Bei welchem Strom löst Haussicherung aus?

7 Antworten

Welcher Nennstrom, welche Bauart, welche Charakterisitik?

Ein LS-Schalter mit B-Charakteristik löst bei Kurzschluss im Bereich vom 3- bis 5-fachen Nennstrom aus (elektromagnetische Auslösung), wobei erst beim 5-fachen Nennstrom eine sichere Abschaltung gewährleistet ist. Entsprechend darf die Schleifenimpedanz Zs nicht höher sein als Uo : Ia. Eine Auswahl:

  • B16A:   48 - 80 A,  Zs = 230 V : 80 A = 2,875 Ω
  • B25A:   75 - 125 A,  Zs = 230 V : 125 A = 1,84 Ω
  • B63A:   189 - 315 A,  Zs = 230 V : 315 A = 0,73 Ω

Bei C-Charakteristik erfolgt die elektromagnetische Auslösung beim 5- bis 10-fachen Nennstrom:

  • C16A:   80 - 160 A,  Zs = 230 V : 160 A = 1,4375 Ω
  • C25A:   125 - 250 A,  Zs = 230 V : 250 A = 0,92 Ω
  • C63A:   315 - 630 A,  Zs = 230 V : 630 A = 0,365 Ω

Bei beiden Charakteristiken erfolgt eine thermische Auslösung nach max. 1 Stunde beim 1,13- bis 1,45-fachen des Nennstroms, d.h. der Automat darf bei Überlast erst ab dem 1,13-fachen Nennstrom auslösen, beim 1,45-fachen Nennstrom erfolgt die sichere Abschaltung:

  • B16A/C16A:   Ia = 18,08 - 23,2 A
  • B25A/C25A:   Ia = 28,25 - 36,25 A
  • B63A/C63A:   Ia = 71,19 - 91,35 A

Bei Schmelzsicherungen ist das alles etwas komplizierter. Üblich sind im Haushalt Schmelzsicherungen der Charakteristik gG/gL, welche in etwa den LS-Automaten der B-Charakteristik entsprechen. Allerdings ergeben sich bei Kurzschluss im TN-System (0,4 s Auslösezeit) andere Werte als im TT-System (0,2 s Auslösezeit).

Daher sollte man sich die passenden Tabellen/Diagramme anschauen und die zeitabhängigen Werte dort ablesen. Leider sind diese Diagramme i.d.R. logarithmisch aufgebaut, so dass man schon ein Lineal und einen Taschenrechner benötigt, um zu aussagefähigen Ableseergebnissen zu kommen.

Naja,  also der Prof hat in der Klausur die Frage genauso gestellt.. Lässt sich diese Frage dann auch nicht ganz so plausibel beantworten? 

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@schnah

Bei LS-Schaltern ist das noch recht einfach, die Werte stehen alle im Tabellenbuch. Die Auslösecharakteristiken sind bei TN- und TT-Netz identisch.

Bei Schmelzsicherungen hilft nur der Blick ins Diagramm (auch im Tabellenbuch). Jede veränderte Bedingung führt zu einem anderen Ergebnis.

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Das kommt darauf an. Im Haushalt hast du für die normalen Stromkreise üblicherweise Sicherungsautomaten mit 16 Ampere. Allerdings löst die Sicherung jetzt nicht gleich aus, wenn du 16.1 Ampere beziehst. Denn diese Sicherungen haben zwei Auslöser. Der magnetische Auslöser (sofortiges Ausschalten) eines Klasse-B-Automaten löst erst beim dreifachen Nennstrom aus. Also bei 48 Ampere. Und für den Bereich zwischen 16 und 48 Ampere gibt es den thermischen Auslöser. Der löst nach einer gewissen Zeit aus. Je mehr Strom zu viel fließt, desto schneller passiert das. Wenn also statt den maximalen 16 Ampere ganze 20 fließen löst die Sicherung trotzdem erst nach ca. 4-6 Minuten aus.

Wenn du aber die Hauptsicherungen (NH-Sicherungen) im Hausanschlusskasten meinst sind das pro Außenleiter immer gleiche Sicherungen, die Werte aber von Haus zu Haus unterschiedlich. Ich lese von 25A bishin zu ganzen 100 Ampere pro Sicherung.

B-Automat: 3- bis 5-facher Nennstrom bei Kurzschluss, also 48 - 80 A.

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Der Nennstrom steht auf dem Sicherungsautomaten drauf. Bei Schraubsicherungen gibt es Farbkennzeichnungen. Die Bedeutung kann man googeln. Für eine Vertiefung der Materie gibt es hier was zu lesen:

https://library.e.abb.com/public/cb55bc645d4ab271c12579c200283b3c/2CDC400002D0104.pdf

ist bei schraubsicherungen unten im metall eingeprägt

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@wollyuno

da steht der NENNSTROM alles andere siehe OBEN

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