Bei der Polizei gelogen - können die mich anzeigen?

14 Antworten

Nein, du wirst keinen Ärger bekommen, wenn du noch mal zur Polizei gehst und die Sache richtig stellst. Du solltest auch unbedingt sagen, was der Grund war, so wie du es hier erklärt hast. Das ist nachvollziehbar.

Er wenn du vor Gericht eine derartige unrichtige Aussage machst, kann das Folgen haben. Also, geh ruhig baldmöglichst noch mal hin und korrigiere deine Aussage bei der Polizei. Bitte darum, dass der aufnehmende Polizist eine Bemerkung dazu macht, dass du die Sache, dass der junge Mann bei dir übernahchtet hat, wenn möglich nicht öffentlich in der Gerichtsverhandlung genannt wird (obwohl es sich bei der Befragung des Beschuldigten wohl kaum vermeiden lässt). Also: Nur Mut!

Diese Frage habe ich zuletzt erst gestern beantwortet.

Du musst keine Angst haben! Die kann gar nicht passieren!

Unter Strafe steht nur eine Falschaussage vor Gericht. Bei der Polizei darfst Du im Prinzip Lügen was das Zeug hält.

Ist eine Falschaussage gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft strafbar?

Nein. Zumindest machen Sie sich nicht wegen des Aussagedelikts der falschen uneidlichen Aussage strafbar, wenn sie gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft falsch aussagen, oder bestimmte Dinge verschweigen.
§ 153 StGB bestraft nämlich insbesondere nur die uneidliche Falschaussage vor Gericht.

http://www.rechtsanwalt-falschaussage.de/falsche-uneidliche-aussage-153-stgb/

http://dejure.org/gesetze/StGB/153.html

Dann ließ dir das mal durch und du wirst sehen, das du nicht ganz recht hast

0
@Deepdiver

Nicht tatbestandsmäßig nach § 153 StGB sind falsche Aussagen vor der Staatsanwaltschaft und der Polizei, da diese nicht zur eidlichen Vernehmung von Zeugen oder Sachverständigen zuständig sind (§§ 161a I S. 3, 163a V StPO).

Andere zur eidlichen Vernehmung von Zeugen oder Sachverständigen zuständige Stellen sind Behörden, denen der Gesetzgeber das Recht zur eidlichen Vernehmung gegeben hat.

Beispiele: Bundespatentamt (§ 46 PatG) und parlamentarische Untersuchungsausschüsse (Art. 44 GG und entsprechende Vorschriften der Landesverfassungen). Für Notare gilt § 22 BNotO.
Dagegen sind weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft zur eidlichen Vernehmung zuständig (arg. §§ 161a I S. 3, 163a V StPO). Eine uneidliche falsche Aussage vor der Polizei oder Staatsanwaltschaft ist daher nicht tatbestandsmäßig i.S.d. § 153. Zu prüfen sind aber ggf. §§ 145d, 164 sowie § 258.

1
@siggibayr

Korrekt siggibayr und genau das, was ich eingangs gesagt bzw. zitiert habe.

§ 145d behnadelt das Vortäuschen einer Straftat - Das ist hier nicht der Fall

1
@NSchuder

§ 164 StGB "Falsche Verdächtigung" - Auch nicht der Fall an dieser Stelle

§ 258 StGB "Strafvereitelung"  -  ist hier auch in keinster Weise zutreffend


Die Falschaussage bestand ja nur darin dass der Bekannte tatsächlich dort nicht nur kurz zu besuch war sondern dort übernachtet hat.

1

Luegen ist nie gut, aber du hast keinen Meineid geleistet, das waere wenn du vor Gericht, nachdem du vereidugt wurdest, gelogen haettest.

Sag der Staatsanwaltschaft am besten die Wahrkeit, komplett mit dem Grund, sonst verstrickst du dich nur unoetig in ein Luegennetz.

Kann ich sie Anzeigen Wegen Rufmord (üble Nachrede, Verleumdung)

Hallo, ich habe eine Frage: Kann ich meine ehemalige Freundin wegen Rufmords anzeigen?

Es ist so: Nach 2 Monaten hat sie mir eine sms geschrieben ich hätte sie angerufen (ich habe von meinem neuen Handy aus noch nie ihre Nummer gewählt) ich habe das verneint, wir haben uns aber gleichzeitig ein bisschen hochgeschaukelt bis ich nicht mehr geantwortet habe. Am nächsten Tag erzählt mein Opa mir, dass sie ihn angerufen habe und unter Tränen erzählt hat, dass ich sie immer nachts anrufen würde und auch von der Arbeit aus. Ich arbeite in einem Callcenter für Inbound anrufe (also telefoniere ich nicht raus, sondern gebe nur infos wenn ich angerufen werde) wenn ich also jemanden anrufe, kann ich dafür gefeuert werden. Als meine Mutter sie angerufen hat (wenn ich sie anrufen würde, hätte sie ja diesen einen Anruf von mir auf den sie die ganze zeit hinarbeitet) um das zu klären, hat sie ihr das gleiche nochmal erzählt allerdings auch einen sehr entscheidenden Punkt freigegeben: Ich solle Donnerstag früh gegen 9 Uhr von meiner Arbeit aus angerufen haben und auf Rückruf auch mit meinem Namen abgehoben haben (Screenshots, dass dieser anruf stattgefunden hat, hat sie verweigert) lustig daran ist: Ich habe Donnerstag nicht gearbeitet sondern bis 12 Uhr MIttags geschlafen.

Sie hat es sowohl meinem Opa als auch meiner Mutter erzählt, wer weiß wem sie es noch erzählt hat und was ist wenn sie sich an meine Firma wendet?

Meine Frage ist jetzt, ob ich direkt zur Polizei gehen soll und sie wegen übler Nachrede bzw Verleumdung anzeigen soll oder ob ich vorher über einen Anwalt eine Unterlassungsklage einreichen soll?

Freue mich über jede hilfreiche Antwort,

Eure Katharinrs

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?