Bei meinem Sohn wurde ADS diagnostiziert, wer hat Erfahrungen damit?

23 Antworten

Hallo,

ich war bei Ritalin auch skeptisch, aber für uns ist es das beste Mittel. Bei Concerta hatten wir auch diese verherenden Nebenwirkungen und auch das Retardmittel ( einmal genommen, wird über den ganzen Tag stückchenweise abgebaut)verträgt mein Sohn nicht so gut wie Ritalin. Gerade bei Konzentrationsmängeln hilft es, man merkt erst einmal, was das Kind überhaupt leisten kann. Ergo- und Logopädie sowie Krankengymnastik haben wir auch durch, ebenso Elterntraining und Verhaltenstraining. Fazit war aber, dass Jan nur mit Ritalin überhaupt aufnahmefähig dafür war. Mittlerweile ist er 14 und man kann die Dosis zurückfahren, denn die Symthome seines ADHS sind nur noch schwach ( wobei er früher eine sehr schwere Form von ADHS hatte). Es scheint wirklich etwas dran zu sein, dass sich die Krankheit in der Pubertät auswachsen kann. Probiert es einfach mal mit Ritalin, man merkt sehr schnell ob das Mittel anschlägt oder nicht. Wenn es nicht anschlägt, kann man nichts machen, aber ihr habt es wenigstens versucht eurem Sohn zu helfen. Lies doch auch mal das Buch Sitz doch endlich still- ist toll geschrieben und die Geschichte ähnelt vielen Situationen in den Familien mit ADS-Kindern. Ich habe mich da auch wiedergefunden und mein Sohn erst recht. Ich wünsche euch viel Kraft.

Hallo Blonde Mieze! Eine Frage: Hast Du selber mal Ritalin probiert? Es hat fast die Wirkung wie Kokain! Es ist ein Absoluter Fehler Kinder damit vollzupumpen!!! Und wenn dieses Medikament irgendwann abgesetzt wird, drehen die Kinder erstrecht durch. Ärzte haben keine Ahnung!!! Mach dich lieber mal über INDOGOKINDER schlau!!! Liebe Grüße...

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Es ist absolut FALSCH dieses Medikament noch zu empfehlen!!!

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Hallo Dariablümchen,

ich bin selbst betroffen. Im letzten Jahr wurde bei mir ADS (ohne Hyperaktivität) und eine Atypische Depression diagnostiziert. Nach über zwanzig Jahren ständigem Kampf mit meinem Alltag und im Job haben meine Schwierigkeiten endlich einen "Namen". Unzählige Diagnose-"Versuche" und Therapien habe ich bereits hinter mir. Gebracht haben mir diese nicht viel. Da ich äußerst antriebsgehemmt war (!), nahm man meine Schwierigkeiten auch nicht wirklich ernst. Schließlich war ich ja nicht das aggressive, widerspenstige Wesen, wie ADSler häufig gesehen werden. Inzwischen habe ich endlich einen Arzt gefunden, der sich mit ADS (und anderen psychischen Erkrankungen) sehr gut auskennt. Seitdem ich ein Medikament (einen so genannten MAO-Hemmer) nehme, geht es mir wesentlich besser. Dieser wirkt zwar hauptsächlich gegen meine Atypische Depression (die sich aus den jahrelangen Fehlschlägen durch das ADS entwickelt hat und nun leider chronisch ist). Jedoch mein Hauptsymptom (sowohl ADS- als auch Depressionsbedingt), diese kaum zu beschreibende Antriebsschwäche, bekomme ich damit recht gut in den Griff.

Ich schreibe Dir dies so ausführlich, damit Du siehst, wohin eine nicht oder falsch behandelte ADS führen kann. Inzwischen stehe ich mit 38 (!) vor der Beantragung einer Erwerbsminderungsrente, da ich auf dem Arbeitsmarkt mit dieser, ich nenne es mal, Behinderung keine Chance habe. Wäre die Erkrankung eher erkannt und richtig behandelt worden, würde ich über diesen Schritt nicht nachdenken müssen.

Ich kann Dir nur eindringlich raten, für Deinen Sohn einen erfahrenen Kinderpsychiater zu suchen, der sich tatsächlich mit ADS auskennt und nicht nur nach "Schema F" irgendein ADS-Medikament verordnet. Jeder Mensch reagiert nun einmal verschieden auf solche Präparate und die Einnahme sollte sehr engmaschig kontrolliert und ggf. auf ein anderes Medikament umgestellt werden.

Noch was Positives zum Schluss: ADSler sind zwar "anders", aber das eben auch im positiven Sinne. Durch ihre Reizfilterschwäche nehmen sie ihre Umwelt viel intensiver wahr als Nicht-ADSler. Häufig sind die "Hibbel" (wie ich uns ADSler manchmal bezeichne) sehr empathisch, also gefühlvoll und erspüren Emotionen. Und vielleicht hast Du bei Deinem Sohn auch schon festgestellt, dass er ganz bestimmte Begabungen hat. Meist finden sich diese Begabungen im kreativen Bereich (Musik, Malen, Kunst, Schreiben, Dichten, etc.). Wichtig ist, diese Begabungen zu fördern, um auf diesen Gebieten dem ADSler Erfolge zu verschaffen, die er möglicherweise im Alltag nicht so häufig erlebt. Dazu sollte man noch wissen, dass sich ein "Hibbel" für viele Dinge begeistern kann und sich selten nur auf eine einzige Sache festlegt. Ein "sanfter Zwang" kann helfen, länger an einer Sache dran zu bleiben...

Ups, meine Ausführungen füllen ja bald ein "halbes Buch"... ;-) Und eigentlich könnte ich noch ein "bisschen" weiterschreiben, aber das lasse ich mal lieber... ;-)

Auf jeden Fall wünsche ich Dir und Deinem Sohn einen erfahrenen und besonnenen Arzt, mit dem ihr gemeinsam die richtigen und wichtigen Schritte in eine gute Zukunft gehen werdet!

Herzliche Grüße, Chaostinchen.

Also erst mal denke ich, dass auch deine Tochter ADS hat aber eben eher in die Träumer Richtung geht, denn es ist höchst unwahrscheinlich, dass in einer Familie nur ein Kind ADS hat, hat es eines haben es alle. Des Weiteren ist Ritalin keine schlechte Lösung. Man muss nur die richtige Dosierung finden und dann kann man sich besser konzentrieren und kontrollieren. Es hat nur wenige nicht unbedingt schwerwiegende Nebenwirkungen: Appetitlosigkeit Eventuell Langeweile und Lustlosigkeit Bei einer zu hohen Dosierung kann es sein, dass man nicht mehr man selbst ist, vom Verhalten her, dann muss man weniger nehmen. Aber alles in allem ist es kein schlechtes Medikament und kann auch in der Entwicklung Meilensteine versetzen, das meistens lernwillige Kind, das dies aber nicht selbst hin bekommt, schaft dies durch das Medikament auf jeden Fall besser als ohne. Homöophatie könnte helfen. Du solltest dich richtig über die Krankheit erkundigen ich empfehle dir ein Buch von Cordula Neuhaus, sie kennt sich WIRKLICH mit der Krankheit aus und in ihren Büchern findet man gute Tips und erfährt viel über die Krankheit, vielleicht wirst du ja dann auch ganz von alleine merken, ob deine Tochter auch ADS hat, was ich schon vermute, da ich einige Familien kenne in denen jemand ADS hat und bei denen sind dann auch die anderen Kinder eindeutig ADS betroffen und auch ich und meine Geschwister, meine Mutter und mein Vater haben alle ADS.

Alternative zu Ritalin?

Ein Klassenkamerad meines Sohnes, 9 Jahre, soll nun Ritalin bekommen. Er hat ADS, wie sich nach 3! Jahren Abklärung herausgestellt hat. (Das hat allerdings mit der Kostenträgerschaft zu tun- wird ADS nach dem 9. Lebensjahr diagnostiziert, zahlt die Kasse nicht mehr, gilt für CH/SO).

Er hat allerdings ein besonderes ADS, nämlich introvertiert, das heisst, er kann sich schwer konzentrieren, zappelt aber nicht dauernd rum, sondern könnte stundenlang dasitzen und nichts machen.

Das wird aber gleichermassen mit Ritalin behandelt, wie die zapplige Variante.

Als mir gestern die Mutter davon erzählte, hab ich mal geschluckt. Ritalin war vor 30 Jahren als Speed in der Drogenszene beliebt. Kommt mir bitte nicht daher mit, ja, das ist eine geringere Dosis und so... Für mich ist das so schlimm, wenn schon Kinder einfach mit Medikamenten abgespeist werden, statt die Ursachen des Problems anzusehen.

Weiss irgendjemand von euch eine Alternative, was man tun kann, um dem Kind zu helfen, was nicht auf chemischer Basis ist?

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Ich habe es langsam Satt und würde gerne Ritalin in kleinen Mengen zu mir nehmen, da ich aber nicht weiß wie ich es verschrieben bekomme möchte ich euch gerne fragen.

Danke

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