Bei welchen Versicherungsunternehmen private Rentenversicherung?

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5 Antworten

Die Frage ist falsch gestellt, da sie den Einstieg über ein gewisses Produkt macht und nicht über eine Strategie.

Gegenfragen:

  • Warum soll es eine private Rentenversicherung sein?
  • Warum keine Riesterförderung, Rürup oder bAV?
  • Fondsgebunden oder nicht?
  • Die Vor- und Nachteile bezüglich Kosten, Rendite, Besteuerung einer PRV gegenüber z.B. einem Sparplan hat man dir erzählt?
  • Du hast dein Einkommen bzw. deine Arbeitskraft abgesichert u.a. gegen Berufsunfähigkeit (sonst kannst du dir die Altersvorsorge eigentlich sparen).
  • Das Thema Insolvenz- und Pfändungssicherheit bzw. der Schutz vor Vermögensverwertung bei SGB II Bezug ist für dich nicht wichtig?

Ja es gibt Unternehmen die bessere Produkte haben als andere. Ohne deinen Bedarf ermittelt zu haben würde ich aber keine Empfehlung aussprechen. Als Makler wäre es meine Aufgabe dir den bestmöglichen Versicherungsschutz zu präsentieren.

Das könnte ich hier aber eben gerade nicht.

Wenn du dennoch eine PRV haben wolltest, würdest du eine bekommen, du müsstest mir aber in der Beratungsdokumentation unterschreiben, dass du auf die eingängliche Beratung, entgegen meinem Hinweis verzichtet hast. So wäre ich raus aus der Haftungsfrage.

Fielkeinnameein 15.08.2016, 12:08
Warum keine Riesterförderung, Rürup oder bAV?

Naja .. vllt weil Riester und Rürup vor allem dem Versicherer etwas bringen aber nicht dem Versichterten? bAV lohnt sich auch nur in sehr sehr speziellen Fällen.  

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kevin1905 15.08.2016, 12:16
@Fielkeinnameein

Das ist deine Erfahrung aus wie vielen Jahren Arbeit in der Branche?

Wenn die Antwort 0 beträgt, ignoriere ich deinen Kommentar, denn sie ist so pauschal ausgedrückt falsch.

Eine riestergeförderte Rentenversicherung ist kalkulatorisch und kostentechnich nicht weit weg von einer ungeförderten privaten.

Die Unterschiede liegen in erster Linie in der steuerlichen Handhabung. Darauf haben aber die Versicherer keinen Einfluss, sondern der Staat.

Bei Riester kommt die Schwierigkeit der Kapitalerhaltsgarantie hinzu die zwar gut gemeint ist aber dazu führt, dass sich nur schwer Rendite erwirtschaften lassen kann. Selbst wenn man eine fondsgebundene Riesterlösung wählt muss aufgrunddessen ein großer Teil zur Kapitalerhaltsgarantie konservativ angelegt werden.

Auch Rürup ist fast identisch zur privaten, mit dem Hauptunterschied in der Besteuerung.

Ärgernis bei der bAV sind vor allem die KV-Beiträge im Alter. Aber auch das fällt nicht in den Verantwortungsbereich der Versicherer oder der Vermittler. Letztere müssen nur darauf hinweisen.

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Wenn man heutzutage eine Rentenversicherung abschließt, ist es zu 99% ein fondsgebundenes Produkt. Das bedeutet, dass Dein Sparanteil aus dem Beitrag in verschiedene Renten- und Aktienfonds investiert wird.

Das Risiko und die Rendite hat daher weniger mit dem Anbieter der Versicherung, sondern mehr mit der Fondsauswahl zu tun. Wenn man hier eine gute Mischung hinbekommt, dann hat man alles richtig gemacht. Bei manchen Anbietern ist die Auswahl stark eingeschränkt. Bei anderen kann man Fonds von ganz verschiedenen Gesellschaften wählen.

Unterschiedlich sind die Abschluss- und Verwaltungskosten und die Bedingungen zum Thema Flexibilität, Ablauf, Rechnungszins in der Rentenphase, etc. Es gibt z.B. Anbieter, die den Rechnungszins für die Auszahlungsphase der Rente nicht mit dem heutigen (Mini-)Zins festlegen, sondern einen wahrscheinlich später deutlich höheren.

Garantiefondskonzepte sind für Verträge mit langer Laufzeit meistens nicht gut geeignet.

Hole Dir ein paar Angebote mit identischen Beiträgen und Laufzeiten. Und dann schaue Dir mal in Ruhe an, wie die unterschiedlichen Anbieter die Ergebnisse hochrechnen.

da gibts sicher Vergleiche im Internet, mehre Angebote sollte man auf jedenfall einholen und am besten online (Vertreter kassieren hohe Proviionen, die im Tarif eingerechnet sind)

Die wichtigere Frage ist aber: braucht man sowas, und lohnt es sich .. auch nach Steuern und Sozialversicherung. Das muss man individuell kalkulieren, vorgerechnet bekommt man oft unvollständige Zahlen oder Optimalwerte und Nachteile werden verschwiegen.

Leistungen können z.B. weitgehend steuefrei sein, und selbst der Ertragsanteil löst keine Steuern aus, wenn man im Rentenalter wenig hat, und dann zählt plötzlich ALLES als Einkünfte für die Krankenversicherung (bei freiwillig gesetzlich Versicherten) .. also ganz genau recherchieren, was die individuell Situation angeht.

Grundsätzlich können die Versicherungen aber auch nicht hexen, wenn es kaum Zinsen auf der Bank gibt, können die auch keine Rendite erwirtschaften. Aber man zahlt die Gesellschaft, die Provision ... lukrativ ist das niemals ! Einziger Punkt ist die VERSICHERUNG .. d.h. wenn man z:B. 200.000 anspart oder bei Abschluss einzahlt (typischerweise versucht die Branche so Auszahlungen von Lebensversicherung wieder einzusammeln) .. dann wird eine Lebenserwartung kalkuliert, die Kosten und Gewinne abgezogen und ein entsprechender Monatsbetrag zugesagt.

Ich rechne also mal ganz grob und ohne Sterbetafeln zu kalkulieren: Lebenserwartung des 65 jährigen 20 Jahre .. 10% Kosten, keine Verzinsung mit der kalkuliert werden kann, also 180.000 / 20 Jahre = 9000 im Jahr oder 750 Euro Monatsrente .. Versicherung bedeutet: wenn der Kunde 95 wird, wird natürlich so lange gezahlt, stirbt er mit 700, ist das Geld weg.  Kann man ja selber nachrechnen .. und das Kleingedruckte lesen .. Bei Kapitalmarkt.Rendite wie in den letzten 10 Jahren ? (JETZT ist die aber NULL)

Alternative: das Geld einfach ansparen, oder die Lebensversicherung in sichere Anlagen investieren: Fonds, Festgeld, Gold z.B. nie alles auf eine Karte setzen. Und dann anheben was man braucht. Kaum jemand BRAUCHT einen festen Betrag / Monat .. wichtiger ist für Anschaffungen, Notfälle Zugriff auf Reserven zu haben .. bei Einkünften nur aus einer Rentenversicherung müsste man dann mit teurem Kredit beleihen ! Und im Normalfall ist die private RV ja nur eine Zusatzversicherung, dann ist der Grundbedarf an monatlichen Fixkosten eh gedeckt durch die Gesetzliche RV.

Alternative der ersten Wahl .. falls noch nicht vorhanden: Immobilie. .. die eigengenutze Wohnung die 750 Euro Kaltmiete kostet, hat in Zeiten mit Niedrigzinsen eine unschlagbar gute Verzinsung .. und die Mietersparnis ist NETTO und steuerfrei ! .. Und das Kapital wird gar nicht angetastet nach dem Modell .. die Inflation (Mietsteigerungen) wird abgefangen, es gibt kein Enddatum an dem alles aufgebraucht ist .. und man könnte wenn man keine Erben bedenken muss, die Wohnung auf beleihen oder Verkaufen, um höhere Kosten für den Pflegefall aufbringen zu können ! 

Apolon 15.08.2016, 11:11

 mehre Angebote sollte man auf jedenfall einholen und am besten online (Vertreter kassieren hohe Proviionen, die im Tarif eingerechnet sind)

Für alle Verträge die man online ohne Beratung abschließt wird die gleiche Provision fällig, nur der Makler bzw. die Vergleichs-Portale tun dafür nichts.

 Leistungen können z.B. weitgehend steuefrei sein, und selbst der Ertragsanteil löst keine Steuern aus, wenn man im Rentenalter wenig hat, und dann zählt plötzlich ALLES als Einkünfte für die Krankenversicherung (bei freiwillig gesetzlich Versicherten)

Was für einen Blödsinn hier manche zum Besten geben.

Wenn man keine Ahnung hat, wäre es einfacher auch nichts zu schreiben.  Rentenversicherungsleistungen sind steuerpflichtig nach dem Ertragswert. Haben aber mit der Krankenversicherung nicht das geringste zu tun.

 Grundsätzlich können die Versicherungen aber auch nicht hexen, wenn es kaum Zinsen auf der Bank gibt, können die auch keine Rendite erwirtschaften. Aber man zahlt die Gesellschaft, die Provision ... lukrativ ist das niemals !

Alle Anlagen, egal ob Bankanlagen, Aktienfonds oder Rentenversicherungen kosten Geld.

Bei Bankanlagen gibt es eine reduzierte Verzinsung.

Bei Aktienfonds zahlt man einen Ausgabeaufschlag und Depotkosten.

Allerdings kann man mit Rentenverträge auch in der heutigen Zeit noch eine gute Rendite erwirtschaften. Muss allerdings auch die notwendigen Fachkenntnisse dafür haben. Ich denke jetzt mal an eine betriebliche Altersversorgung, oder an eine Basis-Rente.

in sichere Anlagen investieren: Fonds, Festgeld, Gold z.B. nie alles auf eine Karte setzen.

Du widersprichst dir selbst.

Festgeld - zur Zeit bei Anlage 3 Jahre - max. 2 %

Fonds - Ausgabeaufschlag bis zu 5 % + Depotkosten

Gold - zur Zeit nicht sinnvoll - Wert ist am sinken.

Und bei dem Hinweis auf die eigengenutzte Immobilie, vergisst du natürlich die laufenden Kosten wie z.B. Grundsteuer, Rücklagen für Reparaturen, Darlehenszinsen, Rückzahlung des Kredites usw.

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juergen63225 15.08.2016, 13:57
@Apolon

sorry .. ich muss in fast allen Punkten widersprechen ... 

hier versucht jemand die Argument der Versicherungen zu pushen, sonst nichts. Wie soll der Durchschnittskunde da Fakten, Behauptungen und Zukunftsversprechen auseinanderhalten ?? Bestes Argument die Finanzbranche ganz skeptisch zu sehen und seine Entscheidung selber zu treffen. 

ICH jedenfalls habe nicht behauptet, das ein nur einen Weg gibt und empfohlen, Beratung auch unter Steuerlichen und Sozialversicherungs Aspekten einzuholen, und individuell zu entscheiden. 

Aber die Punkte die ich ganz konträr sehe:

  1. Online Versicherungen kosten gleich: Ja sicher, wenn man Allianz Herr Kaiser und Allianz-Online vergleicht. Ansonsten gibt es Versicherungen mit einer teuren Vertriebsorganisation und solche ohne. Und die Kosten muss jede Versicherung individuell in die Produkte einrechnen, und sogar in jeden Einzelnen Tarif.
  2. Einkünfte werden plötzlich Krankenversicherungspflichtig:da hat der Staat vielen ein Ei ins Nest gelegt, die sich auf Riester und Co verlassen haben, die Krankenversicherungspflicht der Auszahlungen und Renten vernichtet oft jeglichen Steuervorteil. Einfach mal googeln und nicht Unkenntnis oder Falschaussage behaupten. (und ich habe auch nicht geschrieben, dass das ALLE betrifft, sondern das man sorgfältig prüfen sollte, ob .. )
  3. Die Behauptung man kann IMMER eine gute Rendite erwirtschaften ist eine Lüge der Finanzwirtschaft (wir haben das Wissen und der Kunde ist dumm) .. die Wertentwicklungen der Lebensversicherungen der letzten Jahre sollten eigentlich Beweis genug sein .. Höhere Renditen sind immer möglich .. mit höheren Risiken. Wer weiss den schon, worauf er sich einlässt mit gemanagten Aktienfonds und innovativen Rentenspekulationen ? Aus Lehman sollte man doch gelernt haben .. ich kenne Fälle das haben Sparkassen Omas solche Papiere ins Depot gelegt .. sie wollen ja keine Oma Anlage und 0,5% auf dem Sparbuch .. 

Und Anlagen im Einzelnen: 
Fonds mit hohem Ausgabeaufschlag .. klar, wenn man beim Anlageberater kauft, der will ja auch was verdienen. Gemanagte Fonds haben aber im Durchschnitt den jeweiligen Index unterperformt. Man zahlt also für das Fachwissen der Verwalter, die traden was das Zeug hält, und am Ende wäre ein Indexfond,  ETF besser gewesen. Und Fonds ohne Ausgabeaufschlag gibts auch genug, aber auch nicht bei Allianz, Deutsche Bank oder MLP  ... Aber zu sowas rät ja keiner aktiv, wenn er ein Produkt hat mit 5% Ausgabeaufschlag (wieviel davon fliesst in die Provision .. ? )

Festgeld mit 2%
wo Bundesanleihen auch im langfristigen Bereich gegen Null tendieren ... Das ist schon kein Glaube das jemand hexen kann, sondern Betrug am Kunden, der zu gerne glaubt, das ihm jemand mehr als die 0.x % seiner Bank geben könnte, und das bei einem Produkt was auch noch den Berater ernährt .. 

Edelmetall .. klar muss man ja schlecht machen, bringt keine Provison, wie die Performance war im letzten Jahrzehnt war, da reden wir nicht drüber (vervierfacht seit 2014). Und ich behaupte nicht, dass sich das weiter so exorbitant gut entwickeln wird, warne nur davor, Euro, Dollar und Aktien als sicher anzusehen .. und erst recht davor, den Fachleuten der Finanzbranche zu überlassen, wie mein persönlicher Risiko Mix aussieht.

Immobilie ... klar, mehr verdient man an Immofonds, .. die eigene Immo dagegen kauft man einmal im Leben und die Rendite (Mietersparnis) ist sicher und bedarfsgerecht. Bekomme ich 700 Euro und möchte damit meine Miete zahlen, dann weiss ich nicht wie die Einnahmen in Zukunft versteuert werden, und nicht wie sie sich entwickeln, sowenig  wie ich absehen kann wie sich die Mieten und mein Geldwert in 20 Jahren entwickelt. 

ja und die laufenden Kosten von Immos ,, kann ich nur sagen: keine Ahnung oder dreistes Verbreiten von Unsinn: die Nebenkosten zahlt zu ca. 80% der Mieter (sind also weitgehend neutral im Kostenvergleich). Ich schreibe auch nur von Kaltmiete  ... Der Kommentator oben erwähnt aber explizit Grundsteuer und Kreditkosten .. Grundsteuer = voll umlagefähig (= Unsinn). Und Kreditkosten sind irrelevant, wenn ich mit einer Rentenversicherung vergleiche: 

Rentenversicherung heisst ja, man hat den Betrag und investiert .. oder man spart den Betrag durch Einzahlungen über einen langen Zeitraum. Bei Renteneintritt ist die Immo abbezahlt, bzw die Letzte Rate in die Kapitalversicherung eingezahlt. oder aber die Lebensversicherung oder ander Kaptalanlage ist fällig und man kauft eine RV ...oder die Immo. Dann fallen keine Zinsen und Kreditkosten mehr an. kleiner Unterschied: der Selbstnutzer eine Immo wohnt schon lange darin, hat anfangs Zinsen bezahlt .. und am Ende ist er schuldenfrei, während der Rentenversicherungskunde ohne Immo Versicherungsbeitrag UND (steigende) Miete gezahlt hat .. Wäre für mich eine fast kriminelle Fehlberatung, einem Kunden der zur Miete wohnt, eine Kapitalversicherung zu verkaufen. 

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Eine gute und vor allem objektive Hilfe können hier die Verbraucherzentralen sein. Es gibt sehr gute Broschüren von denen zu allen möglichen wichtigen Themen.

kevin1905 15.08.2016, 14:24

Aber Verbraucherzentrale haftet nicht im Falle einer Falschberatung.

Ist also mit etwas Vorsicht zu genießen und selbstverständlich kostenpflichtig.

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