Bei bleibendem Schaden Arzt verklagen. Wie stehen meine Chancen?

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8 Antworten

Deine Hausärztin hat die richtige Diagnose gestellt. Sie hat dir darüber hinaus einen Kontakt für die weitere Behandlung genannt. Dort hast du ja bereits einen Termin.

Ein Mb. Dupuytren verläuft sehr unterschiedlich. Bei manchen Betroffenen dauert es nur wenige Wochen bis zur schweren Beugekontraktur der Finger, bei manchen kann man die Knötchen sehen, sie machen aber keine Einschränkungen und es dauert Jahre, bis Handlungsbedarf besteht. Deine Hausärztin sieht dich nicht jeden Tag und konnte weder ahnen noch wissen, wie diese Krankheit bei dir verläuft.

Letztlich liegt deine Gesundheit in deiner Hand. Wenn du merkst, dass es deiner Hand von Tag zu Tag schlechter geht, hättest du dich jederzeit an einen Handchirurgen, eine Klinikambulanz oder schlicht an einen anderen Chirurgen wenden können. Lähmungserscheinungen, wie du sie beschreibst, entstehen auch nicht zwischen 12 und 13 Uhr. 

Ich würde an deiner Stelle jetzt nicht mehr warten oder nach Schuldigen suchen, sondern mich um eine Lösung für das Problem kümmern. Such dir die nächste Handchirurgie, sag den Ärzten, dass die Finger taub sind und dass du einen zeitnahen Termin haben möchtest. Der Termin in 2 Wochen ist ja nur eine Konsultation, keine OP. Je schneller du handelst, desto besser sind die Aussichten auf vollständige Regeneration der Nerven.

Übrigens gibt es eine nicht- operative Behandlungsmethode für diese Erkrankung. Vllt. eine Alternative für dich?

Alles Gute für dich!

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Ich verstehe Dein Problem, verstehe aber nicht, warum Du in der ganzen Zeit nicht einfach mal zu einem anderen Arzt gegangen bist und Dir eine Zweitmeinung geholt hast, wenn Du mit Deiner Hausärztin so unzufrieden bist.

Auch bei der Wahl des Krankenhauses hättest Du nach einer Alternative suchen können. Wobei es heut zu Tage völlig normal ist so lange auf einen Termin bei einem Facharzt warten zu müssen.

Dennoch hättest Du nach Alternativen suchen können.

Solltest Du jetzt das Krankenhaus verklagen wollen, glaube ich wird es sehr schwehr. Vor allem weil man sagen wird, dass Du Dich ja auch nach Alternativen umschauen hättest können, wenn es Dir so wichtig war/ist.

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Kommentar von Bubach
12.07.2017, 16:17

Ich bin mit meiner Hausärztin ja nicht unzufrieden. Ganz im Gegenteil. Ich kenne sie schon seit vielen Jahren und hatte großes Vertrauen in sie. Das ist es ja gerade. Ich hätte mich ja nach Alternativen umgeschaut. Aber Niemand hat was von irgendwelchen Risiken gesagt, weshalb ich denen vertraut habe. Und hier, glaube ich, sind die Ärzte ihrer Aufklärungspflicht nicht nachgekommen. 

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prinzipiell kannst du den Arzt verklagen, du musst ihm  allerdings nachweisen, dass er einen Kunstfehler gemacht hat, das dürfte fast unmöglich sein, es dauert Jahre bei der Justitia und kostet entsprechend viel Geld (und Nerven)

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Kommentar von Nele235
12.07.2017, 17:48

Wir haben seit einigen Jahren ein anderes Patientenrecht. Der Patient muss dem Arzt gar nichts nachweisen. Zunächst geht man besser den außergerichtlichen Weg und lässt die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer unbeachtet aus! Mit einem Gutachten vom MDK lässt man die Anwälte dann arbeiten. Die bezahlt entweder die private Rechtsschutz oder man findet eine andere Lösung. Z.B. Erfolgshonorar (vom Schadenersatz). Es gibt noch einige andere Lösungen. 

In dem Fall hier liegt meiner Meinung nach kein Diagnose- oder Behandlungsfehler vor. 

Nele

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Spezialisierter Anwalt für ärztliche Kunstfehler heraussuchen und dort beraten lassen.

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Kommentar von FGO65
12.07.2017, 15:33

Wo siehst du den Kunstfehler?

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Warum bist du dann nicht zu einem anderen arzt gegangen? Und 4 monate sind normal, es gibt patienten, die schon länger auf ein termin warten

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Kommentar von Bubach
12.07.2017, 15:50

Weil mich keiner darüber aufgeklärt hat, dass während des wartens auf den Operationstermin ein bleibender Schaden entstehen kann.

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Kommentar von fragenwow
12.07.2017, 15:51

hättest du es gewusst, was würdest du tun?

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Das sind wohl ganz einfach schlechte Ärzte. Ich würde die an deiner Stelle verklagen und mir auch einen Anwalt nehmen. Du kannst sie verklagen, weil sie dir nicht die Risikos geschildert haben und dich trotz des Risikos nach Hause geschickt haben.

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Kommentar von FGO65
12.07.2017, 15:34

Verklagen auf was genau?

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Kommentar von SweetHoneyHeart
12.07.2017, 15:36

Die Gründe habe ich schon aufgezählt.

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Kommentar von Bubach
12.07.2017, 16:10

So sehe ich das auch. die Ärzte haben nämlich eine Aufklärungspflicht. Und ich wurde nicht im geringsten aufgeklärt.

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Doof gefragt wieso bist du nicht noch mal zu einem anderen Arzt gegangen, wenn dich   dein Hausarzt der Art kurz abspeist?

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Kommentar von Bubach
12.07.2017, 15:42

Das ist ne gute Frage. Sie hat nichts von irgendwelchen Risiken gesagt also dachte ich es sei harmlos. Und ich hatte enorm viel Stress in der letzten Zeit, sodass ich ihr einfach blind vertraut habe 😞

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wieso, wieso, wieso...


fragen an ein laienforum wohlgemerkt..


ob ein HAUSarzt der richtige arzt für dein problem ist, ist fraglich.. es steht dir immer frei, eine zweite meinung einzuholen. und wenn der arzt sagt, es KANN i-was geschehen, ist das weder ein kunst- noch ein behandlungsfehler.


also: bis 10 zählen und luft holen!!


aufregen kannst du dich erst, wenn was passiert IST


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Kommentar von Bubach
12.07.2017, 15:36

Das ist es ja gerade. Sie hat nicht gesagt, dass da irgendwas passieren KANN. Ich habe das ganze für harmlos gehalten und ihr vertraut.

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