Bei meiner BKK verstehe ich Erhöhung und Nachzahlung nicht, kann ich Erläuterung verlangen?

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4 Antworten

Dann versuche ich dir § 240 SGB V einfach zu erklären:

  • Wer freiwillig versichert ist verdient 4.350,- € im Monat. Hierauf werden KV und PV Beitrag erhoben.
  • Wer sagt, er verdiene aber nicht so viel hat dies nachzuweisen oder darzulegen, dann kann statt den 4.350,- € 1/3 der Bezugsgröße (991,67 € pro Monat) als Grundage hergenommen werden.
  • Allerdings gilt das nicht für freiwillig Versicherte, die hauptberuflich selbständig sind. Diese haben auf 2.231,25 € ihre Beiträge zu zahlen, außer als Gründer und in Fällen unbilliger Härte, dann wären es 1.437,50 €.
  • Der Nachweis ist durch Einkommensteuerbescheid zu führen. Eine Nachzahlung oder Erstattung ist nicht vorgehesen, außer eben bei Gründern, da es logischerweise im Vorfeld keinen aussagekräftigen Einkommensteuerbescheid gibt.

¿Comprendes?

.... dafür kann aber nun die Kasse doch nichts, wenn ein Mitglied etwas nicht verstehen möchte/will. Dann müssen eben noch die Eltern her oder die Patentante muß einspringen?

Binde ggf. ein Deinen "Berater", denn für den sollten solche Fragen Alltag sein.

Hey Waldgeist46

1. Du kannst Kontakt zur Versicherung aufnehmen und um Erklärung/ Aufklärung bitten. Das geht telefonisch/via Chat oder mail/bei einer Geschäftsstelle. 

2. Du hast einen Steuerberater?-die haben Erfahrung mit derartigen Tabellen. 

3. Natürlich kannst du auch fristgerecht Widerspruch einlegen. 

Aber-das bei höherem Einkommen auch deine Beiträge entsprechend angeglichen werden kannst du deinem Vertrag entnehmen. Sämtliche Änderungen deines Einkommens sind fristgerecht zu melden,auch so sollen  lästige Nachzahlungen vermieden werden.

Ich gehe davon aus, dass du selbstständig bist- richtig?

Bei der Ersteinstufung gibt es eine vorläufige Einstufung, d.h. wenn der erste Steuerbescheid vorliegt, dann wird geprüft, ob für den zurückliegenden Zeitraum der Beitrag richtig berechnet wurde.

War das nicht so, gibt es ggf. eine Nachforderung- eine Erstattung gibt es leider bisher nicht.

Für die Folgejahre ist es immer wichtig, den Steuerbescheid sofort nach Erhalt der Krankenkasse zukommen zu lassen. Dann wird neu eingestuft. reichst du den Bescheid verspätet ein, kann es zu falschen Einstufungen, auch dann wieder mit Nachforderungen verbunden, kommen.

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