Bei überpowerten Bedingungen Wheelie, was kann ich da tun (Windsurfen)?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Wenn Du mit einem 5 qm-Segel 65 kmh schnell bist, fährst Du mehr oder weniger am Limit. In dem Moment, wo Du den Fuß nach hinten stellst, verringert sich die benetzte Boardlänge und das Teil wird noch schneller, wahrscheinlich übersteigst Du dann das Limit. Das Board hebt sich vorne erst leicht, dass greift der Fahrtwind drunter und es hebt sich hoch. Kontrolle ist dann nicht mehr vorhanden. Ich schätze, dass Du für hohe Geschwindigkeiten auch ein schmaleres Speedboard brauchst und kein Waveboard. Da greift der Wind natürlich noch mehr unter den Bug. Auch ist ein Freerider sicher richtungsstabiler.

Ich (80 kg wie Du) surfe in der Regel mit ca. 25 Knoten über den Gardasee. Mit einem 180l-Freerider einem 6er-Segel und einer 40cm-Finne. Da habe ich nie solche Probleme. Es ist auch ein bisschen schwer zu sagen, warum jetzt genau das bei Dir passiert, wenn man nicht dabei ist. Vielleicht hat es in Deinem Revier ja auch besonders viele kurze Wellen, die das Board anheben. Wenn Dunkerbeck Speed fährt, sucht er sich ja brettebenes Wasser aus.

Hang Du noch looser! No wind – no fun!

Besten Dank,

nach n paar ordentlichen Stürzen bin ich auch auf ein 125l Tabou Rocket umgestigen und sofort war die Kontrolle wieder da. (Allerdings war dann auch n bisschen weniger Wind und ich bin mit nem größeren Segel gefahren). Laut Handyapp warns leider nur 53kmh :D

Das mit dem Wind unter der Nase klingt logisch, vll hol ich mir mal ne Speedbrett (welche Größe sollte son Brett haben? Wie gesagt 80 kilo und es werden warscheinlich noch mehr :D) ... und am Veluwemeer haut das mit den vielen kurzen Wellen auch hin.

Allerdings noch ne Frage: würde ne andere, kleinere Finne mehr Kontrolle bringen? Und wenn ja welche Größe? Mit ner kleineren Finne hat man ja weniger Auftrieb, somit bleibt die benetzte Boardlänge bei viel Wind ja theoretisch größer...

0
@dietrying

Mit dünnen Finnen ist man schneller, mit Finnen, die im vorderen Bereich etwas dicker sind, hat man weniger Spinout-Neigung. Früher hab ich mit meinen älteren etwas längeren Brettern teilweise nur 25 cm-Finnen gefahren, als ich auf meine Tabou Rocket (absolut hypergeiles Brett!) umgestiegen bin, waren die dann über 40 cm lang. Andererseits bin ich bei Seegras auch mit Seegrasfinnen gefahren, die zwar weit nach hinten geneigt und in dieser richtung auch lang waren, aber nur weniger als 20 cm Tiefgang hatten. Ich glaube, das solltest Du mal selber ausprobieren.

Es gibt nur ein Problem mit dem Ausprobieren, wenn's mal super läuft, hat man in der Regel keine Lust, ans Ufer zu fahren und zu Experimantalzwecken die Finne zu wechseln. :-)

0

Habe selbes Problem bei überpower (ebenfalls 80kilo). Rumprobieren mit kleinerer Finne, veränderter Schlaufenposition, veränderte Mastfussposition und Finetrimm vom Segel schaffen Abhilfe.
Mit Freeridern stößt man schnell an die Grenzen bei Geschwindigkeit, mit Waveboards manchmal auch. Das kann auch böse ausgehen, wenn der Wind unters Board greift und die Füße umdreht...
Ich bekomme solche "Wheelies" immer bei 35 - 50 knoten mit 4,5 oder 4 QM und 69 / 94 / 106 Litern. Das liegt einfach an der extremen Überpower schätze ich. Bei weniger Überpower bleibt alles kontrollierbar.
Kabbelwellen steuern aber auch maßgeblich ihren Teil bei. Kabbel ist halt zum Freeriden gut aber zum Racen ists irgendwann nicht machbar, vor allem wenn Wind unter das board kommt.
Hang loose \m/

Was möchtest Du wissen?