Bei welchen Expositionszeiten von Asbeststaub sollte man sich sorgen machen?

2 Antworten

Mach dich erstmal nicht verrückt, wenn du Nassstrahlgeräte verwendet hast, dann wird der Asbeststaub ja durch das Wasser gebunden und du hast sicher nur ganz wenig davon eingeatmet.

Ansonsten ist es leider so, dass auch schon eine einmalige Aspestexposition das Lungenkrebsrisiko erhöht (Aussage unseres Pathologieprofessors, hab leider keine anständige schriftliche Quelle dafür). Aber jetzt nicht in Panik geraten! Hauptrisikofaktor ist für diese Art von Lungenkrebs ("kleinzelliges Bronchialkarzinom" heißt der) immer noch das Rauchen. Falls du also Raucher bist, solltest du dir schon überlegen, damit mal aufzuhören, denn erst die Kombi Asbest + Rauchen erhöht das Krebsrisiko wirklich enorm.

Zum Arzt gehen wird jetzt akut nichts bringen, weil der nicht feststellen kann, ob du jetzt Asbestfasern in der Lunge hast oder nicht, und wenn er es feststellen würde, könnte er auch nichts dagegen tun. Mein Vorschlag: Wenn du das nächste Mal sowieso beim Arzt bist, sprich ihn Mal drauf an und frag, wie er die Sache einschätzt.

Aber am wichtigsten: Don't panic! Und wenn du doch mal Panik schiebst, denk dran, wie viele Handwerker noch vor 40 Jahren munter Asbestplatten geflext haben - die haben auch nicht alle Lungenkrebs gekriegt.

Danke. Sehr guter Rat. Und sehr vernünftigt beurteilt.

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Deine Antwort ist ausführlich, aber leider in einem sehr wesentlichen Punkt falsch (führt für die Nachforschungen, die Septemberregen vll. durchführt evtl. auf die falsche Fährte):

Das Tumorrisiko bei Asbestbelastung betrifft im Wesentlichen nicht das kleinzellige Lungenkarzinom, sondern das Pleuramesotheliom. Und dafür ist das Rauchen kaum ein Risikofaktor, Rauchen macht eben die anderen Lungentumoren (deswegen ist Dein Rat, das Rauchen aufzugeben auch richtig!)

Ich würde Septemberregen -entgegen deiner Einschätzung- sehr wohl einen Gang zum Arzt -zunächst Hausarzt, evtl. Überweisung zum Lungenfacharzt- empfehlen, weil irgendwann eine Kontrolle (Röntgen) als Ausgangsbefund nicht verkehrt erscheint und -im Falle eines auffälligen Befundes evtl. die Einleitung eines Berufskrankheits-Verfahrens möglich / sinnvoll ist, was wiederum deutliche Auswirkungen auf die Versorgung haben kann.

Aber auch hier stimme ich Dir zu: Keine Panik, ich denke auch, dass bei den geschilderten Umständen das Risiko eher geringer sein sollte. Dennoch ist Umsicht nicht verkehrt.

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@beamer05

Hoppsa, da hast Du mir jetzt aber eins reingesemmelt :-) Ich ging fest davon aus, dass das Pleuramesotheliom obligat nach Asbestosen auftritt und da Septemberregen bestimmt keine Asbestose hat (weil er keinerlei Beschwerden beschreibt und die Exposition jetzt auch nicht so hammermäßig hoch war) hab ich gleich nur über den Kleinzeller rumreferiert. Aber danke für den Hinweis! Hab jetzt extra nochmal nachgelesen, und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen liegt: Die Gefahr, an einen Pleuramesotheliom zu erkranken steigt mit dem Ausmaß der Asbestexposition, und zwar unabhängig vom Rauchen. Aber: Die Kombination aus Rauchen und Asbestexposition führt sehr wohl auch zu einem enorm erhöhten Risiko, an einem Kleinzeller zu erkranken. War jedenfalls gut, darauf aufmerksam gemacht zu werden, denn bei Lektüre verschiedener Bücher im Vergleich zur Vorlesung stellte sich heraus, dass die Vorlesung ein etwas verzerrtes Bild der Realität zeichnete :-) Nun, nach wie vor würde ich persönlich jetzt nicht gleich zum Arzt gehen, weil eine Röntgenabklärung jetzt nach der kurzen Zeit ziemlich sicher noch keinen auffälligen Befund in Richtung maligne Neubildung auf die Asbestexposition hin ergibt (grade fürs Mesotheliom ist ja die lange "Inkubationszeit" typisch), aber ich entnehme Deinem Profil, dass du wahrscheinlich Radiologe bist und Dich damit besser auskennst, also ändere ich meine Meinung und sag: Zum Arzt gehen kann auf jeden Fall nicht schaden.

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Hallo Septemberregen,

ich denke, der medizinische Aspekt wurde mittlerweile hinlänglich besprochen und ist aus meiner Sicht eher dazu angetan, Dich zu beunruhigen als zu beruhigen. Ich möchte daher ein wenig auf den technischen Aspekt eingehen.

Beim Reinigen von Asbestzement im Naßstrahlverfahren ist die freigesetzte Fasermenge eher gering, weil das Material selber nur in sehr geringem Maße erudiert wird. (Ich sage nicht null, denn das wäre nicht korrekt, aber auf jeden Fall sehr gering).

Weiters werden im Naßstrahlverfahren die Fasern im Wasser gebunden, insbesondere die gefährlichen lungengängen Fasern (im Mikrometerbereich). Richtig übel wäre es nur, wenn Du die Platten z. B. mit einem Winkelschleifer, Drahtbürste etc., also trocken bearbeitest hättest.

Rein theoretisch hast Du wahrscheinlich ein paar Fasern abbekommen, weil Du bei der Arbeit sicherlich naß geworden bist (Spritzer) und die in diesen Tropfen enthaltenen Fasern beim Trocknen Deiner Kleidung freigesetzt worden sind. Diese Überlegung ist allerdings eher akademischer Natur, weil die Mengen, von denen wir hier reden verschwindend klein sind.

Bitte nicht vergessen: Asbest ist ein natürliches Mineral, daß an vielen Stellen frei in der Natur vorkommt. Weiters kam und kommt das Material in extrem vielen Produkten des täglichen Gebrauches vor, die Fasern sind und waren daher immer und für uns alle präsent.

Um Dir in Deinem speziellen Fall die Angst zu nehmen: 5 Minuten an einer viel befahrenen Straße in den 90er Jahren oder davor und Du hast mit Sicherheit ein Vielfaches an Fasern abbekommen, als es bei der von Dir beschriebenen Tätigkeit der Fall war. (Abrieb von Bremsbelägen und Kupplungen, die damals gemessenen Luftwerte betrugen stellenweise ein Vielfaches des jetzigen Grenzwertes für Asbestsanierungsarbeiten).

Weiters ist es rein theoretisch richtig, dass entsprechend des Mechanismus, mit dem die Fasern auf den Organismus wirken, einige wenige Fasern ausreichend sein können um eine Erkrankung hervorzurufen, in der Praxis finden sich asbestinduzierte Krankheiten allerdings nur bei Personen, welche wirklich viel mit dem Material zu tun hatten und das ist bei Dir nicht der Fall. (Dachdecker, welche jahrelang die Platten trocken geschnitten haben, Hersteller von Asbestprodukten, Personen, welche Spritzasbest aufgebracht haben etc. etc. und all dies erst bei längerer Exposition)

Abschließend: Vergiß das Ganze. Dir ist mit Sicherheit bei dieser Arbeit nichts Schlimmes passiert, weil Du Dich keinem erhöhtem Risiko ausgesetzt hast.

P. S. Eine Gesundenuntersuchung schadet nie, ich würde allerdings eher auf die Blutwerte und den Zucker aufpassen. ;-)

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