Bei Schenkungen übergangen?

6 Antworten

Dein Vater kann sein Vermögen zu Lebzeiten verschenken an wen auch immer er will und muss dabei an niemanden denken.

Nach einer Frist von 10 Jahren ist es nicht mehr möglich einen Pflichtteil zu bekommen, vor Ablauf der Frist gibt es nur noch einen prozentualen Anteil. 10 Prozent werden von der ursprünglichen Schenkung jährlich abgezogen und davon dann der Pflichtteil ermittel.

Du wirst nach seinem Tod selbst durch die Kontoauszüge gehen müssen.

Du irrst in zweierlei Hinsicht: Dein Vater ist nicht verpflichtet, seine Kinder gleichmäßig zu beschenken. Über sein Vermögen darf er lebzeitig verfügen, wie er das für richtig hält und dich tatsächlich übergehen :-)

Seine Vermögensverwendung muss er weder dokumentieren noch irgendwo registrieren lassen. Barentnahmen wären erst garnicht als Schenkung nachvollziehbar und Überweisungen wirst du nie erfahren, das du als Pflichtteilsberechtigter keinen Einblick in seine Kontoauszüge beanspruchen kannst.

Und du hast keinen Erbanspruch an seinem Nachlass, lediglich ein zu deiner gesetzl. Erbquote hälftiges Pflichtteilsrecht in Geld und nur 10 Jahre lang einen alljährlich um jeweils 1/10 des Schenkungswertes abschmelzenden Pflichtteilsergänzungsanspruch wg. seiner lebzeitiger Schenkung n. § 2325 III BGB, etwa wenn er deine Schwester als Alleinerbin einsetzt, wie du vermutest.

G imager761

Nein, eine solches Register gibt es nicht.

Es gibt aber auch keinen Rechtsanspruch auf Schenkungen. Dein Vater kann mit seinem Geld machen, was er will. Und wenn er alles für Koks und Nutten ausgibt, kannst du auch nichts machen.

Rückgängigmachen von Schenkungen

Moin zusammen!

Ich habe da mal eine Frage, die mich in den vergangenen Tagen doch sehr beschäftigt hat. Mein Vater hat vor rund 35 Jahren ein Haus inkl. Grundstück geerbt. Dieses hat er dann seinem Bruder für "einen Apfel und ein Ei" überlassen. Dieses wurde auch vetraglich geregelt. Parallel hat dieser meinem Vater, sozusagen als Gegenleistung und auf Wunsch meines Vaters, ein kleines Stück des Grundstücks geschenkt (ca. 20 m²). Dieses wiederum wurde vetraglich NICHT festgehalten. Nun fordert der Bruder aufgrund eines Streits mit meiner Mutter das Grundstück zurück und droht damit, das Grundstück unzugänglich zu machen. Dieses hat er mir (ich bin "nur" Mieter", der Sohn der Eigentümerin) lediglich mündlich mitgeteilt.

Auf dem Grundstück stehen die Mülltonnen, ein Gartenhaus etc.

Nun meine Fragen:

  • muss so etwas nicht schriftlich zurückgefordert werden?
  • muss der Bruder nicht den Kontakt zur Eigentümerin suchen?
  • welche Fristen müssen gewahrt werden? (mir wurde die "Räumung" Anfang Dezember aufgegeben mit Frist 31.12. - somit haben wir also lediglich einen knappen Monat Zeit)
  • gibt es nach knapp 35 Jahren Nutzung nach erfolgter Schenkung ein Gewohnheitsrecht?

Vielen Dank für die Hilfe und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Steuerstrafsachen - Rechtsfolgen für den Erben?

Der Vater eines Verwandten von mir hat zu Lebzeiten Vermögensgewinne im Ausland gemacht. Kurz vor seinem Tod hat er das Geld in Deutschland "gewaschen", indem er Anlagegold (Barren) gekauft hat und (unbewiesen) seiner Freundin geschenkt hat.

Dann ist er gestorben, das FA ist ihm hinsichtlich der Vermögensgewinne im Ausland auf die Schliche gekommen und die Freundin als Nachlassverwalterin hat dann die Gewinne für ihn nachversteuert, vom Gold aber nichts erwähnt, das sie selbst hätte als Schenkung versteuern müssen. Sie sagt, sie weiß nicht, wo es geblieben ist. Jetzt will der Sohn das Gold in einem Verfahren vor Gericht von der Freundin mindestens zum Teil als Schenkungen fordern. Besteht die Gefahr, wenn er das Gold erwähnt, dass das FA die alte Steuergeschichte noch mal aufrollt oder die Staatsanwaltschaft auch ihn wegen der früheren illegalen Schwarzgeld-Transaktion des Vaters, von der er nichts wußte und erst über Dritte später erfahren hat, irgendwie noch belangt? 1.Trifft also quasi das strafbare Handeln des Vaters irgendwie auch noch den Erben und Rechtsnachfolger oder trifft strafbares Handeln nur den Täter? 2.Und kann er davon ausgehen, dass mit der Steuernachzahlung die Sache für ihn erledigt ist und nur der Vater und die Stiefmutter rechtswidrig gehandelt haben? Er hat wegen des sonstigen Erbes eine Erbschaftssteuererklärung abgegeben, aber irgendwie das Gefühl, dass das FA sich auch fragt, wo das Vermögen denn hin versickert ist und mit dem Bescheid wartet.

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Grabpflege der Großeletern erben?

Hallo,mein Mann hat ein Schreiben vom Anwalt seines "Patenonkels" bekommen.

Ich fange mal und hoffe das es zu verstehen ist:

Im Schreiben steht, dass mein Mann Erbe seiner Mutter sei und sie ihm das Haus, in dem wir wohnen, übertragen hat. Sie hat zu Lebzeiten einen Übertragungsvertrag mit ihren Eltern (Großeltern meines Mannes) geschlossen. Der Anwalt schreibt, das die verstorbene Mutter schuldrechtlich verpflichtet sei die Grabpflege der Eltern (Großeltern) zu übernehmen.

So, nun zu den Details:

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2. In dem Übertragungsvertrag steht in einem Absatz: Zitat: "Schliesslich hat Frau... ihren Eltern dereinst ein standesgemäßes Begräbnis auszurichten und ihre Grabstätten auf  die übliche zeit würdig zu pflegen. Vorstehende Rechte der Eltern sollen für sie als Gesamtgläubiger auf dem übertragenen Grundstück sichergestellt werden; zur Löschung soll der Nachweis des Todes der Brechtigten genügen."

 

 

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Vater leider verstorben, Stiefmutter informiert mich nicht

Hallo,

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Mein Vater heiratete meine Stiefmutter vor über 45 Jahren. Da sie mich von klein auf abgelehnt hat, wuchs ich bei meinen Großeltern auf.

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Hallo und guten Tag,

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