befristeten Arbeitsvertrag nach 2 Jahren trotzdem verlängern

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Wenn Du nur ein halbes Jahr dranhängen möchtest ist es doch eigentlich gar kein Problem wenn Du als unbefristet übernommen wirst und Du gleichzeitig heute schon kündigst. Natürlich mit dem Datum in einem halben Jahr!

Ich denke, hier ist alles erklärt: Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ist ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes gemäß § 14 Absatz 2 Satz 1 TzBfG bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Bis zur Gesamtdauer von zwei Jahren ist zudem die dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig (Kettenarbeitsvertrag bzw. Kettenbefristung). Ein befristeter Arbeitsvertrag muss also nicht von vornherein auf zwei Jahre angelegt sein. Eine solche Befristung ohne sachlichen Grund ist gemäß § 14 Absatz 2 Satz 2 TzBfG jedoch nicht zulässig, wenn zu demselben Arbeitgeber zuvor bereits ein unbefristetes oder befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Damit soll ausgeschlossen werden, dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer aus einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsverhältnis entlässt und z. B. einen Monat später wieder ohne sachlichen Grund befristet einstellt.

In den ersten vier Jahren nach der Gründung eines Unternehmens ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes gemäß § 14 Absatz 2a TzBfG bis zur Dauer von vier Jahren zulässig. Bis zu dieser Gesamtdauer von vier Jahren ist auch die mehrfache Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig. Diese Regelung gilt nicht für Neugründungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Umstrukturierung von Unternehmen und Konzernen.

Um älteren Arbeitnehmern einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, hatte der Gesetzgeber in § 14 Absatz 3 Satz 4 TzBfG festgelegt, dass befristete Arbeitsverhältnisse mit Arbeitnehmern, die das 52. Lebensjahr vollendet haben, unabhängig von der Dauer grundsätzlich keines sachlichen Grundes bedürfen. Diese nach dem Gesetz bis zum 31.12.2006 geltende Regelung ist unwirksam. Zunächst hatte der Europäische Gerichtshof (vgl. Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22. November 2005 - C-144/04 -) festgestellt, dass die Regelung nicht mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar sei, weil diese Gruppe von Arbeitnehmern allein aufgrund des Alters ohne sonstige Voraussetzungen von festen Arbeitsverhältnissen ausgeschlossen werde. Es obliege den nationalen Gerichten, entgegenstehende Bestimmungen nationalen Rechts unangewendet zu lassen. Dies hatte das Bundesarbeitsgericht im Anschluss bestätigt. Allein auf die bis 31.12.2006 geltende Fassung des § 14 Absatz 3 Satz 4 TzBfG gestützte sachgrundlose Befristungen sind unwirksam. Es besteht für Arbeitgeber bei bereits abgeschlossenen und allein auf § 14 Absatz 3 Satz 4 TzBfG gestützten befristeten Arbeitsverträgen kein Vertrauensschutz in die Geltung des Gesetzes (vgl. Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 26. April 2006 - 7 AZR 500/04 -). In der Zeit vom 01.01.2007 bis 30.04.2007 war eine Befristung unter erleichterten Bedingungen mit älteren Mitarbeitern - wie schon früher - erst ab dem 58. Lebensjahr möglich. Eine solche Befristung war jedoch nicht zulässig, wenn zu einem vorhergehenden unbefristeten Arbeitsvertrag mit demselben Arbeitgeber ein enger sachlicher Zusammenhang bestand. Ein enger sachlicher Zusammenhang war nach dem Gesetz insbesondere dann anzunehmen, wenn zwischen den Arbeitsverträgen ein Zeitraum von weniger als sechs Monaten lag. Ob auch diese Regelung gegen Gemeinschaftsrecht verstößt, ist unklar, weil der Europäische Gerichtshof und das Bundesarbeitsgericht zu dieser Frage nicht Stellung bezogen hatten. Der Gesetzgeber hat reagiert und mit Wirkung ab 01.05.2007 das Gesetz wiederum geändert. MfG

Es gibt eine Lösung,die problemlos ist.Da du nur noch ein halbes Jahr dort beschäftigt sein möchtest und die Firma dich auch gerne solange behalten möchte,müsst ihr gemeinsam einen sachlichen Grund für diese Zeit finden,z.B. "weil der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend(halbes Jahr) besteht",und einen entsprechenden neuen befristeten Arbeitsvertrag mit Sachgrund abschließen.

Die in den anderen Antworten aufgeführten zeitlichen Beschränkungen beziehen sich auf befristete Arbeitsverträge ohne Sachgrund.

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