Begriff Erklärung DNA-Methylierung und Histon

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

DNA Methylierung: an bestimmten Stellen der DNA (CpG Inseln) wird an Cytosin ein Methylrest angehängt. Dadurch wird die DNA zu sperrig für Enzyme, die sich auf der DNA entlang bewegen müssen, um ihre Arbeit zu verrichten. Im Klartext sind die DNA-Polymerase behindert und fallen von der DNA ab.

Histon: ein Proteinoktamer mit vielen positiv geladenen Resten an den Proteinschwänzen. Dadurch lagert sich die negativ geladene DNA dicht an das Histon und kann auf relativ engem Raum zusammengepackt werden. Nun sind die DNA Polymerasen schon wieder behindert, diese großen Enzyme finden einfach keinen Platz.

Beides führt also auf epigenetischem Weg zur Stilllegung der Gene.

Methylierung von DNA an z.B. Cytosin-Resten spielt eine Rolle bei der Genregulation, vor allem bei der normalen embryonalen Entwicklung. Genomisches Imprinting, X-Chro- mosom-Inaktivierung, Chromatin-Modifikationen und die Inaktivierung endogener Retroviren hängen vom Erstellen und Erhalten passender Methylierungsmuster ab. DNA-Methylierung ist genspezifisch und tritt im gesamten Genom auf. Sie wird durch ein System von Enzymen vermittelt: Methlytransferasen. Man kann nach ihrer Grundfunktion zwei Arten von Methyltransferasen unterscheiden: Erhaltungs-und de novo-Methylierung.

Histon =Basische chromosomale Proteine in Chromosomen von Eukaryoten. Histonproteine (Histone) können sich wegen des hohen Anteils positiv geladener Aminosäuren (Lysin und Arginin) stabil an die negativ geladene DNA binden. Sie bilden ein Grundgerüst (Nukleoson), um das die DNA herumgewunden ist. Dabei liegen innen die AT-reichen Abschnitte der kleinen Furche in besonders enger Beziehung zum Nukleosom. Auch sind sie entsprechend ihrer wichtigen Rolle für eine geordnete Anordnung der DNA evolutionär hoch konserviert.

Was möchtest Du wissen?