Bei ausgeschalteten Motor Gang einlegen, wieso ist manchmal ein Widerstand vorhanden?

3 Antworten

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Hallo!

  • Die Zahnräder von Autogetrieben sind in permanentem Eingriff! Da verschiebt sich nichts.

Um den Kraftschluss zw Zahnrad und Getriebewelle zu erreichen bedient man/frau sich im Getriebe der verschiebbaren Synchronringe.

Wie der Name schon verrät, arbeiten die Synchronringe am Besten, wenn sie in Bewegung (Rotation) sind und sich synchronisieren können. Also bei nicht laufendem Motor kann es schon vorkommen, dass sie nicht ineinander greifen können.

Da Synchronringe immer paarweise pro Gang vorhanden sind, tun sie sich beim Ineinandergreifen immer leichter, wenn ein Teil des Synchronringpaares frei laufen kann. Und das passiert, wenn die Kupplung getreten wird, da dann eine Welle (Motorwelle) sich frei drehen kann.

  • Also alles ganz OK, da kündigt sich kein Schaden an.

LG Bernd

Die Synchronringe sind da damit die unterschiedlichen Umdrehungen der Zahnräder im Getriebe einander angeglichen werden, also "synchronisiert" um das ineinandergreifen der Zahnräder zu erleichtern. Deshalb hats früher, als es das noch nicht gab schon mal öfter "gekracht" beim Schalten. Wenn alles steht (Motor und Getriebe) können Die Zahnräder sich schon mal genau gegenüber stehen sodass man sie nicht ineinander schieben kann. Wenn bei eingelegtem Gang das Fahrzeug am Gefälle oder eine Steigung steht sind die Zahnräder des eingelegten Ganges gegeneinander gepresst--logisch, weil der stehende Motor verhindert dass sich da im Getriebe was dreht. deshalb kriegt man den Gang in dem Falle nicht raus. Auf Wikipedia gibt recht anschauliche Bilder und Animationen wie ein Getriebe funktioniert.

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@Minijobopa

Im Grund richtig, aber der Kraftschluss erfolgt über die Synchronringe ( auch Synchronköper).

Die 'eigentlichen' Zahnräder des Getriebes sind schrägverzahnt und können schon aus diesem Grund nicht gegeneinander verschoben werden.

Alle Zahnradpaare laufen daher im permanenten Eingriff 'leer' auf den beiden Getriebewellen mit und mittels Synchronring wird das entsprechende Zahnrad mit der Abtriebswelle 'gekuppelt'.

LG Bernd

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Wenn der Motor aus ist und die Kupplung nicht betätigt wird, können die Zähne ungünstig stehen, also Zahn auf Zahn und damit läst sich der Gang schwer einlegen, da die Zähne fest stehen, kann sich der Zahnradstand nicht verschieben.

Wenn die Kupplung betätigt ist, dann kann sich die Position der Zahnräder verändern und das Getriebe läßt sich leicht schalten.

Den Gang bekommst Du am leichtesten raus, wenn keine Last auf den Zahnräder ist.

So wie Du es schreibst, dauert sich aus meiner Sicht kein Schaden an.

Die Zahnräder greifen ineinander und können einander blockieren, wenn sie nicht beweglich sind, also das Getriebe aus ist.

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