Würdet ihr den Schakal begrüßen?

Das Ergebnis basiert auf 33 Abstimmungen

Ich hab meine Bedenken dazu 42%
Der Schakal soll hier leben 39%
Andere Antwort 18%

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich hab meine Bedenken dazu

Ich sehe das eher kritisch, weil neue Arten heimische Arten verdrängen könnten, wenn sie dieselbe ökologische Nische besetzen. Man sieht es z.B. in Großbritannien, wo das Nordamerikanische Grauhörnchen unser heimisches, Europäisches rotes Eichhörnchen fast vollkommen verdrängt hat. Ob der Goldschakal sich gegen Wolf oder Rotfuchs durchsetzen kann, weiß man natürlich noch nicht, ich würde es aber lieber nicht riskieren, auch, weil dann neue Probleme mit Schafsrissen, dem Bundesjagdgesetz und dem Menschen (vor allem in Städten) auftauchen könnten.

Es ist vom Naturschutzgesetz her absolut verboten, nicht heimische Tiere aus- bzw. anzusiedeln.

Sollte der Schakal also in Deutschland "angekommen" sein, dann wird sehr schnell dafür gesorgt werden (müssen), dass er Deutschland wieder verlässt.

Die heimische Natur ist auf fremde Tierarten überhaupt nicht eingestellt - wie viele Probleme das geben kann, sieht man bereits an den Schwarzmeergrundeln im Rhein, an den Sonnenbarschen in vielen Gewässern etc.

Es muss also auf jeden Fall verhindert werden, dass invasive Arten, die die einheimische Tiere und Pflanzen verdängen können, sich dauerhaft bei uns festsetzen. Denn dann sind sie kaum mehr auszurotten.

Natürlich gibt es auch Beispiele, wo es zu keinen nennenwerten Problemen gekommen ist, wie z.B. die Flamingos im Zwillbrocker Venn in NRW.

Aber Raubtiere werden da sicher eher zu den problematischen Arten gehören ....

Ich hab meine Bedenken dazu

Ich habe bedenken, weil er - ähnlich dem Fuchs - ein Generalist und Pragmatiker ist.

Ein weiteres Raubtier, das teilweise in ihrer Existenz bedrohte Tierarten in Deutschland als Beutetier nutzt. Und das zudem hier keinerlei natürliche Feinde hat.

Das würde bedeuten, dass wir den Schakal (so wie den Fuchs) hier stark in der Menge begrenzen und jagen müssten, um diese anderen Wildarten zu erhalten. Und da sehe ich bereits das Konfliktpotential mit Teilen der Bevölkerung, die von diesen Zusammenhängen nichts wissen, die Tiere nur nach "Niedlichkeit" beurteilen und es erst einmal "toll" finden, wenn sich eine weitere Art hier ausbreitet.

Die Probleme und Diskussionen mit unverständigen Mitbürgern haben dann irgendwann wieder diejenigen am Hals, die per Gesetz verpflichtet sind einen artenreichen, gesunden und mengenmäßig angepassten Wildbestand zu erhalten (die Jäger).

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin Jäger
Ich hab meine Bedenken dazu

Hier nicht heimische Arten können Probleme verursachen. Bei uns gibt es mittlerweile sehr viele eingeschleppte Arten Kaninchen, Fasan, Goldfisch, Bisam, Damhirsch, Mufflon, asiatischer Marienkäfer, Kanadagans, Manadrinente, Trauerschwan , Nandu, Schmuckschildkröte, Marmorkarpfen, Nilgans, Nutria, Wanderrate, Waschbär, Mink, Regenbogenforelle, asiatische Hornisse alles bei uns eingeschleppte Arten. Einige davon richten schaden an oder verdrängen heimische Arten . Es braucht da nicht noch mehr hier nicht heimische Arten

Der Schakal soll hier leben

Wir haben in vielen Jahren nicht einheimische Tiere hier angesiedelt und auch Pflanzen, die uns nun Probleme bereiten. Zum Glück gibt es Jäger und Pelzträger, so werden bei Gefahr solche Tiere nicht mehr in der Fauna zu finden sein, wenn sie Probleme bereiten.

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