Befristeter Arbeitsvertrag läuft aus mit Urlaub. "Ordentliche Arbeitsbeendigung?

4 Antworten

Wenn Du jetzt noch 25 Urlaubstage hast, solltest Du diese beantragen. Da Freizeitausgleich vor Abgeltung geht, darf der Betrieb Dir den Urlaub nur dann verwehren, wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen.

Urlaub der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann ist nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz abzugelten.

Einen unbefristeten Arbeitsvertrag hast Du nur, wenn Du einen unbefristeten Vertrag bekommst oder der AG Dich nach Ablauf der Befristung wissentlich arbeiten lässt. Es reicht hier aber nicht der unmittelbare Vorgesetzte (z.B. Schichtführer, Vorarbeiter).

Ich bin mir bicht sicher aber wir hatten schon mehrere fälle wo 3-4 Urlaubstage verfallen sind. Es waren zwar keine Zeitverträge aber bei uns z.B. Kann man die Urlaubstage mit ins nächste jahr nehmen. Bis ende februar muss man sie aber nehmen. Sonst sind sie weg. Der meister kommt aber nie zu dir und sagt hey du hast noch urlaub, musst sie abbauen. Musst schon selber mit wünschen und vorschläge zu ihm. Aber wie ich das kenne müsstest du schon längst im Urlaub sein. Die letzten Tage die man hat vergehen eigentlich mit Urlaub? Ich google mal nen bisschen

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@dvt91

Danke dir , für die Grundliche Aussage.Habe gehofft dass es vlt eine Gesetztliche möglichkeit gibt für einen "unbefristeten Arbeitsvertrag" .Leider hab ich die Urlaube nicht erhalten aus Personalmangeln.Naja eine "Ordentliche" oder "Ausserordetnliche" beendigung gehört wohl das nicht dazu.....

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@dvt91

@dvt91

Urlaub verfällt, wenn er nicht rechtzeitig genommen wird. Wenn er innerhalb des Kalenderjahres betriebsbedingt oder z.B. wegen Krankheit nicht genommen werden kann, verlängert sich die gesetzliche Frist bis zum 31. März des Folgejahres (außer bei Langzeitkranken die keine Möglichkeit zum Urlaubsabbau hatten).

Wenn es Bei Euch eine betriebliche, vertragliche oder tarifliche Vereinbarung gibt, dass Ende Februar der Urlaub verfällt, ist das gesetzlich korrekt.

Hier ist aber auch der AN "selbst schuld". Wenn er im laufenden Kalenderjahr Urlaub beantragt aber nicht genehmigt bekommen hat und der Urlaub deshalb ins Folgejahr übertragen wird, hat der AG nach § 7 Bundesurlaubsgesetz dann kein Leistungsverweigerungsrecht mehr. Er ist dann verpflichtet, dem AN den Urlaub zu gewähren bevor dieser verfällt.

Der AN muss seinen Urlaub aber auch beantragen.

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@dvt91

Nicht zu nehmende Urlaubstage sind auszuzahlen.

Da verfällt nichts zu Ende des Vertrages.

Was anderes ist durchaus, wenn man nicht zusieht, sich an die Fristen für Urlaub aus dem Vorjahr zu halten.

Ansonsten: absolut richtig, zum Abfeuern hatte der Fragesteller jetzt schon in Urlaub zu SEIN.

Also bleibt noch auszahlen.

Der AG muss auch gar nicht explizit kündigen,  das Ende des Jobs ist ja eh klar.

Und 3 Monate vorher MUSS man sich bei Arbeitsamt melden!! Gemacht??

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@Violetta1

Violetta ,

stimmt müsste mich im Urlaub befinden eig.Daher kamen mir die Gedanken mit der Frage.Der Rest ist alles schon abgeklärt und gemacht.Danke dir nochmals

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Entweder du feierst Urlaub ab oder Du bekommst ihn ausgezahlt.

Ein Grund für einen unbefristeten AV ist das nicht, wo auch immer Du das gehört hast.

Eher könnte man sich fragen, ob sich wegen der wiederholten Befristung was hätt machen lassen.

Aber da entscheiden ja selbst die Arbeitsgerichte unterschiedlich.

Wie gesagt, Dein Gedanke jetzt ist hinfällig. 

Eher könnte man sich fragen, ob sich wegen der wiederholten Befristung was hätt machen lassen.

Das bezweifle ich.

Ich vermute das waren keine vier sondern drei Verlängerungen. Die Befristung ging über 6 Monate und wurde danach noch dreimal um je 6 Monate verlängert. Das sind die zwei Jahre die zulässig sind (ohne Sachgrund).

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@Hexle2

Zweifelst du oder weisst du?

In 2 Jahren darf es 3 befristete Verträge insgesamt geben. Nicht Einen und 3 Verlängerungen.

Das wird gerne verwechselt, ist aber definitiv FALSCH.

Grundwissen Arbeitsrecht: 3 befristete Verträge in 2 Jahren, der nächst,,  4., muss unbefristet sein.

Und wie viel Befristung inkl. Nr.1 haben wir hier?

4.

Braucht man also nicht bezweifeln, einfach nur Arbeitsrecht kennen und verstehen. 

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@Violetta1

@ Violetta1:

Ein Blick ins Gesetz hilft meist weiter (sachgrundlose Befristung):

§ 14 TzBfG (2):

"...bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig..."


Ergo:

Vertragsabschluß - 6 Monate befristet

1. Verlängerung: weitere 6 Monate

2. Verlängerung: weitere 6 Monate

3. Verlängerung: weitere 6 Monate

= 24 Monate = 2 Jahre...


Sollte das so gewesen sein, endet das Arbeitsverhältnis nun; sollten 4 Verlängerungen (also z. B. 3. Verlängerung statt 6 Monate nur 3 Monate und 4. Verlängerung ebenfalls 3 Monate) erfolgt sein, ist das Arbeitsverhältnis automatisch unbefristet (auch wenn die 2 Jahre nicht überschritten wären - aber die höchstmögliche Anzahl der Verlängerungen wären überschritten) - dann sollte nach Ablauf der letzten Befristung Befristungskontrollklage eingereicht werden, sofern man nicht unbefristet weiter beschäftigt wird (dazu sollte man den ArbG auffordern).

Bei Befristungen mit Sachgrund gelten die Beschränkungen für die Anzahl der Verlängerungen nicht.

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@Violetta1

@ Violetta1:

Braucht man also nicht bezweifeln, einfach nur Arbeitsrecht kennen und verstehen.

Wenn Du damit Hexle2 meinst, musst Du aber sprichwörtlich "viel früher aufstehen"!

Hexle2 hat völlig Recht!

Wenn es ums richtige Lesen geht: dann lies noch einmal die Frage und denke ein wenig nach:

Der Fragesteller spricht von einer Befristung von insgesamt 2 Jahren, spricht von 4 Verlängerungen zu je 6 Monaten. Rein rechnerisch kann es sich aber nicht um 4 Verlängerungen handeln, sondern um den Vertrag mit 3 weiteren Verlängerungen!

Also komm' mal schön langsam 'runter von Deinem "hohen Ross"!

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@Familiengerd

@DerSchopenhauer, @Familiengerd,

schön dass es noch kompetente "Mitleser" und "Mitschreiber" gibt.

Es ist wie so oft: Gesetze lesen ist eines, sie aber auch zu verstehen etwas ganz anderes ;-)

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@Violetta1

Und wie viel Befristung inkl. Nr.1 haben wir hier?

Diese Frage brauche ich Dir nicht beantworten.

Deine Antwort und Kommentare wurde ja auch schon von anderen Usern die erheblich mehr Ahnung vom Arbeitsrecht haben (das Du mir ja im Übrigen absprichst) kommentiert.

Grundwissen Arbeitsrecht:

Ob Du es glaubst oder nicht: Das habe ich!

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@Hexle2

es darf insgesamt 3 mal in 2 Jahren befr8istet werden Dabei dist der allererste verttrag die 1. also bleiben nur noch 2 weiter Befristungen/ Verlängerungen. Tut mir leid,wenn viele das falsch auslegen. So lernt man es im Bereich Arbeitsrecht als Kaufmann, so erklärt es einem auch ein Anwalt.

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@Violetta1

@ Violetta1:

So lernt man es im Bereich Arbeitsrecht als Kaufmann, so erklärt es einem auch ein Anwalt.

Dann hast Du beim Lernen nicht aufgepasst und den Anwalt falsch verstanden!

Dabei ist es so einfach, dass Du erkennen kannst, dass diese Deine Aussagen völlig falsch sind:

es darf insgesamt 3 mal in 2 Jahren befr8istet werden Dabei dist der allererste verttrag die 1. also bleiben nur noch 2 weiter Befristungen/ Verlängerungen.

Lies (und verstehe!) doch einfach mal in Ruhe - und gaaaanz langsam wegen des Verstehens - das Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 14 "Zulässigkeit der Befristung" Abs. 2, 2. Halbsatz (immer unter der Voraussetzung, dass es um eine Zeitbefristung geht):

[]; bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig.

Also: befristeter Vertrag und 3-malige Verlängerung!

Das ist doch nun wirklich nicht so ganz schwer zu verstehen!

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@Familiengerd

Das ist doch nun wirklich nicht so ganz schwer zu verstehen!

Anscheinend doch oder man will nicht verstehen und ist beratungsresistent.

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@Violetta1

so erklärt es einem auch ein Anwalt.

Ich habe das von einigen Anwälten für Arbeitsrecht aber anders gelernt und zwar so wie ich und andere User hier es beschrieben und verstanden haben (meine letzte Schulung war übrigens dieses Frühjahr und Deine?).

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Leider nein, wenn sie Dir den Urlaub richtig auszahlen,kannst Du wenig machen.

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