Bei welchen Verbrechen kommt man immer in Untersuchungshaft?

6 Antworten

Es müssen Haftgründe vorliegen, z.B. Flucht- oder Verdunkelungsgefahr. Ob ein Haftbefehl erlassen wird, darüber hat der Haftrichter zu entscheiden. Und der entscheidet nach Aktenlage, also danach, was ihm die Staatsanwaltschaft an Beweismitteln vorlegt. So wird in unserem Rechtsstaat verfahren.

Solange jemand noch nicht verurteilt ist, ist er unschuldig und Unschuldige gehören nicht in Haft, egal wie affig sie sich aufführen.

Gründe für Untersuchungshaft sind Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr.

Der von Dir genannte ist ein international bekannter Sportler. Der kann sich nicht einfach absetzen, dass man ihn nicht mehr findet. Den findet man immer wieder. Wenn man Anhaltspunkte finden würden, dass er Geld in ein Land schafft, dass nicht ausliefert. Dann käme U-Haft in Betracht.

Seine Taten wurden jeweils durchgeführt und waren damit abgeschlossen. Verdunkeln kann sich da nichts mehr. Also auch kein U-Haft Grund.

Sicher mag es manchen Menschen komisch vorkommen, dass ein des Mordes Verdächtigter oder sogar ein des Mordes Beschuldigter noch frei rumlaufen darf, aber solange nicht ein Richter sagt "schuldig", solange gibt es auch keinen Grund ihn einzusperren.

Wenn Du also einen braven Mörder hast, der brav zu den Prozessen kommt, der weder Geld noch sonstiges Vermögen im Ausland hat und auch sonst keine Anstalten macht, dann kann es sogar sein, dass der nach der Hauptverhandlung nicht direkt in den Knast muss, sondern dass er heim darf, dort seine Sachen regeln kann und irgendwann einen Brief bekommt, in welchem steht, wo er seine Haft antreten soll.

Mit dieser Theorie gibt es keine Schutzbedürfnis der Bevölkerung, sondern nur Persönlichkeitsrechte für den Täter. Wenn jemand von Alkohol und Drogen schwerst abhängig ist, in einem mitteleuropäischen Land noch eine Gefängnisstrafe verbüßt, die zur Bewährung ausgesetzt ist, in einer Woche zweimal Menschen angegriffen hat, wobei eine Person fast getötet wurde, dann darf dieser Kriminelle meines Erachtens nicht mehr frei rumlaufen, denn die Gefahr, dass er wieder eine Straftat begeht, ist erheblich. Wer das anders sieht, denkt nur an den Täter, nicht an die bisherigen und zukünftigen Opfer.

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Nein, Wiederholungsgefahr ist auch ein haftgrund

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Verbrechen für die man stets in Untersuchungshaft kommt gibt es - zumindest nach deutschem Recht - nicht. Grundsätzlich erfordert § 112 StPO, dass ein sogenannter Haftgrund vorliegt, in der Regel also die von dir auch angesprochene Fluchtgefahr.

Bei besonders schweren Delikten, also z.B. Mord, Totschlag, schwerer Körperverletzung oder Brandstiftung mit Todesfolge sieht § 112 Abs. 3 StPO zwar vor, dass ein Haftgrund nicht erforderlich ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist die Norm aber so auslegen, dass zumindest ein nicht auszuschließender Flucht- oder Verdunkelungsverdacht gegeben sein muss.

Faktisch liegt damit bei Mord- und Totschlagverdacht in der Regel natürlich auch ein Haftgrund vor. Ein Verdacht, dass jemand keine Lust auf lebenslange Haft hat, liegt immer nahe. Nur wenn gewichtige Gründe gegen einen Fluchtverdacht sprechen, wird der Haftbefehl nicht angeordnet werden.

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Über folgende Fragen haben wir diskutiert:
1. Darf die Polizei überhaupt mein Grundstück betreten, da es keine Gefahr im Verzug Lage ist? Wäre dies nicht Haufriedensbruch?
2. Dürfte die Polizei ohne richterlichen Beschluss meine Analge beschlagnahmen?
3. Num kommt es zum äußersten Fall und der Fall landet vor Gericht. Der Richter befragt nun die Polizei ob es zu laut war und die bestätigen dies. (Dazu: Zu laut ist nach meinem Ermessen keine richtige Angabe da dies im eigenen Einschätzungsvemögen lieht ob es nun laut oder leise ist). Ich verteidige mich nun und sags es war nicht zu laut, ich habe lediglich ein schlechtes Verhältnis mit meinen Nachbarn dienlich terrorisieren und deswegen die Polizei gerufen haben. Meine Freunde bzw. Gäste bestätigen dies ebenfalls und sagen auch es war nicht zu laut. Nun steht es doch eigentlich Aussage gegen Aussage wenn die Polizisten keine eindeutigen Beweismittel haben (Videomsterial zb oder wie beweißt man sowas?). Mein Vater ist nämlich der Meinung das Wort eines Polizisten überwiegt das Wort eines normalen Jugendlichen/Bürger. Jedoch macht dann doch unser ganzer Rechtsstaat kein Sinn mehr wenn Polizisten mehr geglaubt wird als den Brügern? Müssten die Aussge nicht beide gleich viel Gewicht haben vor Gericht. Würde es nun zu einer Verurteilung kommen sei es Geldstrafe oder Sozialstunden etc. Ist dieses Urteil überhaupt fair/rechtfertigend?

Vielen Dank für eure Hilfe
Wäre nett wenn ihr die Antworten zu den Fragen auch mit 1-3 nummerieren könntet

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