Bei der Menstruation Gebet?

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1 Antwort

Man muss sich direkt danach gründlich waschen,danach:Definition von "Ghusl"

Ghusl (arabisch غسل: Ganzkörperwaschung) heißt wörtlich übersetzt: "Waschung bei der Wasser auf etwas gegossen wird". Im islamischen Verständnis, versteht man "Ghusl" als Waschung des gesamten Körpers mit Wasser, dass die Eigenschaften "rein und reinigend" besitzt (S. Wasser). Man kann Ghusl auch kurz mit ritueller Ganzkörperwaschung übersetzen.

Die Vorzüge von Ghusl Belohnung von ALLAH

Der Ghusl an sich ist eine gottesdienstliche Handlung (arab.: 'Ibadaa), deshalb erhält man von Allah, dem Barmherzigen, viel Lohn dafür, denn ALLAH liebt die sich Reinigenden.

Gesundheitliche Vorteile

Für die Gesundheit ist die rituelle Ganzkörperreinigung sehr wichtig. Da das Individuum sich regelmäßig am Körper rituell reinigt und es nicht nur ein bloßes Duschen ist, bewirkt es bei ihm ein besseres Körpergefühl und hat mehr gesundheitliche Vorteile als das normale Duschen.

Wann Ghusl notwendig oder empfohlen ist Wann Ghusl Pflicht ist

Pflicht (arab.: Fardh) ist es dann, wenn man sich im Zustand der großen Unreinheit (arab.: Hadath akbar) befindet. Nach dem Eintritt der großen Unreinheit (arab.: Hadath akbar) kann man den Zustand der Reinheit nur mit Ghusl (Ganzkörperwaschung) wiederherstellen. Nach dem Ghusl befindet man sich im Zustand der vollen Reinheit (arab.: Tahara), was notwendig ist um gottesdienstliche Handlungen (arab.: Ibadat), wie z.B. das Gebet, Fasten usw. verrichten zu können.

Dinge, die den Zustand der großen Unreinheit hervorrufen und damit die rituelle Ganzwaschung zur Pflicht machen:

Nach einer Ejakulation, begleitet von Lust und Erregung (im Schlaf oder im wachen Zustand). Nach einer Ejakulation ohne Lust und Erregung (im Schlaf, oder im wachen Zustand), z.B. durch Krankheit, Kälte, Müdigkeit etc., ist nach der Meinung der meisten Fiqh-Gelehrten keine rituelle Ganzwaschung (Ghusl) erforderlich.
Nach dem Geschlechtsakt, also der Berührung des Penis' vom Manne mit der Vagina der Frau (mit oder ohne Ejakulation). Hierbei ist nur die unmittelbare Berührung beider Geschlechtsorgane ausschlaggebend.[6] A'ischa (ALLAHS Wohlgefallen mit ihr)) berichtete: "Der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) erlebte manchmal im Ramadhan, dass die Zeit zum Morgengebet fällig wurde, während er sich noch im Dschanaba-Zustand befand, der nicht auf Grund eines Traumes verursacht worden war.* Er vollzog dann den Ghusl und fastete."(Überliefert im Sahih al-Buchary, Hadith-Nr. 1930). 'A'ischa (ALLAHS Wohlgefallen mit ihr)) gab mit diesem fein formulierten Ausdruck zu verstehen, dass ein völlig normaler ehelicher Geschlechtsverkehr während einer Ramadhan-Nacht stattfand.
Nach dem Ende der Menstruation (arab.: Haidh) und Wochenflusses (arab.: Nifaas).[7] "Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sag: ‚Sie ist eine Beschwerlichkeit, so enthaltet euch (des Geschlechtsverkehrs mit den) Ehefrauen während der Menstruation, und vollzieht mit ihnen keinen Geschlechtsverkehr, bis sie sich rituell reinigen. Und wenn sie sich rituell gereinigt haben, dann verkehrt mit ihnen da, wo ALLAH es euch gebot. Gewiss, ALLAH liebt die stets Reumütigen und die sich rituell Reinigenden." (Qur'an, 2:222)
Bei verstorbenen Muslimen.[8] Diese Ganzwaschung des Leichnams sollte von einem Muslim des gleichen Geschlechts durchgeführt werden. Märtyrer, die im Kampf auf dem Wege ALLAHs fielen, werden ohne rituelle Ganzwaschung beerdigt. Nur nach der hanefitischen Fiqh-Schule muss auch der Märtyrer gewaschen werden, nicht jedoch nach den anderen drei Fiqh-Schulen.
Bei Konversion zum Islam. Unmittelbar nach Ablegung des Islam-Bekenntnisses (Schahaada) muss eine rituelle Ganzwaschung (Ghusl) durchgeführt werden. 

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