Bei wieviel Prozent ist die goldene Bilanzregel erreicht?

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2 Antworten

Deckungsgrad 1 = Eigenkapital / Anlagevermögen >= 1

Die Forderung der Goldenen Bilanzregel I wird erfüllt, wenn das Ergebnis bei mindestens 1 liegt.
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In der Praxis ist das aber oft nicht wirklich anwendbar, weil bei den Unternehmen vieles fremdfinanziert ist und somit auch das Anlagevermögen nicht mit Eigenkapital finanziert ist.

Die goldene Bilanzregel heißt schlicht, dass die Fristenkongruenz gewahrt werden soll.

Das heißt, langfristiges Vermögen soll auch langfristig finanziert sein.

Was langfristiges Vermögen ist, erschließt sich mitunter aus dem Sachverhalt.

Anlagevermögen und einige spezielle Posten des Umlaufvermögen (z.B. eiserner Bestand) zählen idR zum langfristigen Vermögen.

Langfristige Finanzierungen sind Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten.

Umlaufvermögen mit mittlerer Umschlagshäufigkeit (das sind regelmäßig Vorräte RoHiBe und unfertige Erzeugnisse, Festgelder mit entsprechender Kündigungsfrist) soll auch mit Verbindlichkeiten entsprechender Fälligkeit finanziert sein.

Und liquides Umlaufvermögen (Fertige Erzeugnisse, Waren, Forderungen, Zahlungsmitteläquivalente) soll die kurzfristigen Verbindlichkeiten bedienen können.

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