beginnende Demenz und keine Krankheitseinsicht - was tun als Angehörige?

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7 Antworten

Das ist leider ein mühsamer Hürdenlauf. Geschäftsunfähigleit wirst du erst bestätigt bekommen, wenn es zu spät ist, dabei könnten die richtigen Medikamente den Krankheitsverlauf, zwar nicht stoppen, aber erheblich hinauszögern.

Ich musste das mit ansehen, wie man - in einem Ort wo jeder jeden kennt - den Angehörigen nur Steine in den Weg gelegt hat. Auch die niedrigste Pflegestufe kostet Geld und wird deshalb nicht freiwillig genehmigt.

"Beginnende Demenz" ist eine sehr vage Diagnose und umschreibt kein genaues Krankheitsbild. Das kann von leichten Durchblutungsstörungen bis Alzheimer gehen. Was wirklich dahinter steckt ist schwer zu sagen, wenn der Arzt nicht bereit ist, mit dir zu sprechen. Die regelmäßige Einnahme der Medikamente ist natürlich sehr wichtig.

Vielleicht ist deine Mutter augenblicklich nur geschockt und die Situation bessert sich. Möglicherweise kann trotz Fehlen einer Pflegebedürftigkeit eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt werden. Dann könnte sie Unterstützung von der Pflegeversicherung bekommen.

Ich würde empfehlen, kostenlos einen Pflegestützpunkt aufzusuchen. Dort kann man sicher weiterhelfen:

http://gesundheits-und-pflegeberatung.de/html/pflegestutzpunkte.html

Danke für die Antworten.

Marklagerveränderungen war die Diagnose.

Ich war bei einer Beratungsstelle. Man sagte es gebe niedrigschwellige 'Pflegeangebote' Angebote für den Einstieg. Zum Bsp. Pfleger die nur zur Medikamentengabe vorbeikommen. Das müsse der Arzt verordnen. Der Arzt sagt aber soetwas sei ihm nicht bekannt und zudem müsse meine Mutter selber.. Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Mir würde es ja ersteinmal reichen wenn man ihr Medikamente verschreiben würde, die den kognitiven Verfall etwas verzögern. Aber ich kann weder den Arzt noch meine Mutter zwingen. Heisst das nun ich kann einfach nur zuschauen?

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@TillyMasterson

Eine Marklagerveränderung ist eine sehr unspezifische Diagnose. Es kann sich um normale altersbedingte Veränderungen, Auswirkung von Bluthochdruck oder auch um Alzheimer handeln. Sinnvoll wäre es, vom Krankenhaus die Grundlage (MRT?) der Diagnose zu bekommen und damit zu einem Neurologen zu gehen. Vielleicht ist alles ganz harmlos oder durch Medikamente in den Griff zu bringen.

Die Medikamentengabe kann durchaus über die Behandlungspflege von einem Arzt verschrieben werden. Es könnte natürlich sein, dass dann die Krankenkasse Schwierigkeiten macht, was der Hausarzt vermeiden will. Eine weitere Rücksprache mit der Beratungsstelle würde Sinn machen. Vielleicht kann man dir dort auch einen guten Neurologen empfehlen.

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@TillyMasterson

ich schon wieder.

1.Wechsel den Hausarzt.

2.Die niedr.Schwelligen Betreuungsleistungen sind eine tolle Sache und stehen euch zu. Ihr habt Entlastung und die Mutter hat eine sinnvolle Beschäftigung. Dafür brauchst du nicht den tollen Hausarzt, sondern rufst einfach bei der Kasse an, die schicken dir einen Antrag und los gehts.

Wenn du in Essen lebst, melde dich bei mir:

Neues Projekt in Essen Gedächtnistraining bei Demenz von den Kassen finanziert.

  1. Ansonsten zum Pflegestützpunkt in deiner Stadt, dir steht einiges zu.

LG und viel Kraft

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Moin Moin Mariechen. Wende dich an eine spezielle Demenzstelle,also eine Einrichtung der Stadt oder Landratsamtes wie hier in Bayern bei uns,dort wird dir geholfen,aufgeklärt über Pflege,Rechte,Schulung mit Umgang mit Demenz,usw.... Für Personen bei denen man Demenz feststellte,ändert sich ihr Leben schleichend aber stetig,daß hast du ja schon auch selbst bemerkt mit der Schusseligkeit etc.... aber nur ein aufgeklärtes Umfeld in der Familie kann die Reaktionen der dementen Person verstehen und kann handeln ohne verunsicherung. Pflegestufeneinteilung wirst du denke ich jetzt am Anfang noch nicht bekommen,da muss erst ein Gutachten her wo ein Arzt erstellt,also allein die Diagnose reicht noch nicht für Pflegestufenbezug.Wie gesagt wende dich an solche Demenzkonzepte die jeder Landkreis erstellt hat,da wird dir fachlich gut weitergeholfen... Gerne mehr per PN lg Watzmann71

Hallo, Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir geht. Versuche am besten erst eine neutrale Person zu deiner Mutter zu schicken, die ihr versucht alles zu erklären. Diakonie oder Sozialstationen, oder sprich mit dem Arzt. Du als Tochter willst ihr nur etwas..... Sie braucht Zeit, aber auch Beratung von Außerhalb. Wenn alle Stricke reißen, geht nur der Gang zum Gericht.Aber vorher solltest du jemand neutralen zu ihr schicken.Vielleicht hilfts.

LG

da kannst du jetzt noch gar nichts tun, denn solange sie sich um sich selbst kümmern kann ist sie im recht. du müsstest sie vom gericht entmündigen lassen aber das wäre jetzt überhaupt nicht korrekt

Also ich denke du übertreibst schon. Halte mal den Ball flach. Stell Dir mal vor, deine Tochter würde dich so überrennen. Kannst dich ja mal beraten lassen, Caritas, Diakonie aber erstmal nicht die Pferde scheu machen. Deine Mutter hat Angst, das ist alles! Sie braucht jetzt viel Zuwendung!!

  1. keine Chance

  2. Keine Chance

  3. Abwarten.

Rede mal mit Ihr, wofür eine Patientenverfügung gut ist. Da gibt es Broschüren zum Downloaden. Sag Ihr, dass sie später künstlich ernährt wird, wenn sie so etwas nicht hat.

Die arme Frau! Das kann man auch anders angehen!

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@Mariechen11

Also manchmal hat man das Gefühl es geht hier gerne auch mal um das Bedürfnis zu maßregeln und nicht umhilfréiche Antworten. Natürlich bin ich nicht komplett Sozialinkompet - wie das hier so pauschal signalisiert wird. Ich habe vorsichtig mit ihr gesprochen, ihre Angst ist mir bewußt und ichhabe sie lange beobachtet und und und. das lässt sich doch hier bei einer Fragestellung garnicht alles darstellen. Aber ich hätte schon gerne, dass sie eine darauf ausgerichte Beobachtung und ggf Behandlung erfährt. schliesslich ist sie in Gefahr, wenn sie die Tabletten zunehmend verwechselt, den Herd nicht ausmacht, wöchentlich den Schlüsseldienst holen muss etc. Stellenweise vergisst sie meinen oder des Enkels Namen. Da kann man doch nicht einfach sagen, ich bin grundlos panisch und unemphatisch. Aber bloß zusehen oder Entmündigung als Endkonsequenz..Ihr würdet doch bei Euren Eltern auch nicht einfach zuschauen ob was passiert.

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@TillyMasterson

du hast Recht, wer selbst demente Angehörige hat, sieht alles ganz anders. Theorie und Praxis.

Versuche dir Hilfe und Infos bei diesen Pflegestützpunkten zu holen.

Es gibt wirklich einiges was euch zu steht. LG

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