Behandelt ein Chefarzt ausschließlich Privatpatienten oder hat man evtl. auch als Kassenpatient die Ehre

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10 Antworten

Der Chefarzt behandelt nicht nur Privatpatienten, ist jedoch unterschiedlich, hängt davon ab, wieviel Personal er zur Verfügung hat, welche Fachrichtung, wieviel Privatpatienten er hat und vielen anderen Faktoren. Fakt ist, daß man als Nichtprivatversicherter keinen Anspruch darauf hat, wenn keine Oberäürzte da sind (z.B. Urlaub) wird man ihn aber täglich sehen.

Der Chefarzt hat mich vor ca einem Jahr am Fuß operiert. Ich wollte gerne zuschauen. Er hat dafür gesorgt, dass ich einen Monitor vor der Nase hatte und hat mir während der OP alles ganz genau erklärt. Als ich ein paar Wochen später im Krankenhaus zu einem Krankenbesuch war, habe ich ihn getroffen. Er hat mich sehr freundlich begrüßt und gefragt, wie es mir ginge und ob nach der OP alles in Ordung sei.

Ich wurde nach einem Unfall auf dem Heimweg vom Geschäft vom Chefarzt behandelt, weil dann in diesem Fall der Verletzte über die BG (Berufsgenossenschaft) versichert ist. Normalerweise bin ich auch nicht privatversichert. das war schon ein Luxus,...

Was war denn daran anders oder Luxus??

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Ich bin gesetzlich versichert und seit 2012 Patient vom Chefarzt. Die anderen haben eigentlich garnichts mit mir zu tun. Wenn ich in die Ambulanz geschickt werde, sagen die dann immer gleich wenn der Chef nicht da ist. Natürlich gibt es auch einen,z.B. ein Facharzt in dem Team wo sauer ist und nicht einsehen möchte, dass ich vom Chef behandelt werde. Das kam alles zwischen meinem Hausarzt und ihm zustande.

Das kommt ganz auf die Klinik an. Es gibt Kliniken, wo die Chefärzte zu jedem Patienten kommen, es gibt aber auch welche, da hat man den Eindruck es ist eine Qual für den Chefarzt, überhaupt noch mit Patienten Kontakt zu haben.

Kann auch passieren, dass man als Kassenpatient mal das Glück hat. Mein Schwager wurde sogar schon 2mal vom Chefarzt persönlich operiert.

da hat er aber echt Glück gehabt, weil die Ärzte sind da ja echt so unverschämt und suchen sich dann raus, wen sie operieren wollen oder nicht....

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@Pusteblume1

Der Chefarzt ist echt in Ordnung. Der besuchte ihn dann sogar öfter einfach so auf dem Zimmer.
Gibt halt solche und solche.

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@Pusteblume1

Man muss bei all dem berücksichtigen, dass ein Arzt der einen Privatpatienten behandelt, mehr Honorar für seine Leistungen bekommt, als bei einem normalen Kassenpatienten. Nur ein Beispiel aus meiner Erfahrung. Hatte ir das Sprunggelenk gebrochen und ging in die Notaufnahme der Klinik. Dort wurde zunächst geröngt. Danach musste ich zu einem Bereitschaftsarzt, der mir einen Termin für eine OP gab. Dieser Termin lag innerhalb eines Zeitraumes von 3 Wochen. Während dieser Zeit sollte ich einen Gips bekommen. Als ich dem Arzt sagte, dass ich Privatpatient bin, hatte ich schon für den nächsten Tag einen OP Termin. Ob man da auch immer vom Chefarzt persönlich operiert wird, ist eine andere Frage. Das bekommt man in aller Regel bei der OP nicht mit. Was sicher ist, ist die Tatsache, dass man vom Chefarzt die Rechnung bekommt. Mir ist es im Grunde egal, wer die OP durchführt.Hauptsache ist, dass nach der OP alles in Ordnung ist..

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Nirgends steht geschrieben, dass Chefärzte nur Privatpatienten behandeln wollen/sollen/müssen/dürfen.

Abgesehen davon, dass die Ärzte mit ihrem Dingsbums-Eid geschworen haben, allen Kranken zu helfen, bin ich immer froh, wenn mich kein Chefarzt zu packen bekommt, da die Assistenzärzte bis max. Oberärzte meist mehr Praxis haben und weniger auf Kongressen und auf Konferenzen rumhocken. ;-)

Natürlich steht's nirgends geschrieben - aber Geld braucht der: Geld! Status und so....

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Lies mal "Das Ärztehasserbuch". Danach hast Du keine Sehnsucht mehr nach dem Chefarzt.

Genau!

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Ich würde da gar nicht so viel Wert drauf legen. Die sind oft Arogant und unfreundlich.

Wenn Dein Leiden von wissenschaftlichem Interesse ist - dann kommt auch der Chefarzt zu Dir, lieber Kassi....

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