Bei Drogenkonsumenten bekommt man den Eindruck, dass sie einen Drogenrausch für eine lebensnotwendige Erfahrung halten. Ist der Drogenrausch das wirklich?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

nein, wozu? 80%
ja, unbedingt 14%
keine Ahnung 6%

22 Antworten

nein, wozu?

Ich habe genau einmal an einem Joint gezogen (das heisst, wahrscheinlich mehrmals, aber innerhalb eines Abends), und das muss ich wirklich nicht wiederholen.

Wenn ich Codeintropfen oder länger Schmerzmittel nehmen musste, war ich so daneben - ich verstehe nicht wie man sich sowas absichtlich reinzieht.

nein, wozu?

Lass einfach die Praxis eine Antwort geben:

Ich hatte noch keinen Drogenrausch, und ich lebe. Und das nichtmal schlecht. Also kann es schonmal lebensnotwendig nicht sein.

Es gibt auch den Spruch: Ein echter Mann muss einen Apfelbaum gepflanzt, einen Sohn gezeugt und eine Nacht im Gefängnis gesessen haben.

Du hast in deinem Leben noch nie Alkohol getrunken?

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@Haschkeks420

Richtig! Noch nie.

Und nicht eine Sekunde das Gefühl gehabt, irgendetwas verpasst zu haben. Immer drübergestanden.

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@Laura264

Vllt weil man einfach wissen will, wie es sich anfühlt betrunken zu sein?

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@Laura264

Du hast Tilidin als Profilbild, so abgeneigt von Drogen wirkt das eigentlich nicht

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@Haschkeks420
Vllt weil man einfach wissen will, wie es sich anfühlt betrunken zu sein?

Sorry, aber wenn ich Leute sehe, die sich gerade betrunken haben, dann weckt das nicht gerade die Neugier darauf....

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@tevau

Alleine schon wenn ich von manchen leuten höre wie sie sich im voll suff angekotzt und eingeschissen haben und das auch noch nice finden ist schon erschreckend.

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@tevau

Ist auch meiner Meinung nach kein schöner Rausch... Ausprobieren wollte ich es trotzdem

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@Laura264

Leute finden halt andere Sachen gut. Ich persönlich mag Alkohol auch nicht, aber kenne viele die es lieben zu saufen. Nur weil es mir nicht gefällt muss es ja nicht für jeden scheiße sein

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@tevau

Das stimmt.

Alkoholisierte Menschen sind sehr häufig sehr abstoßend.

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ja, unbedingt

Lebensnotwendig eher selten. Aber bereichernd ist durchaus möglich. Es kommt aber ganz drauf an.

Sehr viele Menschen nehmen Drogen aus hedonistischen Gründen. Sie wollen nur eine gute Zeit haben. Sowas ist dann eher selten bereichernd, wenn dann aus Zufall.
Es gibt aber auch sehr viele Menschen, die sich dazu sehr viele Gedanken machen. Auf LSD zu Meditieren zb ist mit nichts vergleichbar. Diese Erfahrung gemacht zu haben kann natürlich bei manchen Menschen bereichernd für ihr Leben gewesen sein.

Das ganze kommt ja eh nur durch das Kapitalistische System. Früher war Drogenkonsum etwas ganz anderes in der Gesellschaft. Dir das zu erklären würde jetzt aber zu weit führen, ich hab ja schon Angst dass du das da oben nicht raffst. Aber die Hoffnung bleibt, deshalb schreib ich ja überhaupt was.

LG

nein, wozu?

Eine Erfahrung mit Psychoaktiven Substanzen sind natürlich nicht lebensnotwendig. Ich habe durch den Konsum von LSD und Psilocybin aber sehr positive Erfahrungen gemacht, die mein Leben nachhaltig verändert haben. Ich hätte auch nie für möglich gehalten, dass es möglich ist so wahnsinnig viel wahrnehmen zu können,von dem was dem gewohnten Bewusstsein normalerweise fest verschlossen bleibt. Das trifft aber nur auf Psychedelika wie LSD und Pilze und vielleicht Cannabis zu. Die restlichen Drogen können einem keinen anderen Blickwinkel auf die Welt geben.

Jup, meine Meinung. Ich könnte dir eventuell noch DMT empfehlen, falls du dieses wissen erweitern kannst. Ansonsten.. ja stimmt. Amphevitamine und Opiate sind einfach nicht wichtig

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@VerloreneKinder

Ich kenne DMT, damit möchte ich aber noch ein paar Jahre warten. Könnte mir vorstellen DMT in Peru in einem Schamanischen Ritual zu nehmen.

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das ist gut für dich

als hochsensibler, phantasievoller Mensch hat man das gratis ohne Drogen!

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@DasPferdechen

Niemals so wie mit Psychedelika. Auch du nicht. Aber keiner sagt, dass du es ausprobieren sollst.

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@FloraFinia17

Eben das. Du kannst im nüchternen Fall niemals so weit um die Ecke denken, wie auf einem Rausch mit Psychadelika.

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@FloraFinia17

mir reichen meine privaten Erlebnisse völlig

ich brauch keine sprechenden Wände und tanzenden Tubas, bunte Gesichter, die sich auflösen und fragmentarisch zu Schmetterlingen verwandeln... wozu?

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@DasPferdechen

,,mir reichen meine privaten Erlebnisse völlig"

Das ist doch schön, sagt auch niemand, dass du unbedingt noch LSD nehmen musst.

,,ich brauch keine sprechenden Wände und tanzenden Tubas, bunte Gesichter, die sich auflösen und fragmentarisch zu Schmetterlingen verwandeln... wozu?"

Du hast ein klein wenig falschen Eindruck von der Wikrungsweise von Psychedelika. Dein Thalamus filter normalerweise über 90% aller optischen, akkustischen und sensorischen Reize aus, bevor du sie bewusst wahrnehmen kannst, um dich vor einer stetigen Flut an Reizen zu schützen. LSD und Psilocybin bewirken, dass dieser Filter ein paar Stunden außer Kraft gesetzt ist und du nun alle 100% der Reize, die eigentlich immer da sind wahrnehmen kannst. 90% mehr als üblich. Wer vorher schon schlecht drauf war oder sich über die Wirkung vorher nicht informiert hat bekommt jetzt vielleicht ein ,,Horrortrip", denn so verschärfte Sinne sind eine starke Überforderung und ungewohnt. War ich informiert und gut drauf, dann fühle ich alles 90% intensiver und positiver als üblich. Nicht alles was man auf LSD erlebt sind Halluzinationen (die bekommt man sowieso erst in hohen Dosierungen), sondern das was tatsächlich der Realität entspricht, nur sonst nicht von unserem Bewusstsein erfasst wird, da es nicht lebensnotwenig ist.

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Ich habe durch den Konsum von LSD und Psilocybin aber sehr positive Erfahrungen gemacht, die mein Leben nachhaltig verändert haben.

Eine frühere Schulkameradin von mir hat durch den Konsum von LSD aber sehr negative Erfahrungen gemacht, die ihr Leben nachhaltig verändert haben. Sie ist nur noch ein geistiger Ziombie und nimmt die Realität nicht mehr wahr.

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@tevau

LSD ist ein sehr mächtiges Werkzeug für die Psyche, wer nicht weiß wie man damit umzugehen hat, kann das natürlich auch Folgen haben.

Wer zu jung, psychisch instabil, emotional und persönlich unreif, uninformiert ist, Set, Setting und Safer Use nicht beachtet, für den kann die Erfahrung negativ werden. Alles eine Frage des Umgangs damit.

mindestens 18/19, persönlich, emotional und psychisch gefestigt, informiert und das einhalten von gutem Set, Setting und Safer Use ist Pflicht, wenn man eine positive Erfahrung haben möchte.

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@FloraFinia17

Ich war schon immer "persönlich, emotional und psychisch gefestigt" und habe wolhl deswegen nie das Bedürfnis gehabt, Erfahrungen mit Drogen zu machen.

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@tevau

Da hast du was missverstanden. Man hat nicht automatisch das Bedürfnis LSD oder andere Drogen zu nehmen, nur weil man persönlich, emotional und psychisch gefestigt ist.

Aber WENN man das Bedürfnis hat LSD zu nehmen (auch wenn das auf dich nicht zutrifft), dann sollte man persönlich, emotional und psychisch gefestigt sein.

Ich glaube außerdem kaum, dass du mit 14 schon persönlich gefestigt warst:D

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@FloraFinia17
Man hat nicht automatisch das Bedürfnis LSD oder andere Drogen zu nehmen, nur weil man persönlich, emotional und psychisch gefestigt ist.

Das war auch nicht die Logik meiner Aussage.

Ich glaube außerdem kaum, dass du mit 14 schon persönlich gefestigt warst

Na ja, immerhin doch so, dass ich schon damals Drogen, die andere in dem Alter gerne mal nehmen, abgelehnt habe.

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@tevau

Ich glaube (und hoffe) LSD ist generell bei 14 jährigen nicht ganz so beliebt.

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@FloraFinia17

Du redest von LSD. Ich rede von Alkohol und Tabak.

Im Übrigen: Es warst DU, die hier das Alter 14 im Hinblick auf persönliche Festigung gegenüber Drogen ins Spiel gebracht hat. ;-)

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@tevau

Achso.

Ich habe 14 ins Spiel gebracht, um das sagen, dass man in dem Alter noch nicht gefestigt ist und auf gar keinen Fall irgendeine Substanz nehmen sollte. Nicht nur aufgrund der unausgeprägten Persönlichkeit, sondern insbesondere auch, weil der Körper sich noch in der Entwicklung befindet.

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@FloraFinia17

Wenn man noch nicht persönlich gefestigt ist, sollte man keine Drogen nehmen.

Wenn man persönlich gefestigt ist, tut man es sowieso nicht mehr.

Und wenn man den Stand seiner persönlichen Festigung falsch einschätzt, spielt man Russisch Roulette.

Also bleibt nur eins: Einfach Finger weg von Drogen! Nichts leichter als das!

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@tevau

,,Wenn man persönlich gefestigt ist, tut man es sowieso nicht mehr."

Das ist dein Standpunkt. Ich habe dazu eine andere Meinung. Substanzen, die das Bewusstsein und die Sinneswahrnehmung dämpfen wie Alkohol, Benzodiazepine oder Opioide können und werden von vielen Konsumenten zumindest temporär als Problemlösestrategie genutzt, welches eine psychische Instabilität voraussetzt. Natürlich funktionieren Drogen nicht nachhaltig als Problemlösestrategie, sondern erschaffen neue Probleme. Problem als Ursache für Konsum ist die häufigste und beste Voraussetzung für eine Sucht.

Substanzen, die das Bewusstsein im Gegenteil nicht dämpfen, sondern stark intensivieren können nicht als Problemlösestrategie genutzt werden. Können theoretisch schon, aber wer glaubt das funktioniert temporär genauso wie mit Alkohol, der wird sich ziemlich schnell im Bad Trip wiederfinden. Eine psychische Stabilität wird hier also vorausgesetzt, aber wenn laut deiner Aussage niemand Drogen konsumiert, der gefestigt ist, dann gäbe es keine positiven Erfahrungen durch Psychedelika, sondern ausschließlich Bad Trips.

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@FloraFinia17

Gretchenfrage: Wer entscheidet denn, ob man persönlich ausreichend gefestigt ist? In kaum einem Punkt ist die Selbsteinschätzung so subjektiv und fehlerhaft.

Und dadurch wird der Konsum eben zum Risikospiel.

Das Bewusstsein ... stark intensivieren...

Sehr gefähliches Schönreden. Rede besser von einer Bewussteinsveränderung, aber nicht von einer Intensivierung.

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@tevau

,,Sehr gefähliches Schönreden. Rede besser von einer Bewussteinsveränderung, aber nicht von einer Intensivierung."

Das ist kein schönreden, es ist definitiv eine Veränderung durch eine Intensivierung. Der Thalamus filtert normalerweise über 90% der optischen, akkustischen und sensorischen Reize raus, bevor man sie bewusst wahrnehmen kann, um vor einer stetigen Flut an Reizen zu schützen. LSD und Psilocybin bewirken, dass dieser Filter ein paar Stunden außer Kraft gesetzt ist und du nun alle 100% der Reize wahrnehmen kannst. Das was unserem Bewusstsein normalerweise verschlossen bleibt. 90% mehr Reize als gewohnt sind wohl eine starke Intensivierung.

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@tevau

Das entscheidet man als erwachsener Mensch selbst. Entsprechende Lebenserfahrungen und eine ausgereifte Persönlichkeitsentwicklung sollten dafür Anhaltspunkte geben können.

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@FloraFinia17
um vor einer stetigen Flut an Reizen zu schützen

Und jeder erwachsene Mensch kann sich ja auch überlegen, warum der Körper das Hirn "vor einer stetigen Flut an Reizen" schützt.

der optischen, akkustischen und sensorischen Reize raus

Halluzinationen, Farbwahrnehmungen und gottnahe Visionen sind aber keine realen Reize, sondern durch die Gifte erzeugte Fehlreize. Von einer Erweiterung kannst Du wohl kaum sprechen, wenn die Realitätswahrnehmung nicht ergänzt, sondern ersetzt wird.

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@FloraFinia17
Das entscheidet man als erwachsener Mensch selbst

Nicht ganz: Die Entscheidung wird dem Menschen vom Gesetzgeber abgenommen - aus gutem Grund.

Man kann es auch so sagen: Vernünftige, gefestigte Menschen haben keinen Bedarf an einer solchen "Bewusstseinserweiterung", den anderen ist es verboten.

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@tevau

,,Und jeder erwachsene Mensch kann sich ja auch überlegen, warum der Körper das Hirn "vor einer stetigen Flut an Reizen" schützt."

Natürlich weil wir nur alles wahrnehmen müssen, was unser Bewusstsein als lebensnotwendig erachtet. Wenn dieser Filtervorgang nicht stattfinden würde, wären wir ja permanent und unser Leben lang dieser Flut an Informationen ausgesetzt. Das ist nicht vergleichbar damit, diese Flut nur gewollt und temporär also für ein paar Stunden wahrzunehmen.

,,Halluzinationen, Farbwahrnehmungen und gottnahe Visionen"

Das sind Wirkungen, die nur in sehr hohen Dosen auftreten. Alles andere sind einfach Reize, die man sonst nicht wahrnehmen kann. Es sind keine durch Gifte ausgelösten Wirkungen. Eine Dosis von 600ug, was schon schon sehr stark ist und mit Halluzinationen und außerkörperlichen Erfahrungen einhergehen kann, ist noch sehr weit von der körperlichen Toxizität entfernt. Ein Rausch ist aus pharmakologischer Sicht nicht immer eine Vergiftung.

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@tevau

,,Nicht ganz: Die Entscheidung wird dem Menschen vom Gesetzgeber abgenommen - aus gutem Grund."

Nein wird sie nicht, denn der Konsum von LSD ist nicht verboten. Und zwar aus genau dem Grund, weil erwachsene Menschen selbst die Verantwortung für ihr Leben übernehmen dürfen und ein Verbot von Drogenkonsum gegen das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verstößt. Aus diesem Grund ist Drogenkonsum generell in Deutschland nicht verboten.

,,Man kann es auch so sagen: Vernünftige, gefestigte Menschen haben keinen Bedarf an einer solchen "Bewusstseinserweiterung", den anderen ist es verboten."

War es so unvernünftig von Francis Crick LSD zu nehmen und daraufhin den Code der DNA zu knacken? War Albert Hofman unvernünftig? Aldous Huxley? Bob Dylan? Ken Kesey? Die Beatles? Die Beach Boys? Johnny Depp? Nur um wenige davon aufzuzählen.

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@tevau
"Wenn man persönlich gefestigt ist, tut man es sowieso nicht mehr."

Das ist ein dummes Vorurteil und zeigt das du noch lange nicht gefestigt bist wenn du so engstirnig nichtmal fähig bist einen zweiten Blickwinkel in Betracht zu ziehen... Du weigerst dich aktiv dagegen dich zu informieren damit bloß nichts an deiner Welt rütteln kann... Das ist unbewusste Sicherheit schaffen in seiner instabilen Welt...

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@Lacrimis27
ist unbewusste Sicherheit schaffen in seiner instabilen Welt

Offenbar eine Dauerhalluzination...Jedenfalls hat hier keiner gesagt, dass der Verzicht auf Drogen gegen jedes Risiko dieser Welt schützt.

Nimm Du weiter LSD, ich tu es mit SICHERHEIT nicht!

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Für Süchtige kann der Rausch schon etwas - zumindest in ihrer Psyche- 'lebensnotwendiges' sein. Die wahrscheinllichkeit, dass du ein langes Leben hast erhöht sich allerdings ohne Drogenmissbrauch.

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