Bei Aufmerksamkeitsproblem: Psychotherapie nötig?

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4 Antworten

Sicher ist eine Therapie angebracht, wenn jemand ein krankhaftes Aufmerksamkeitsproblem hat.

Jeder Mensch freut sich, wenn man ihn beachtet und man ihm vielleicht ein Kompliment macht.

Jedes Kind freut sich, wenn es gelobt wird, auch wenn seine Sache mal nicht so gut gelungen ist.

Wenn ein Mensch aber nie eine Zuneigung oder ein Lob bekommen hat, kein Selbstbewusstsein hat, dann sucht er sich auf andere Weise die Aufmerksamkeit.

Manches Aufmerksamkeitsproblem kann soweit gehen, dass man sogar Krankheiten vorschiebt, aber das hat wieder einen etwas anderen Namen, obwohl es mit Aufmerksamkeit zusammenhängt.

Es gibt auch Mütter die ihre Kinder verletzen, damit SIE die Aufmerksamkeit bekommen.

Es gibt viele Arten, wo man sich die Aufmerksamkeit holen kann und bei gravierenden Auswirkungen wäre eine Therapie angebracht und das längerfristig gesehen.

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deephelp 20.06.2017, 00:14

Ich muss sagen, dass ich mich im Nachhinein sogar fast mehr an Turbomans Antwort anschließen würde, als an meine eigene. Besser gesagt: Unsere Antworten ergänzen sich denke ich sehr gut. Bezieht man das Umfeld mit ein, ist es vielleicht doch besser, solche Menschen würden in jedem Fall geheilt. Wichtig wäre wohl jedoch auch für den Therapeuten, dass dieser dann das Aufmerksamkeitsproblem und keine Pseudo-Krankheit behandelt. LG

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putzthiernur96 20.06.2017, 00:34

Ehrlich gesagt glaub ich eher das kommt daher, das man gelernt hat das wenn man eine negative Einstellung hat, man diese nutzen kann um Zuneigung usw. zu bekommen. (Dieses extreme Verhaltens mittel wird natürlich eher von denen genutzt die zu wenig haben.) Denn davon hat man nie genug, vor allem in jungen Jahren. Das schlechte an einem Aufmerksamkeitsproblem ist das dieser versucht indem er anderen "schadet" seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Jemand der durch positive Dinge Aufmerksamkeit zu bekommen muss nicht therapiert werden außer er will es selbst, weil er darunter leidet. Deswegen war ich mir nicht sicher ob man das Therapieren sollte aber ich würde jetzt auch eher mit ja stimmen.

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deephelp 20.06.2017, 00:45
@putzthiernur96

Hallo putzthiernur,

leider schaffen es die meisten Menschen nicht, ihr Aufmerksamkeitsdefizit auszugleichen, ohne dabei anderen zu schaden. Manche schon, aber nicht alle. Viele allerdings tun auch genau das Gegenteil und ziehen sich komplett zurück. Diesen Menschen zu helfen ist wiederrum aufgrund ihrer Isolation wichtig. Also meistens kann man nichts falsch machen damit, dass jemand in Therapie geht. Wenn jemand hier eine Frage stellt, sagt das alleine schon viel aus. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass Menschen auch nicht in eine Opferrolle fallen dürfen, sondern aktiv an ihrem Verhalten arbeiten müssen. Früher haben es Leute auch ohne Therapie durchs Leben geschafft. Sogesehen sollte man immer auch die verfügbaren Kapazitäten des Staates beachten. LG

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Barney123 21.06.2017, 10:31
@deephelp

Hallo deephelp,

Früher haben es Leute auch ohne Therapie durchs Leben geschafft.

Ja, um welchen Preis? Das hat sich alles weiter nach vorne verschoben und wurde durchaus zum Problem. Wir sind gerade dabei, die Probleme der Vergangenheit zu lösen, die werden nämlich von Generationn zu Generation weitergegeben, wenn da nicht professionell eingegriffen wird. Deshalb die hohen Therapieraten im Augenblick! Bisher haben die Leute mit ihren destruktiven Verhaltensweisen ganze Generationen in das Unglück gestürzt. Die verheerenden Kriege des 20.Jh. sind eine Folge davon!

Natürlich müssen wir die verfügbaren Kapazitäten beachten, sonst wären da noch viel mehr in Therapie! Wer eine Therapie macht leistet einen gesunden Beitrag in unsere Zukunft!

LG

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Barney123 21.06.2017, 10:24

Hallo Turbomann,

Jedes Kind freut sich, wenn es gelobt wird, auch wenn seine Sache mal nicht so gut gelungen ist.

Das ist der Grund, warum manche Erwachsene so süchtig nach Aufmerksamkeit werden, weil sie Anerkennung bekommen haben, wo es nicht wert war! Leistung sollte Anerkennung zur Folge haben, keine Leistung wird einfach nicht beachtet!

LG

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Turbomann 21.06.2017, 17:58
@Barney123

@ Bamey123

Nein auch das sehe ich etwas anders.

Kinder kann man nie zuviel Aufmerksam schenken und kein Mensch wird perfekt geboren und wenn man Kinder lobt für ihre Bemühungen und man sieht, dass sie in dem Moment ihr bestes gegeben haben, obwohl sie etwas nicht so perfekt hinbekommen haben, dann wird das niemals einen Schaden verursachen.

Wenn man ihnen erklärt, jetzt hat es eben nicht auf Anhieb geklappt und beim nächsten Mal wird es besser gehen, ist es immer noch besser, als wenn ich dann ständig meinem Kind unter die Nase reibe: du bist ein Versager, eine Niete und du kannst nichts, wirst es nie zu was bringen.

Dann wird ein Kind mutlos und wird sich auch nichts mehr zutrauen, wenn es spürt, dass die Eltern die Bemühungen nur mit ihren eigenen Leistungs- Vorstellungen belohnen.

Leistung zu bringen ist auch nicht alles im Leben, es gibt so viele Dingen dazwischen, wo jeder ein Lob verdient.

Auch eine Aufmunterung für das Kind, wenn es jetzt nicht geklappt hat, dann nochmal versuchen, dann wird es besser, kann keinen Schaden hinerlassen.

Das Kind wird sich ernst genommen fühlen und so wird es lernen, ein Selbstbewusstsein zu entwickeln, dass man estens nicht perfekt sein muss und zweitens, dass man auch kein Versager oder ein Niemand ist, wenn mal etwas schief läuft.

Ein Lob zur rechten Zeit und das ist die Kunst die viele Eltern nicht mehr beherrschen, weil viel zu viele keine Zeit mehr haben, nicht mehr miteinander reden und gar nicht wissen, was geht in ihren Kindern vor.

Aber mich würde mal interessieren:


weil sie Anerkennung bekommen haben, wo es nicht wert war!

welche Anstrengungen sind es nicht wert, dass sie ein Lob verdienen.

Wenn eine Mutter ein tolles Gericht kocht, ist es dann eine Kleinigkeit, Selbstverständlichkeit, oder hätte sie hier nicht ein Lob verdient, dass sie überhaupt kocht?


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Barney123 22.06.2017, 11:14
@Turbomann

Hallo Turbomann,

Kinder kann man nie zuviel Aufmerksam schenken

Dann frag mal die Therapeuten und Heilerzieher, was die dazu sagen!

wenn man Kinder lobt für ihre Bemühungen und man sieht, dass sie in dem Moment ihr bestes gegeben haben,

dann macht man das, um ihr Bemühen weiter zu bestärken, damit sie nicht aufgeben! dann wird das Bemühen gelobt und mit Aufmerksamkeit beschenkt! Nicht der Misslungene Versuch. Das muss dann auch klar in dem Lob zum Ausdruck kommen!

Ich hoffe Du hast den Unterschied und die berechtigte Kritik jetzt verstanden!

LG

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Hallo putztiernur,

Wie heißt es doch in der Bibel so schön?

DER PREDIGER SALOMO (KOHELET)

Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu Jerusalem.Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.

Und so ist es halt auch bei den Menschen die nach Aufmerksamkeit suchen. Wenn dies allerdings zu viel wird und dem betreffenden oder der Gemeinschaft schadet, dann sollte da etwas getan werden, und dann heißt die Lösung natürlich Psychotherapie. Ist nicht immer ganz einfach, Narzissmus, wo das der dreh und Angelpunkt ist, ist ganz schwer zu therapieren. Und nicht vergessen: "Die beste Krankheit nutzt nichts". Wer also eine Krankheit möchte, ist schon behandlungsbedürftig, denn wenn er/sie die Krankheit als Ausweg sieht, dann ist schon einiges schiefgelaufen. Und natürlich hat für manche Menschen die Krankheit einen Nutzen, hör mal bei alten Leuten zu, wie die ihre Zipperlein pflegen. Der ganze Soziale Kontakt geht um die Zipperlein. Da ist kaum noch Platz für Konstruktives. Bei alten Leuten sieht das allerdings niemand als Problem an, weil das so weit verbreitet ist, aber bei jungen Leuten wird die produktive Leistung behindert, und da muss dann schon etwas getan werden. Und da Otto-Normalbürger nicht gelernt hat, vernünftig mit derartigen Leuten zu reden, müssen das halt ausgebildete Leute machen, also ab in die Therapie!

LG

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Hallo putzthiernur,

ich denke, dass die meisten, die Aufmerksamkeit wollen, auch wirklich ein Problem haben. Es ist eher die Fehleinschätzung vieler Leute hier, zu glauben, der Betroffene wäre ENTWEDER depressiv ODER aufmerksamkeitssüchtig. Ob jemand isoliert ist oder ADHS hat, all das kann man nicht einschätzen. Man sollte sich daher einfach immer auf den Menschen konzentrieren und ihm/ihr versuchen zu helfen. Vorrangig dadurch, dass man einfach sein Verständnis ausdrückt.

Ich persönlich empfehle eine Psychotherapie nicht immer, denn das macht überhaupt keinen Sinn. Wenn jedoch Symptome wie Müdigkeit, Lustlosigkeit oder Antriebslosigkeit + vorallem Suizidgedanken klar zu erkennen sind, sehe ich keinen Grund dazu, nicht auch diese Möglichkeit aufzuzeigen.

Natürlich ist es ein Problem, dass wir zu dieser Zeit einen Überschuss an möglichen Patienten haben und es dadurch auch in unserer Verantwortung liegt, nicht auch noch gesunde Menschen in Therapien hineinzureden. Andererseits ist eine Therapie für jeden Menschen sinnvoll, auch wenn dieser gesund ist, in den USA ist das häufig so üblich. Die Frage ist also: Sind die Leute es, die sich zu wenig Mühe geben oder ist es das System, dass verändert werden sollte (mehr Therapeuten)? Meine Antwort wäre also: Nein nicht nötig, aber sehr sinnvoll.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten, LG :)

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putzthiernur96 20.06.2017, 00:19

Dieser Gedanke kam mir eben auch, das jemand der durch negative Impulse Aufmerksamkeit erreichen will, der Gesellschaft schadet und somit vielleicht Therapiert werden sollte.

Ich finde bei persönlichen und psychischen Problemen es allerdings so schwer diese zu verändern, das ich eine Therapie für Sinnvoll erachte. Vor allem weil es nicht viel anderes gibt was man tun kann. 

Da hast du wohl recht, jeder hat so seine Fehler und Probleme und kann zur Therapie. Glaube eher das sich oft falsche Mühe gegeben wird die zum Beispiel das Aufmerksamkeitsproblem fördert.

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deephelp 20.06.2017, 00:25
@putzthiernur96

Hallo putzthiernur,

da Turbomann das Beispiel mit der Mutter und ihren Kindern gebracht hat, habe ich meine Aussage bereits revidiert, wie du unter seiner Antwort als Kommentar erkennen kannst. Ich wäre doch dafür immer Therapie zu empfehlen. Da wir aber ein knappes Angebot an Therapie haben, würde ich mir schlecht dabei vorkommen, wenn ein echter Betroffener keinen Platz mehr erhält. Daher mein engültiges Statement: Ja Psychotherapie nötig gesellschaftlich betrachtet. Aber ich würde es trotzdem nicht immer empfehlen. LG :)

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Barney123 21.06.2017, 10:46
@deephelp

Hallo deephelp,

denke mit Deiner Einstellung müsstest Du auch einmal eine Therapie machen, denn ein Therapeut kann nicht alleine entscheiden, ob eine Therapie notwendig ist, sondern muss die geplante Therapie bei der Krankenkasse beantragen. Sicherlich hat er einen Spielraum, aber ein verantwortungsbewusster Therapeut wird nicht einen wenig beeinträchtigten Patienten einem schwer gestörten vorziehen. Die Wartelisten der Therapeuten sind lang. Also scheinst Du da ein grosses Wissensdefizit zu haben und solltest die Beantwortung derartiger Fragen überdenken.

LG

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putzthiernur96 22.06.2017, 06:00
@Barney123

Eine Frage ist auch ob Therapeuten wissen was der Unterschied ist zwischen jemanden der tatsächlich Depressiv ist und jemanden der es nicht ist und ein anderes Problem hat. Habe das Gefühl das die das meist nicht wissen und so therapieren wie es durchschnittlich meistens hilft. 

Außerdem bitte freundlich bleiben. :)

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Barney123 21.06.2017, 10:42

Hallo deephelp,

ASHS hat nichts mit fehlender Aufmerksamkeit durch die Mitmenschen zu tun, sondern mit der Unfähigkeit des betroffenen, seine Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu fokussieren.

Wenn jedoch Symptome wie Müdigkeit, Lustlosigkeit oder Antriebslosigkeit + vorallem Suizidgedanken klar zu erkennen sind, sehe ich keinen Grund dazu, nicht auch diese Möglichkeit aufzuzeigen.

Und welche Möglichkeiten gibt es denn noch? ich kenne keine! Otto Normalbürger ist doch damit hoffnungslos überfordert und kommt mit Sprüchen, die nur mehr schaden und gar nichts nutzen! Mit

zu wenig Mühe geben

lässt sich eine Depression nämlich gar nicht erklären! Genau diese Fehlannahme macht es nämlich den von Depression betroffenen besonders schwer, aus ihrer verzwickten Lage wieder herauszukommen! Du scheinst also die Problematik hier gar nicht verstanden zu haben!

Ausserdem hat eine Depression mit einem Mangel an Aufmerksamkeit überhaupt gar nichts zu tun! Leute die auf diese Art es schaffen an Aufmerksamkeit zu kommen sind zwar krank, leiden aber in aller Regel nicht an einer Depression!

LG

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deephelp 21.06.2017, 21:32
@Barney123

Hallo Barney,

denke mit Deiner Einstellung müsstest Du auch einmal eine Therapie machen

Was glaubst du eigentlich wer du bist? Ich werde aufgrund dieser Beleidigung nur knapp auf den Rest eingehen. Dein Verhalten ist unglaublich destruktiv und respektlos.

denn ein Therapeut kann nicht alleine entscheiden, ob eine Therapie notwendig ist, sondern muss die geplante Therapie bei der Krankenkasse beantragen.

Das ist vollkommen irrelevant, denn es ging bei der Fragestellung um eine rein philosophische Frage! Außerdem hat die Krankenkasse häufig recht wenig Ahnung davon, was behandlungsbedürftig ist und was nicht. Aus diesem Grund müssen Therapeuten manchmal andere Diagnosen angeben, um einen Patienten, der dies benötigen würde, behandeln zu können. Sie haben also Spielraum.

ein verantwortungsbewusster Therapeut wird nicht einen wenig beeinträchtigten Patienten einem schwer gestörten vorziehen.

Ja, genau zu diesem Schluss bin ich auch gekommen. Genauso würde auch ich persönlich agieren. Nachzulesen in meinem Kommentar, falls du das zu schnell gelesen hast.

Die Wartelisten der Therapeuten sind lang.

Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Also scheinst Du da ein grosses Wissensdefizit zu haben

Nein habe ich nicht. Es handelte sich um eine philosophische Frage. Nämlich darum, ob Psychotherapie bei Aufmerksamkeitsproblemen nötig/angebracht wäre. Ich sehe das so.

ADHS hat nichts mit fehlender Aufmerksamkeit durch die Mitmenschen zu tun, sondern mit der Unfähigkeit des betroffenen, seine Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu fokussieren.

Da hast du völlig Recht. Ich habe mich aufgrund des Namens "Aufmerksamkeitsdefizit" verredet und einen Fehler gemacht. Entschuldigung für die Verwechslung, das war eine klare Falschaussage meinerseits.

Und welche Möglichkeiten gibt es denn noch? ich kenne keine! Otto Normalbürger ist doch damit hoffnungslos überfordert und kommt mit Sprüchen, die nur mehr schaden und gar nichts nutzen!

Es gibt die Möglichkeit einer Selbsthilfegruppe. Die Möglichkeit eines Klinikaufenthaltes. Die Möglichkeit einer reinen Medikation. Die Möglichkeit eines guten Freundeskreises und einer guten familiären Unterstützung. Dass du keine guten Freunde kennst, die sich dafür eignen, wundert mich bei deiner Cholerik und deinen zahllosen Unterstellungen nicht.

Bei der Stelle wo du irgendwelche 4 Worte von mir oder jemand anderem zitiert hast, kann ich nicht darauf eingehen, weil ich keine Ahnung habe worauf es sich bezieht. Ich habe auch gar keine Lust dazu. Ich kenne mich mit Depression sehr gut aus, sehe keinen dringenden Grund dazu, das vor dir rechtzufertigen.

Deine Worte bezüglich der letzten Generation kann ich unterstützen. Allerdings ist es trotzdem so, dass es Menschen JahrTAUSENDE ohne Therapie geschafft haben. Ich rede hier nicht nur von den letzten von Krieg und Armut traumatisierten Generationen. Der Krieg ist sicher nicht aufgrund mangelnder Psychotherapeuten entstanden. Solltest du auf einem konstruktiven Weg wieder ansprechbar sein, kannst du von mir weitere Kommentare oder PN-Kontakt erwarten. Bleibst du jedoch so asozial, empfehle ich DIR ein Therapie. LG

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putzthiernur96 22.06.2017, 05:40
@deephelp

Also für den einen Fehler den eher ich gemacht hab entschuldige ich mich. Ich habe das was ich unter Aufmerksamkeitsproblem gemeint habe nicht gut erklärt weil ich unkompliziert sein wollte. Ich meine wenn jemand durch negatives Verhalten (speziell durch Trügerisches Depressives Verhalten) Aufmerksamkeit will oder alles ähnliche das man so bekommt, also die allgemeine Manipulation durch einen negativen Impuls um etwas für den Betroffenen positives zu erreichen. 

Ich bin anscheinend selbst depressiv, bin/halte mich aber für intelligent genug, zu wissen das ich tatsächlich krank bin. Was ich im Gegensatz zu 90% der Depressiven die ich kennen gelernt habe, nicht erkennen konnte. Ich fühle mich auch nicht verblendet in meinem denken, nur kann ich mich nicht lange konzentrieren und verfüge nicht über den Allgemeinen Wissensstandard wie man vielleicht in der Schrift erkennen kann (wegen schulischen Problemen bzw. Isolation)... Ich habe meine "Krankheit" aber auch manchmal ausgenutzt um etwas zu bekommen, auch Aufmerksamkeit, was man natürlich auch verhindern sollte. Ich habe meine "Krankheit" nicht erfunden (manchmal aber größer dargestellt) nur um das zu bekommen was ich auch anders bekommen hätte können (durch positives). Ich habe meine "Krankheit" also ausgenutzt weil es gerade halt gepasst hat und ich wusste und gelernt habe das es eine starke Art der Manipulation ist. Außerdem hab ich mir das Verhalten von anderen angeblich depressiven abgeschaut. 

Im großen und ganzen hat die Gesellschaft selbst daran Schuld, das sie selbst zeigt wie man sie manipuliert und sie nicht dazu lernt. Darum ging es ja bei der Frage eigentlich, wie man sich konstruktiv verhält wenn man auf diese Menschen/dieses Verhalten trifft. Also stimme ich dir bei dem letzen Satz nicht zu Barney123. 

Ein Depressiver Mensch kann/wird die Manipulation nutzen als Nebenprodukt, auch für Aufmerksamkeit, weil Menschen (wie ich) es sich gerne leicht machen. Es gibt aber auch eben die Menschen (denen es vielleicht an Subjektivität fehlt?) die es als reines Produkt nutzen um das zu bekommen was sie wollen und manche gehen so destruktiv damit um, das ich es für wichtig halte, ihnen best möglich einen Weg zu zeigen sich konstruktiv anzupassen. Ich kannte fast nur junge Menschen die so handeln (bin selbst jetzt 19). Anscheinend müssen sie sich früher oder später sowieso anpassen. Man sollte auf jeden Fall das destruktive Verhalten auf die eine oder andere Art wenn möglich unterbinden, egal ob von einem depressiven Menschen oder einem der nur so tut.

Wichtig ist aber auch: man braucht auch als gesunder Mensch manche Dinge wie Aufmerksamkeit immer mal wieder, als Antrieb. Das soll man aber nur durch konstruktives/positives Verhalten bekommen (und ja auch wenn ein versuch eines Kindes nicht klappt, ist der Versuch konstruktiv und positiv).

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deephelp 22.06.2017, 06:11
@putzthiernur96

Hallo putzthiernur,

ich weiß nicht wie du jetzt zu der Auseinandersetzung zwischen mir und Barney stehst, ich werde jetzt einfach nur auf deinen letzten Kommentar eingehen, schließlich ist es ja auch deine Frage.

Ich habe deinen Text gelesen und kann dir großteils zustimmen. Ich würde es allerdings eher so ausdrücken, dass Depressive auch als solche behandelt werden wollen, wenn sie gerade keine Down-Phase haben. Das ist ja irgendwie auch verständlich. Außerdem kämpft ein Depressiver um Aufmerksamkeit, Anerkennung und Selbstbestimmung (Gegenteil traumatischer Erfahrungen) - es ist schon traurig, dass Depressive überhaupt darum kämpfen müssen. Ich habe in meinem Leben auch Depressive getroffen und bei mir war es eher so, dass 90% der Leute die ich getroffen habe, das auch wirklich waren. Ich denke in manchen Kreisen wird "Depression" umgangssprachlich falsch verwendet - als Synonym für Traurigkeit und Niedergeschlagenheit und daher die ganze Verwirrung. Die Leute die das Wort absichtlich missbrauchen, haben sicherlich einen Grund dafür. Genau dieser Grund ist meiner Meinung nach eine Therapie wert. Du hast Recht - für den Therapeuten wäre wichtig zu wissen, was zu behandeln ist. Ich habe noch niemanden getroffen, der depressive Symptomatik bewusst vortäuscht und lügt, ich denke eher, dass jedes Problem zu einer leichten depressiven Verstimmung führen kann (Beispiel: Liebeskummer). Ich weiß nicht genau, was du mit destruktiven Verhalten meinst, aber ich denke, dass man nicht gewaltsam etwas unterbinden sollte. Vielleicht stimmt ja auch einfach etwas nicht mit unserer Gesellschaft, wieso sollte man dann die Jugend zu Anpassung an die anderen und das bestehende System zwingen?

Sicherlich gibt es diese Menschen. Reines Aufmerksamkeitsproblem. Vorgetäuschte Krankheit. Die Frage ist: Wieso deckt ein Therapeut nicht mögliche Ungereimtheiten auf? Ich denke das ist eher am Geld festzumachen, das bei vielen meiner Meinung nach an erster Stelle steht. LG

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Barney123 22.06.2017, 10:21
@deephelp

Hallo deephelp,

Die Frage ist also: Sind die Leute es, die sich zu wenig Mühe geben .....

und ja, da frage ich mich schon, ob Du mit Deinem Urteil nicht viel zu schnell bist, denn eine Depression lässt sich nicht mit mehr Mühe geben kurieren! Die Therapie bestünde darin, dass Du lernst, Dich erst einmal gründlich zu informieren, bevor Du hier die Leute diffamierst, entsprechend reagierst Du auch ziemlich beleidigt, wenn Dir das hier jemand schreibt. Damit ist mein Verhalten eben genau nicht respektlos und destruktiv, sondern Deinem Verhalten angemessen, indem ich das anspreche, was ich aus Deinen Antworten lese! Zu Deiner Empfehlung einer Therapie: Hätte damit überhaupt kein Problem, könnte jeder nur dazulernen, nur leider, leider, leider muss ich Dir in einem Punkt Recht geben:

nicht auch noch gesunde Menschen in Therapien hineinzureden.

Meine Anmerkung dahingehend, dass Therapeuten nicht einfach jeden behandeln können bezeiht sich auf Deine Anmerkung

dadurch auch in unserer Verantwortung liegt, nicht auch noch gesunde Menschen in Therapien hineinzureden.

ist also eine Kritik an der Tatsache, dass Du hier versuchst den Eindruck zu erwecken, Therapeuten könnten behandeln wen sie wollten. Dabei hatte ich nie die Fragestellung im Blick, sondern nur Deine Antwort, zu der ich auch den Kommentar geschrieben haben. Das zumindest scheinst Du ja verstanden zu haben.

Aber Du reagierst ziemlich getroffen, ja übertrieben, das

Bleibst du jedoch so asozial,

kann ich leicht entkräften, der Begriff kommt urprünglich von einer Krankheitsbezeichnung, wird Heute nach mehrfacher Namensänderung als "Antisoziale PersönlichkeitsStörung, kurz APS bezeichnet, da gibt es genaue Kriterien, siehe hier:

https://goo.gl/wgAmND

kannst Du mir anhand der Kriterien einmal erklären, wie Du darauf kommst, mich als Asozial zu beschimpfen? Ist übrigens der Grund, warum der begriff in Dissoziale Persönlichkeitsstörung umbenannt wurde, weil der Begriff Asozial inflationär verwendet wurde.

Nun zur Sache:

Selbsthilfegruppen können nur Unterstützung leisten, eine Therapie können sie nicht ersetzen, da den Betroffenen in aller Regel das nötige Hintergrundwissen fehlt, um eine Therapie einzuleiten. Ein Klinikaufenthalt ist auch eine Therapie, kann aber aufgrund der Kosten nur die anfängliche Nothilfe leisten, eine längere Begleitung ist notwendig, die Patienten müssen lernen in ihrem gewohnten Umfeld zurechtzukommen. Medikation ist auch Nothilfe, eine Dauerhafte Änderung kann nur aufgrund einer Psychotherapie erfolgen, da in aller Regel auch Einstellungen betroffen sind, die in einer Therapie verändert werden müssen.

Das Problem des Freundeskreises habe ich bereits angesprochen, worauf Du sehr erbost reagiert hast, denn es hilft eben kein Bisschen, wenn Du zu dem Patienten sagst "reiß Dich gefälligst zusammen und gib Dir mehr Mühe!" Im Übrigen habe ich Dir nichts unterstellt, sondern alles mit Zitaten belegt! Du scheinst noch lesen lernen zu müssen und Dich daran erinnern, was Du geschrieben hast, damit Du meine Erwiederungen in meinen Kommentaren verstehen kannst. Und Cholerisch bin ich eher nicht, halte das, was ich geschrieben habe durchaus für sachlich, wenn ich auch Deine Mängel direkt anspreche.

Tatsächlich ist es so, dass es Therapien erst seit kurzem (bezogen auf die Menschheitsgeschichte) gibt. Aber das ist eine kulturelle Weiterentwicklung, genauso wie das Iphone. Es bringt Gewinn, wie Titelte doch Horst Eberhard Richter, Friedensnobelpreisträger und Psychiater und Psychotherapeut doch eines seiner letzten Bücher?

"Die Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar!"

Und die Jahrtausende davor war es halt nicht so lange friedvoll wie die letzte Zeit in Zentral-Europa. Da könntest Du mit Sicherheit auch nch etwas dazulernen. Übrigens bin ich konstruktiv immer ansprechbar, das habe ich Gutachterlich bestätigt bekommen!

LG

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Barney123 22.06.2017, 10:31
@putzthiernur96

Hallo putzthiernur,

Da habe ich Deine Frage schon richtig verstanden, also brauchst Du Dich nicht zu entschuldigen.

Zu Deinen anderen Ausführungen: Natürlich ist es ein Zeichen von Unreife, wenn jemand krankhaft nach Zuwendung sucht und diese dann auf diese Art dann auch findet, es ist ein Zeichen von Krankheit dessen, der die Aufmerksamkeit sucht -- aber auch wie Du richtig schreibst, derjenigen, die dann übermäßige Aufmerksamkeit geben. All das können die meisten Menschen aber nur in Therapie lernen. Manche sind aber auch in gesundem Zustand nicht in der Lage zu erkennen, dass sie manipuliert werden.

Es ist Ziel einer Therapie, dass sich der Aufmerksamkeitssuchende seiner Stärke bewusst wird und dann seine Energien konstruktiver und Gewinnbringender einsetzt und das destruktive Verhalten bleiben lässt. Deshalb ist eine Therapie schon angezeigt, weil es ganz einfach nicht möglich ist, alle Menschen dahinzubringen, dass sie derartiges Verhalten unterbinden könnten.

Und seien wir einmal ehrlich: Viele Menschen lassen wsich doch gerne manipulieren, dann müssen sie keine Verantwortung übernehmen sondern können die bequem an andere abschieben!

LG

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Es gibt für Menschen mit krankhaftem Aufmerksamkeitsdefizit und der Suche danach sogar eine Diagnose. Heute gibt es so viele davon.

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Barney123 21.06.2017, 10:48

Hallo Youareme

eine Diagnose. Heute gibt es so viele davon.

Was denn nun, eine oder viele?

LG

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Youareme 21.06.2017, 11:12

Ich meine 1 bestimmte die mir damit gerade einfällt aber wahrscheinlich noch mehrere dazu aber deren Namen sind mir nicht bekannt.

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