Bei Kälte besser die Wäsche draussen oder drinnen trocknen?

4 Antworten

Für den Trocknungsprozess sind Wind und relative Luftfeuchtigkeit ausschlaggebend. Die Lufttemperatur spielt dabei gar keine Rolle. Wenn die Wäsche von der Sonne beschienen wird, wird die Luft an der Wäsche aufgewärmt, wodurch sich dort die relative Luftfeuchtigkeit vorübergehend absenkt. Auch dadurch wird die Wäsche schneller getrocknet, so ähnlich wie auf dem Heizkörper.

Wenn die nasse Wäsche an Frosttagen vereist, wird sie langsamer trocken, weil das Eis langsamer sublimiert als das Wasser trocknet. Ansonsten spielt die Lufttemperatur keine Rolle.

Gehen wir die Sache vorsichtig an. Mit der Luftfeuchtigkeit ist das so ein akademisches Problem, das kaum jemand versteht. Nahe und unter Null Grad beträgt die Luftfeuchtigkeit stets (normalerweise bei uns) 100% . Es wurde ja auf die Möglichkeit der Sublimation und den Einfluss von WInd hingewiesen. Im WInter ist in beheizten Wohnräumen normalerweise die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig , (es sei denn man ist mit vielen Leuten in einem kleinen Raum ohne Lüftung.) Dort trocknet die Wäsche dann nich wegen höherer Temperatur, wie ebenfalls oben bereits angemerkt, sondern wegen niedriger Luftfeuchtigkeit. Bei dem vielgerühmten "Stosslüften" 2 Minuten alle Fenster aufmachen, entweicht oben die feuchtere warme Luft und unten kommt von aussen kalte, fast wasserdampffreie Luft herein. Dies senkt die "relative" Luftfeuchtigkeit auf ein niedrigeres Niveau, so dass anschliessend mehr Feuchtigkeit zwecks Trocknung aufgenommen werden kann. Da die Inneräume regelmässig beheizt sind, wird hier eine Trocknung, jedenfalls bei uns, schneller stattfinden als aussen. Wenn es interessiert, knn man dies gut hier sehen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Feuchte_Luft.png

mfg. GH

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Wenn du mit "drinnen" deine Wohnung meinst, solltest du auf ausreichende Lüftung achten, sonst droht Schimmel an den eher kalten Außenwänden.

Hallo!

wenn die Wäsche draußen überdacht trocknen kann, sollte sie auch meistens draußen hängen. Je nach Luftfeuchte kann sie aber dennoch nicht ganz trocken werden und fühlt sich dann leicht klamm an. In dem Fall muss sie drinnen die Restfeuchte loswerden. Das finde ich sinnvoller, als die Wäsche von Anfang an drinnen zu trocknen. Denn innen muss die feuchte Luft auch wieder nach draußen entweichen können, damit es nicht schimmelt. Ist die Außenluft sehr feucht und "steht" die Luft, ist ein Lüften mitunter schwierig. Wenn es im Winter draußen so sehr friert, dass die Wäsche noch im feuchten Zustand steif wird, dann schädigt das den Stoff; er kann brechen. In dem Fall würde ich die Wäsche drinnen trocknen. Es wäre dann auch nicht so schlimm, weil zu trockene Heizungsluft dadurch befeuchtet wird. Aber kurz lüften muss man hier trotzdem. Im Sommer bei feuchtem Wetter hängt es aber auch noch vom Wind ab. Je windiger, desto besser!

Schöne Grüße

ENM

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