Bei welcher Truppengattung der Bundeswehr ist die Grundausbildung am "härtesten"?

7 Antworten

Die Abkürzung AGA bedeutet ja allgemeine Grundausbildung. Das bedeutet sie ist für alle gleich, egal ob man später Koch, U-Boot-Fahrer oder Fallschirmjäger wird. Ziel ist es das jeder Soldat eine infantristische Grundausbildung erhält und das unabhängig von Verwendung oder Laufbahn.

Die Ausbildung sollte nach ZDv für alle gleich sein aber in der Ausführung gibt es teilweise schon erhebliche Unterschiede. Es ist auch Quatsch wie oben beschrieben, dass man bei der Marine keine Bergmärsche hat. Es kommt immer darauf an, in welcher Verwendungsreihe du bist. Bist du 76er (Marinesicherungsdienst) hast du auf jeden Fall Bergmärsche bis 40 Km mit vollem Gepäck und Waffe, auch im Hochsommer. Danach darfste dann noch Liegestütze machen und anschließend noch mit zu tragenden Baumstämmen auf die Hindernisbahn. So zumindest war es auf der Marineunteroffiziersschule in Plön in Zeiten der Wehrpflicht! Die drei anderen Schulen sind nicht mal ansatzweise so anstregend! Aber war trotzdem geil :D ^^

Ist eigentlich überall ähnlich.... ich hätte jetzt gesagt beim Fallschirmspringen wenn der Schirm nicht aufgeht, aber das macht man ja nicht in der GA...

In den meisten Antworten steht, dass sie überall gleich ist, da in den Dienstvorschriften steht sie muss einheitlich sein.

Das stimmt natürlich nur theoretisch. Klar sind die vorgesehenen Ausbildungsinhalte gleich. Aber je nachdem in welcher Truppengattung du bist, kann das natürlich total unterschiedlich sein. Bergmärsche mit Gepäck und Waffen wirst du bei der Marine im hohen Norden bspw. nicht haben...um nur mal einen Unterschied in der Praxis aufzuzeigen.

Ich selbst war bspw. bei den Gebirgsjägern. Ist schon relativ fordernd, aber alles machbar.

Kenne aber z.B. aus Erzählungen von Kumpels bei der Luftwaffe, dass deren Biwak nur 3-4 Tage ging und im Hangar oder auf dem Dachboden des Kompanie-Gebäudes stattfand.

Bei uns ging es dagegen fast zwei Wochen und fand durchgehend im Gebirge statt - da ist es im Normalfall schon mal etwas frostiger als auf dem Dachboden.

Soll jetzt nicht heißen, dass Gebirgsjäger pauschal härter ist als Luftwaffe - aber eben zeigen, dass es definitiv Unterschiede in der Umsetzung der Lehrinhalte gibt. Und die gibt es nicht nur zwischen den einzelnen Truppenteilen, sondern kann es ja schon zwischen den verschiedenen Ausbildungszügen im gleichen Batallion geben.

Auch der "Dummfi..." ist vermutlich beim Heer größer als in der Luftwaffe.

Bei uns hieß es damals, dass Heer wohl anstrengender sei als Luftwaffe und Marine und dass Gebirgsjäger und Fallschirmspringer zu den anstrengensten Grundausbildungen gehört.

Die Grundausbildung ist für alle gleich. Wie schon der Name sagt, sollen die Rekruten in der Grundausbildung die grundlegenden Sachen beigebracht bekommen. Es ist somit das Basistraining, was jeder Soldat als erstes durchläuft.

Alles andere baut auf die Grundausbildung auf, zum Beispiel auch die Ausbildung zum Einzelkämpfern und passiert erst danach. Hat man die Grundausbildung bestanden und wird dann Zeit- oder Berufssoldat, dann kann man einen Versetzungsantrag z.B. zu Einheiten wie den Feldjägern, dem KSK oder den Kampfschwimmern stellen.

Bei der jeweiligen Einheit durchläuft man dann ein Auswahlverfahren, welches eine Kombination aus einer Ausbildung und einer Auslese ist. Wer die Vorgaben für die Ausbildung nicht erfüllt, fällt durch, wer sie erfüllt, der qualifiziert sich.

Was möchtest Du wissen?