Befristeter Arbeitsvertrag ohne Fristangabe.

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6 Antworten

Unterschreib den Vertrag und harre der Dinge die da kommen wollen.

Wie schon ausgeführt entsteht durch den fehlenden Zeitraum bzw Enddatum ein unbefristeter Vertrag. Wenn der Betrieb das beizeiten mitbekommt kann er allerdings auch wieder kündigen.

Ich denke er kann hier im ersten halben Jahr Deiner Zugehörigkeit ohne Probleme eine Kündigung aussprechen.

Erst wenn der Betrieb den Vertrag nicht verlängern will kannst Du darauf bestehen, einen unbefristeten Vertrag zu haben und das Ganze mit einer Entfristungsklage auch durchsetzen.

Allerdings würde ich auch keine Verlängerung mit Frist unterschreiben, das Gericht würde dann nur den letzten Vertrag auf Gültigkeit überprüfen.


Voraussetzung ist natürlich das der Betrieb diesen Fauxpas nicht bei der Unterschrift noch bemerkt.

Bei einer kalendermäßigen Befristung endet das Arbeitsverhältnis mit Erreichen der Dauer (wenn kein Datum angegeben wurde), für das es eingegangen wurde, oder mit Erreichen des vereinbarten Enddatums.

Wenn - wie hier in Deinem Fall - bei einer kalendermäßigen Befristung weder Befristungsdauer noch Befristungsende angegeben worden sind, dann ist wegen Mangels bei der Schriftformerfordernis eben kein befristetes, sondern ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden.

Du solltest in diesem Fall aber besser erst einmal "die Füße still halten", denn bei einer unwirksamen Befristung wegen dieses Mangels kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nach Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 16 kündigen: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tzbfg/gesamt.pdf

Zum Ende eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrags steht im § 15 Abs.(1) TzBfG:

Ein kalenmäßig befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit.

Da im vorliegenden Arbeitsvertrag aber keine Zeit für das Ende der Befristung angegeben wurde,dürfte es sich hier um eine unwirksame Befristung handeln.(siehe § 16 TzBfG).

Der Arbeitsvertrag gilt somit als auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die Beratung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht halte ich aber für zweckmäßig.

Hier erst mal die juristische regelung, Abs 2 lesen.

http://www.gesetze-im-internet.de/tzbfg/__14.html

Ansonsten hinfahren und nachfragen, darum bitten, dass das VOR deiner Unterschrift eingesetzt wird.

XTheCollectorX 26.07.2013, 09:52

Das hab ich schon alles gelesen... Es geht darum, das beide Parteien den Vertrag jetzt so wie er ist unterschreiben, und das er dann aufgrund des Fehlers nicht befristet, sondern unbefristet gilt.

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Maximilian112 26.07.2013, 14:35

darum bitten, dass das VOR deiner Unterschrift eingesetzt wird.

da wär er aber schön blond.

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nein, er dreht dir einen strick daraus, indem er ein Datum seiner Wahl einträgt, nachdem du unterschrieben hast

Ist glaub ich geregelt auf 1 Jahr oder sowas.. aber wenn das im Vertrag nciht drin steht .. hat der Arbeitgeber echt freie Wahl.. unterschreib nichts bis da was fest steht.. diskutier das aus!!

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