Befristetes Arbeitsverhältnis mit möglichkeit in ein unbefristetes arbeitsverhältnis

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4 Antworten

Es gibt befristete Arbeitsverträge mit Sachgrund und Befristungen die ohne Sachgrund mit dem angegebenen Datum enden (was wohl bei Dir der Fall ist). Außerdem sind befristete Arbeitsverträge nur kündbar wenn dies ausdrücklich vereinbart ist oder ein entsprechender Tarifvertrag Anwendung findet.

Der Vertrag ohne Sachgrund endet mit Erreichen des angegebenen Datums automatisch. Ob der Vertrag dann verlängert wird oder Du einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommst, weiß heute noch niemand. Der AG hat genug Zeit sich das zu überlegen. Festgelegt wird so eine Zusage bestimmt nicht und auf mündliche Versprechungen sollte man sich nicht unbedingt verlassen. Wichtig ist noch, dass Du Dich spätestens drei Monate vor Ablauf der Befristung bei der Agentur für Arbeit meldest. Das kannst Du Dir nur sparen, wenn Du bis zu diesem Termin eine Verlängerung oder einen unbefristeten Arbeitsvertrag schon unterschrieben hast.

Überlegen Sie warum das Unternehmen befristete Arbeitsverträge bietet .

Branchenspezifisch gibt es viele Betriebe die kein festes Auftragsvolumen über 38 Monate haben, also das volle Personal nur temporär beschäftigen und entlohnen können . Sie bekommen einen befristeten Anstellungsvertrag , andere Betriebe nehmen Zeitarbeiter . Sehen Sie den Vorteil ? Läuft es gut , wird es besser für Sie .

"Hexle2" hat schon Wesentliches ausführlich und zutreffend dargestellt.

Die Befristungen bei Arbeitsverträgen sind allerdings oft unwirksam, weil gewisse Formvorschriften nicht eingehalten werden - daher ist immer zu prüfen, ob die Befristung wirksam ist oder nicht und ob eine Befristung während der Vertragsdauer durch Formfehler des Arbeitgebers unwirksam wird:

Sie wäre nicht (mehr) wirksam wenn:

a) Der Vertrag nicht schriftlich geschlossen wurde

b) Der Vertrag erst nach Arbeitsaufnahme unterschrieben wurde

c) Wenn eine Änderung in einem wesentlichen Vertragspunkt während der Befristung vereinbart wird und keine neue separat unterschriebene Befristungsabrede unterschrieben wird (z. B. Veränderung der Arbeitszeit oder eine Lohnerhöhung, die nicht durch Tarifparteien vereinbart wurde).

In diesen Fällen kann nach Ablauf der Befristung (bei Nichtübernahme) Befristungskontrollklage beim Arbeitsgericht eingereicht werden - das brauchst Du also jetzt noch nicht machen, falls einer der obigen Punkte zutrifft - erst abwarten, ob eine Übernahme stattfindet oder nicht.

Es spielt keine Rolle, weil ca. 99,9999 % überhaupt nicht daran denken Dich später zu übernehmen, sondern nur wollen daß Du Dich mehr ins Zeug legst.

Woran Du unbedingt denken solltest: Weiter suchen, weiter bewerben!

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