Bei welcher bildgebenden Diagnostik benötigt man ein Kontrastmittel?

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7 Antworten

Beim normalen Röntgen braucht man Kontrastmittel (KM)für die Darstellung von Venen (zB Unterschenkelthrombose) und Arterien (zB Herzkatheder). Je nachdem wird das KM dann auch über eine Vene oder Arterie gegeben. KM zum trinken braucht man zur Untersuchung des Verdauungstraktes, zB Speiseröhre, Magen und Dünndarm. Der Dickdarm wird auch gerne "von Hinten" angefärbt, als Kontrastmitteleinlauf. Im CT (Computertomografie) ist es ähnlich. Trinken zur Darmdarstellung, intravenös zur Darstellung der Organe (Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Lymphknoten usw). Knochen und das Gehirn werden in der Regel ohne KM untersucht. Auch im MRT oder Kernspin kann KM gegeben werden. Dieses unterscheidet sich jedoch vom gänigen Röntgen-KM erheblich. Es enthält kein Jod, verursacht in der Regel kein Hitzegefühl und ist weniger allergen. Im MRT wird es häufig zur Darstellung entzündlicher oder tumoröser Veränderungen oder zur Herz- und Gefäßdarstellung gegeben. Dann gibt es noch eine Reihe klassischer Röntgen-KM Untersuchungen, die allerdings aufgrund neuer Methoden immer seltener werden. Hierzu gehören die KM Darstellung der Speiceldrüsen, der Milchgänge der weiblichen Brust oder auch der Nieren und der ableitenden Harnwege. Ach ja: die Internisten untersuchen auch gerne die Gallengänge im Rahmen einer Soiegelung mit KM. Das soll ein grober Abriß sein, dessen Vollständigkeit unwahrscheinlich ist.

Zu DocRoc:Kontratmitteluntersuchungen der Speiseröhre,des Magens sowie des Dickdarms werden heute durch endoskopische Untersuchungen ersetzt. Sie sind genauer und bei path.Befunden können sofort Gewebsproben entnommen werden.

DocRoc 03.10.2007, 12:03

Aber nicht wenn es um die z.B. postoperative Untersuchung der Speiseröhre (Dichtigkeit der Anastomose, Passagestörung) oder einen endoskopisch nicht passierbaren Tumor im Dickdarm geht. Röntgenuntersuchungen des Magens sind tasächlich selten geworden. Du würdest dich aber wundern wieviele Ösophagus-Breischluck und Kolon-Kontrasteinläufe wir Tag für Tag machen, gerade für die Chirurgie.

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"Weichteile", wie etwa innere Organe oder Gefässe können beim Röntgen meist nur mit Kontrastmittel dargestellt werden, im Gegensatz etwa zu Knochen.

z.B. beim Röntgen einer Niere.

z.b. zur Gefässdarstellung.

Organe und Gefässe

zur darmuntersuchung und für andere hohlorgane, blase, magen.

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