Bei uns steht bald die Begleithundeprüfung an!

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3 Antworten

Je weniger du das Schema mit dem Hund läufst, desto besser. Wenn Hunde zu oft das Schema ablaufen, fangen sie oft an, nachzuhängen und schlampig zu laufen.

Wer das Schema aber aus dem FF beherrschen muss, ist der Hundeführer. Deswegen: Lauf das Schema öfter mal ohne Hund. Einen Leine kannst du dabei ruhig in die Hand nehmen, um den Handwechsel bei den Wendungen gleich mitzuüben. Je sicherer du weißt, was nacheinander kommt, desto besser wirst du führen können.

Der Unterordnungsteil ist eine Schauprüfung. Hier wird vor allem die korrekte Ausführung bewertet. Es geht weniger darum, dass der Hund Fuß läuft, sondern darum, dass er das exakt mit seiner rechten Schulter an deinem linken Knie tut und dabei permanent zu deinem Gesicht hoch schaut.

Auch die blitzartige Ausführung der Kommandos "Sitz" und "Platz" - vor allem aus der Bewegung - gibt Punkte. Das mag für Anfänger albern und unsinnig klingen, wenn man es aber trainiert, wird man feststellen, wie schwierig es ist, eine korrekte Ausführung hinzukriegen.

Wichtig ist die sichere Ablage. Wenn der Hund hier aufsteht, fehlen gleich 10 Punkte. Bei 60 Maximalpunkten und 42 Punkten, die man mindestens erreichen muss, darf dann nicht mehr viel schief gehen. Das ist der Teil der BH, den du oft in den unterschiedlichsten Situationen üben solltest: Dein Hund muss mindestens 10 (besser 15) Minuten ruhig an der Stelle liegen bleiben, an der du ihn abgelegt hast, während du 30 Schritte entfernt mit dem Rücken zu ihm stehst.

Tipp: Fange frühzeitig an, Körperhilfen wegzulassen (wie z.B. die Hand vor den Bauch halten beim "Hier"). Wenn der Hund daran gewöhnt ist, ist das ein ziemliches Stück Arbeit, weil in der Prüfung sämtliche Körperhilfen verboten sind.

MalinoisAkira 28.05.2013, 21:34

Hallo

Anfänger bin ich nicht mehr :D aber schon sehr lange nicht mehr. Auf eine Blitzartige ausführung habe ich schon von anfang an drauf geachtet ! Mit den kommandos hat mein Hund kein problem ! sie weiß was ich sage muss befolgt werden und auch wenn sie 1 stunde platz machen sollt, macht sie es noch mit freude !

Mit den körperhilfen habe ich noch nie angefangen da ich das immer auf den Haushundeschulen sah und es schrecklich fand. Auf einem SV platz geht es da schon strenger zu ! Was bei meiner Mali Hündin auch sehr wichtig ist! schließlich ist sie in 1. linie ein Gebrauchshund und der muss hören

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Jule59 29.05.2013, 11:05
@MalinoisAkira

Mit den körperhilfen habe ich noch nie angefangen da ich das immer auf den Haushundeschulen sah und es schrecklich fand.

Eigentlich sind Körperhilfen das für den Hund viel bessere Signal, denn es entspricht ihrer Form der Kommunikation. Es hat sich leider bis heute nicht in die Prüfungsordnungen rumgesprochen :). Ich führe meine Hunde weitestgehend ohne Sprache (bis auf die Prüfungen, wo ich muss :)).

Leute, die das Rudel und mich beobachten, sind immer fasziniert, dass die Hunde (bis zu 7) auf einen Fingerzeig oder eine Kopfbewegung reagieren :). Der Effekt dabei ist, dass die Hunde lernen, permanent auf den Menschen zu achten, was sie bei verbalen Kommandos nicht müssen. Die hören sie auch ohne hinzusehen.

Das Hochschauen beim "Fuß" muss ich nie trainieren, weil die Hunde mich sowieso dauernd im Blick haben.

Auf SV-Plätzen pflegt man alte Zöpfe leider besonders sorgfältig :). Da läuft man auch Prüfungs-Laufschemata so oft mit dem Hund, bis dieser zählen gelernt hat sich und selbstständig nach 12 Schritten ablegt oder eine Kehrtwende macht. Ein bisschen dumm, wenn der HF pennt und der Hund liegt, bevor er "Platz" gesagt hat :).

Trotzdem wird genau dieses stumpfsinnige Verhalten von manchen Prüfern noch gern gesehen. Deshalb betone ich auch immer wieder, dass der Unterordnungsteil der BH (und auch der VPG) reine Schauprüfungen sind, die mit Erziehung nichts zu tun haben.

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Also ich würde das Schema vor allem allein (also ohne Hund) üben, damit du selber in der Prüfung nicht lange darüber nachdenken musst oder gar in der Aufregung vergisst, wo du als nächstes lang musst. Mit dem Hund würde ich es (wenn überhaupt) vielleicht 1 mal laufen, ansonsten würde ich die Fußarbeit sowie die Dauer, bis es eine Belohnung gibt, immer variieren.

Ich kenne viele HF (oft VPG-ler vom "alten Schlag"), die mit ihren Hunden fast nur nach Prüfungsordnung trainieren und ständig dieses Schema ablaufen. Da sieht man dann sehr schön, dass die Hunde nach einer bestimmten Anzahl von Schritten von selber in die Kurve gehen oder aber erst einmal alleine weiter geradeaus laufen, wenn der HF mal plötzlich schon nach 5 Schritten abbiegt. Auch nehmen die Hund viel vorweg (es wird nach dem "Platz aus der Bewegung" los gerannt oder zumindest schon mal hoch gegangen, sobald der HF sich zum Hund dreht; der Vorsitz wird eher angedeutet und auf das Kommando für die Grundstellung wird gar nicht gewartet etc.). Ich würde daher grundsätzlich so wenig wie möglich nach PO arbeiten (also nicht nur auf das Schema beim Fußlaufen bezogen) und die Übungen wild kombinieren. Nur so merkst du auch, ob dein Hund wirklich gelernt hat, was ein Kommando bedeutet.

Ich mache mit meiner Maus die Prüfung auch im Herbst in Österreich. Nur so aus Spaß. Das Sitz oder Platz aus der Bewegung geht noch nicht wirklich. Bei Platz bleibt sie stehen umd bei Sitz macht sie Platz. Zusätzlich hängt sie nach der Kehrt noch ein bisschen nach. Sonst klappt alles sie bleibt liegen wenn ich will und egal wie lang. Ich könnte sie dann auf dem Platz vergessen. (GRINS!) Ich wünsch dir viel Glück bei der Prüfung.

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