Begünstigte Korrosion bei Kontakt unterschiedlicher Metalle?

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4 Antworten

Würde ich auch sagen. Am sichersten fährt man auf Dauer mit dem selben Metall bei beiden Elementen. Gerade bei Verbindungen im Audiobereich würde ich da nicht am falschen Ende sparen.

Heyhey, demnach eher mit einer Nickel/Nickel Verbindung als Goldstecker und Nickelbuchsen?Denn in nahezu allen Geräten (Instrumentenverstärker, Effektgeräte, Instrumente, ...) sind eh Nickel Buchsen verbaut. Danke schonmal!

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Ich habe nun in einem Forum gelesen, dass bei dieser Kombination die Gefahr größer ist, dass die Nickelbeschichtung korrodiert als bei einer Steckverbindung welche beidseitige Nickelbeschichtung aufweist.

Das ist so richtig. Die Begründung dafür findest Du in der elektrochemischen Spannungsreihe.

Wie Zoelomat richtig bemerkt hat, bewirkt der Potentialunterschied bei den hier genannten Metallen aber überhaupt nix, wenn kein Korrosionsmedium anwesend ist.

So lange Dir also nicht die Gäste ihre Getränke in Dein Musikequipment kippen, passiert da nix.

Haha, tausend Dank für deinen Kommentar!

Ich glaube wenn mir jemand meinem Equipment ein Getränk "serviert" ist das das geringste Problem... :)

Also reicht nach deinem Kommentar die Luftfeuchtigkeit und der Salzgehalt (Schweiß, heiße Clubs) nicht aus um diesen Effekt auszulösen?

Und generell könnte man demnach sagen dass der Goldstecker hier weder nachteilig noch von besonders großem Vorteil ist was den Kontakt(Übergangswiderstand) betrifft. Sehr wohl aber was den Umstand angeht, dass er eben NICHT korrodiert .-Zumindest solange die Vergoldung nicht abgerieben ist. (Stecker rein/raus/rein/raus...)

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@Dankbar1981

Du lagerst das Equipment ja nicht permanent in so einer feuchten Umgebung, ne? Und wenn Du das ab und zu sauber machst und ned gerade jemand was drauf kippt und Du es dann ungeputz in die Kammer stellst bis zum nächsten Gig, dann passiert da auch nix.

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Ich denke, das kann man so stehen lassen. Immer wenn verschiedene Metalle Kontakt haben, entstehen galvanische Elemente, die durch Feuchtigkeit und Elektrolyte wie z.B. salziger Körperschweiss begünstigt werden. Wenn man nicht ständig mit den Fingern am Stecker herumgrabscht, sollte sich die Korrosion bei Goldbeschichtung kaum bemerkbar machen. Gold hat nun mal eine unbestechliche Stromleitfähigkeit.

Hey, allein deinem Nicknamen vertrau ich schonmal blind :D

Bei der Goldbeschichtung macht sie sich nicht so deutlich bemerkbar, bei der Nickelbeschichtung der Buchse aber dafür umso mehr(mehr als bei einer reinen "Nickelbuchse/Nickelstecker" Verwendung)?

Und die Leitfähigkeit kann man demnach vernachlässigen weil es sich ja nur um einen (einseitig eingesetzten) Stecker handelt und nicht um ein komplettes Goldkabel. Richtig?

Sprich hat hier die Nickel/Nickel Verbindung entgegen aller Mythen im Rennen mit der Nickel/Goldverbindung den Kopf vorne? Vielen Dank!!!!!

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@Dankbar1981

Ich bin kein HiFi-Fachmann, aber meines Wissens sorgt die Goldbeschichtung für eine bessere wackelfreie Kontaktierung. Nur darum geht es, nicht um komplett goldene Kabel. Was jetzt HiFi-technisch wirklich besser ist, darüber kann man seitenweise HiFi-Magazine durchlesen, wahrscheinlich ohne eine wirklich objektive Antwort zu bekommen.

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@alchemist2

Hey nochmal. Da es sich hier nicht um den HIFI Bereich sondern um den Instrumentenbereich dreht (sorry, hätte ich gleich schreiben sollen) sind hier minimal bessere Leitereigenschaften völlig irrelevant.

Es ging lediglich um den Nachteil der schnelleren Korrosion einer der beiden Kontakte. Und das obwohl Gold da eigentlich nicht von betroffen ist. Sondern eher schneller für eine schlechten Kontakt sorgt als eine beidseitige Nickelbeschichtung.

Das wäre jetzt meine These zu dem Thema.

Kann man das so stehen lassen?

Die bessere wackelfreie Verbindung war mir auch neu. Wieder was gelernt. :)

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Hi Dankbar!

Ansch-Heinz bin ich der einzige, der deine Frage nicht ernst nimmt. Solange du nicht in Feuchträumen hantierst, ist Galvanik einfach lachhaft.

Da ist es eher die mangelhaft definierte Kontaktfläche samt Anpressdruck, die USB zu einem Fall für Seismologen macht.

Es gibt immer einige, die dankbar sind, wenn du ihnen dein sauer verdientes Geld in den Rachen schmeißt.

Und ich will dir nicht den Abend retten, und auch nicht das Wochenende, sondern dir für die nächste Woche was zu denken geben.

Gruß, Zoelomat

Hey Zoelomat, danke. Um was zu lernen bin ich hier! :)

Ich muss vielleicht dazu schreiben dass es sich schon um recht feuchte Angelegenheiten handelt. Schweiss etc. auf Bühnen. (Viel Schweiß und in Clubs hohe Luftfeuchtigkeit...)

Ich möchte für mich nur mit Mythen aufräumen.

Du sagst also: Das Gold fördert nicht die Korrosion des Nickels und hat demnach seinerseits den Vorteil dass es selbst eben nicht korrodiert.

Also (abgesehen von der zu vernachlässigen besseren Leitfähigkeit) durchaus zu empfehlen?

Grüße und danke für dein Feedback.

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@Dankbar1981

Hi Dankbar,

es ist eher ungewöhnlich, dass sich Frageller dankbar zeigen, wenn ich eher querschieße.

Aber so die allgemeine Lebenserfahrung betrachtend ist es nie die Chemie oder gar Physik, sondern eher die mangelnde Mechanik, die den Kontakt unterbricht.

Bevor die Potis im Verstärker rebellieren, sind schon Jahrzehte heftigen Rauchens nötig. OK, das ist jetzt mein Kampf, obwohl noch eine Antiquität in Reserve habe.

Und zusammenfasend: Mal einmal im Jahr einen feuchten Lappen rüberwischen, das reicht. Meine Waschmaschine arbeitet seit 25 Jahren ohne Reparatur oder Wartung, Reinigung des Flusensiebs ausgenommen, so ein mal pro Jahr., wenn's hoch kommt.

Und vor dem Neukauf kommt immer noch das Schmirgelpapier. Hab es nie gebraucht, aber es wäre meine erste Wahl, wenn ich es bräuchte. Und wenn die Hersteller die Kontakte verbergen, hilft Neukauf oder Trotz, jedenfalls eher Mechnik als Chemie.

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