 erwähnt. Außerdem verbindet Jakobus 5:16 die Vergebung der Sünden nicht mit dem Bekennen der Sünden „zueinander“.

Die römisch-katholische Kirche basiert ihre Praxis der Beichte von Sünden zu einem Priester hauptsächlich auf katholischer Tradition. Katholiken weisen auf Johannes 20:23 hin, „Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie (ihm) behalten“. Von diesem Vers leiten Katholiken ab, das den Aposteln die Autorität gegeben war, Sünden zu vergeben, und das diese Autorität an die Nachfolger der Apostel weiter gegeben wurde, d. h. den Bischöfen und Priestern der römisch-katholischen Kirche. Es gibt einige Probleme mit dieser Auslegung. (1) Johannes 20:23 erwähnt nirgends das Bekennen der Sünde. (2) Johannes 20:23 verspricht nirgends, oder erwähnt auch nur, das die Autorität zum Vergeben der Sünden an die Nachfolger der Apostel weiter gegeben würde. Jesu Versprechen war gezielt an die Apostel gerichtet. (3) Das Neue Testament sagt nirgendwo, das die Apostel jemals Nachfolger haben würden. Gleicherweise weisen Katholiken auf Matthäus 16:19 und 18:18 (binden und lösen) als Beweis für die Autorität der Sündenvergebung der Katholischen Kirche hin. Diese drei oben genannten Punkte treffen auf auf diese Verse zu.

Nochmal, das Konzept, das man zum Beichten der Sünden zu einem Priester gehen soll wird nirgendwo in der Schrift gelehrt. Wir sollen unsere Sünden Gott bekennen (1. Johannes 1:9). Als die Gläubigen des Neuen Bundes brauchen wir keine Mittler zwischen uns und Gott. Wir können direkt zu Gott gehen wegen dem Opfer, das Jesus für uns darbrachte. 1. Timotheus 2:5, „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Jesus Christus“."

Mann kann es sich immer zurechtlegen damit , es einem in den Kram passt !

Wenn Jesus die Lösegewalt auf die Apostel übertragen hast,dann ist es nur logisch das diese auch für zukünftigen Apostel gilt .

23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Steht nichts in der Bibel wir sollen die Sünden einander bekennen ? Dann scheinst du dich nicht auszukennen in der Bibel .Jakobus 5,16

Die Macht des vertrauensvollen Gebets

13 Ist einer von euch bedrückt? Dann soll er beten. Ist einer fröhlich? Dann soll er ein Loblied singen. 14 Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.2 15 Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. 16 Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.

und

  1. Timotheus 2:5, „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Jesus Christus“."

Auch wir bekennen dies und dieser Einwand zeigt das du nicht wirklich über das verstäntnis der Heiligen Beichte in der R.k.Bescheid weisst ,sondern etwas vorverurteilst weil du eine Meinung hast welche nicht mit unserem Verstäntnis vom Sündenvergebung übereinstimmt ....

Und sage mir nun bitte nicht der Jakobusbrief wäre nicht kanonisch ,der war von alters her Teil der Bibel ,bis Luther ihn rauswarf...

Eine Diskussion wünsche ich nicht es ist lediglich eine kleine nötige Richtigstellung !

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@waldfrosch2

@Waldfrosch, was Du sagst, ist ganz genau richtig, und ich hoffe, ich gehöre nicht zu den 'Diskutierenden' , denn ich möchte es nur bestätigen aus meiner eigenen Erkenntnis heraus! Ich bin ja von meiner Kindheit her evangelisch aufgewachsen, und ich weiß nicht anders, als daß in der kleinen Bergkirche, in die ich damals so zwischen 12 - 17 Jahren eine Stunde zu Fuß durch den Wald mit meiner Mutter ging, ein sehr gläubiger Pastor war, bei dem es üblich war, zu beichten, es war zwar freiwillig, aber immerhin....!
Dieser Pastor war nicht etwa beliebt, weil er cool war, sondern, weil er noch einer der Echten war, die die Bibel gelten ließen! Mit fast 13 Jahren war ich das erste Mal bei ihm in der Beichte, da habe ich das erste Mal Jesus mein Leben versprochen, habe auch aufgezählt, was ich damals als Sünden erkannte, und der Pastor hat mir die Hand aufgelegt und gesagt: ' Im Namen Jesus vergebe ich dir alle deine Sünden und sage dir, du bist jetzt ein Gotteskind und erlöst!' Und er hat mir, dem unerfahrenen Kind, erklärt, auch mit diesen Bibelworten, daß das Sündenvergeben im Namen Jesu Gottes Auftrag ist an die Leitenden einer Gemeinde! Das habe ich nie vergessen!

Wer sollte denn da behaupten, das sei nicht biblisch? Manche Menschen sind wirklich Wortverdreher und interpretieren in Bibelworte alles mögliche, nur um zu beweisen wollen, daß Katholiken Dinge glauben, die nicht biblisch seien! Ja, diskutieren und Wortklauberei tut man gerne, um zu beweisen wollen....!

Übrigens das Wort ' evangelischer Pastor ' ist auch grad kein 'biblisches Wort' , und das gilt für viele andere Worte, die man nicht in der Bibel findet....

Natürlich kann ich auch alleine zu Jesus, aber wenn es um Sünden geht, die bekannt werden müssen, ist schon ein Seelsorger notwendig, denn sie sind auch Zeugen, wenn hinterher Zweifel kommen, daß die Sünden vergeben sind! Ich habe keine Probleme damit, daß die katholische Beichte biblisch ist....!

L. G. Abendsonne

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Anmerkung: ich habe auch schon einen Freund gebeten, in seiner Gegenwart vor Gott zu beichten. Ich rede mit Gott;der Anwesende spricht mir das zu, was die Bibel zu diesem Thema sagt.

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