bei welchem studium habe ich danach höhere verdienstchancen? medizin oder Wirtschaftswissenschaften?

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5 Antworten

Hallo,

also reich wird man als Mediziner üblichwerweise nicht, es gibt natürlich (wenige) Ausnahmen, aber selbst als Professor verdient man nicht mal annähernd so viel wie ein Manager in der freien Wirtschaft...Professoren sind nämlich Beamte und werden vom Staat bezahlt...und der ist nicht gerade spendabel. Zwar kann man u.U. Nebeneinkünfte durch Gutachten, Vorträge etc. erzielen, aber wie gesagt: reich wird man damit nicht. Und wer Medizin studiert, um reich zu werden hat sowieso seinen Beruf verfehlt und wird damit nicht glücklich werden. Ich habe hier:

http://www.gutefrage.net/frage/medizinstudium-und-chemie#answer87006384

auch schon einiges über das Medizinstudium und die Zeit danach geschrieben, Medizin muß einem liegen und man braucht viel Motivation und Durchhaltewillen, und zwar während des Studiums und danach....

Gruß docfm, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin

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Sicher bin ich nicht, aber spontan würd ich sagen Medizin...wobei wirtschaftswissenschaften natürlich ziemlich breit gefächert ist & du später viele Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt hast. Am besten, du gehst aber nicht ausschließlich nach Verdienstchancen, sondern danach, worauf du am meisten Lust hast!

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Hallo, ich würde spontan auch Medizin sagen, aber als Manager in einem großen Wirtschaftsunternehmen kann man finanziell auch weit kommen. Du solltest wirklich nach deinem Interesse entscheiden, da stimme ich summer zu.

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Das hängt an dir und nicht an dem Studium. Reich oder arm kannst du mit beidem werden. Das hängt davon ab wie gut du in deinem Aufgabenbereich bist bzw. wie gut dein Selbstmarketing ist.

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beide räumen ganz gut ab. der mediziner kann als professor an studien teilnehmen, die ihm unendlich viel geld bringen. alleine was die charite damit zusätzlich verdient ist eigentlich schon sittenwidrig. nebenbei schreibt er noch ein paar bücher, was auch kohle bringt. also haus, swimming pool, porsche und geliebte sind mit 37 machbar.

der wiwi hat das problem, daß er fixierter ist und sich nicht so austoben kann wie der mediziner. fehler fallen hier auch eher auf, bzw werden als fehler erkannt. das hat der mediziner nicht. wenn einer stirbt, war es die erkrankung.

ich würde daher onkologe werden.

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Kommentar von docfm
05.07.2013, 00:02

Also ich weiß ja nicht, woher Du Deine Erkenntnisse beziehst, aber es klingt am ehesten nach Bild-Zeitung o.ä....die Realität sieht anders aus. Man verdient zwar als Mediziner nicht unbedingt schlecht (hängt auch von der Fachrichtung, Ausbildungsstand, Region und davon ab, ob man niedergelassen oder in einer Klinik tätig ist), aber reich wird man damit auch nicht. Das Einstiegsgehalt als Assistenzarzt liegt um 2000€ netto, ich verdiene als Facharzt ca. 4000€ netto und erziele durch Nebentätigkeiten noch mal etwa genausoviel...da gehen aber fast 35% Steuern von ab...und damit bin ich fast jedes Wochenende und ca. 6-7 Nächte im Monat beim Dienst...Als Oberarzt verdient man je nach Fachrichtung etwa 1000-1500€ mehr als ein Facharzt (die Gehälter gehen übrigens nach Tarifvertrag, die Tarife kann man auf der Website des Marburger Bundes nachlesen). Der Verdienst als Chefarzt ist abhängig davon, wie lange man das schon macht...die "alten" Chefärzte hatten noch Verträge, bei denen sie einen Großteil der "Privatliquidation" kassieren durften, also der Erlöse von Privatpatienten. Aber abgesehen davon, daß nicht alle Krankenhäuser viele Privatpatienten haben (kommt aufs Haus und die Region an), haben praktisch alle Chefärzte, die dies erst ab ca. 1998-2000 geworden sind, neue Verräge, bei denen die Krankenhäuser die Privatpatientenerlöse kassieren und die gehen in einen Pool und werden dann nach einem bestimmten Schlüssel prozentual aufgeteilt (ca. 50% gehen ans Krankenhaus, der Rest wird unter allen Ärzten aufgeteilt, wobei der Anteil vom Dienstalter, Ausbildungsstand etc. abhängt. Dafür gibt es sogar Gesetze, in Hessen z.B. das hessische Poolgesetz, das diese Aufteilung regelt). Professoren nehmen übrigens nicht an Studien teil, sondern sie führen sie allenfalls durch...allerdings gibts dafür wenn überhaupt nur geringe Entgelte, oft ist sowas mit dem Gehalt bereits abgegolten, z.B. in Universitätskliniken. Die sog. Drittmittel, die von der Industrie z.T. für sowas bereitgestellt werden, erhält nicht der Arzt, sondern die Klinik. IM Übrigen kann ich Deine Äußerung insbesondere was Kunstfehler angeht (und die Sache mit Pool, Porsche und Geliebter sowieso...) nur als unsachlichen und polemischen Unsinn bezeichnen. Gerade als Arzt ist man für seine Fehler viel eher in der Haftung, als in anderen Berufen. Wenn ein Manager oder Börsenmakler Milliarden in den Sand setzt, wird er höchstens gefeuert in bekommt dabei oft noch eine 5-6 stellige Abfindung. Bei Fehlern als Arzt kann man je nach den Umständen durchaus auch in den Knast wandern...im Gegensatz zu fast allen anderen Berufen. Die Zahl der Prozesse in Arzthaftungsfragen hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen und viele Versicherer (aktuell z.B. gerade erst die Züricher Versicherung) sind aus dem Geschäft mit Haftplichtversicherungen für Ärzte und Krankenhäuser ausgestiegen, weil sie dabei draufgezahlt haben... Wie Du gerade darauf kommst, daß man als Onkologe reich wird, entzieht sich meinem Verständnis...am ehesten wird man vielleicht noch als Labormediziner oder Radiologe reich...und der Beruf des Onkologen ist aus naheliegenden Gründe ganz besonders belastend...also bitte nicht einfach Unsinn erzählen, wenn man keine Ahnung von der Realität hat.

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