Begünstigte Faktoren Luftembolie?

1 Antwort

Eine Luftembolie entsteht, wenn sich größere Mengen Luft durch die Venen im rechten Herzen sammeln und dann in die Lungenarterien oder paradox in die Hirnarterien abgehen.

Damit sich Luft im rechten Herzen sammeln kann, muss entweder Luft eingespritzt werden, oder sie wird angesaugt. Dies kann durch Venenkatheter entstehen oder durch Operationen mit Eröffnung von Venen oberhalb des Herzniveaus, z.B. bei neurochirurgischen OPs in sitzender Lagerung. In den Venen oberhalb des Herzniveaus herrscht leichter Unterdruck, so dass Luft angesaugt werden kann.

Egal wie die Luft jedenfalls in die Venen kommt, sie wandert ins rechte Herz und kann dann von dort aus Arterien verstopfen.

Durch Kopftieflage und Linksseitenlage verhindert man nicht, dass Luft in die rechte Herzkammer gelangt. Weiterhin gilt, dass bei Unterdruck in den Venen oberhalb des Herzniveaus Luft angesaugt werden kann. Aber: Luft steit bekanntlich nach oben. Man rechnet sich daher aus, dass in Linksseitenlage mit Kopf nach unten die Luft sich im rechten Herzen im Bereich der Herzspitze sammelt und nicht so leicht in die Arterieb gelangen kann, denn diese befinden sich in der genannten Lage "unten". Natrlich kann trotzdem durch ein kräftig schagendes Herz Luft in die Arterien kommen, aber einen Versuch ist es allemal wert, die Wahrscheinlichkeit für eine Luftembolie zu senken.

Was möchtest Du wissen?