Befreiung von Sozialversicherung

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5 Antworten

Da ich unter dem Freibetrag von 8000 Euro im Jahr bleiben werde, bekomme ich die gezahlte Einkommenssteuer am Ende des Jahres zurückerstattet.

Die gezahlte Lohnsteuer. Freibetrag beträgt 8.354,- € und bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen, nicht auf den Bruttoverdienst.

Ist es auch im Nachinein möglich die gezahlten Sozialversicherungsbeiträge zurückzubekommen?

Nein.

Hallo,

eine Beschäftigung bis maximal 2 Monate Dauer ist kurzfristig und damit beitragsfrei. Dies gilt aber nach § 8 SGB IV nur, wenn die Tätigkeit nicht berufsmäßig ist. Hierfür ist entscheidend, ob man vor oder nach der Beschäftigung Schüler, Student, Azubi etc. ist. Wenn man dem Arbeitgeber eine Bestätigung über die Einschreibung vorlegt, ist das ausreichend. Dann kann er bei iner Betriebsprüfung nachweisen, dass keine Berufsmäßigkeit vorliegt. Eine nachträgliche Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge erfolgt nicht (Ausnahme: Arbeitgeber hat zum Zeitpunkt der Beitragszahlung eine falsche Beurteilung vorgenommen).

Gruß

RHW

Wegen deinem Ferienjob bzw. deiner kurzfristigen Beschäftigung von max. 2 Monaten (im Voraus begrenzt!) gilt wegen der Berufsmäßigkeit folgendes:

Ein kurzfristiger Minijob erfüllt nicht die Voraussetzungen einer geringfügigen Beschäftigung, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Arbeitsentgelt regelmäßig 450 Euro im Monat übersteigt.

Die Berufsmäßigkeit muss somit nicht geprüft werden, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 450 Euro nicht überschreitet. Die Berufsmäßigkeit der Beschäftigung braucht auch nicht geprüft werden, wenn die Beschäftigung die Zeitgrenze von zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen überschreitet und deshalb als nicht geringfügig anzusehen ist.

Berufsmäßig wird eine Beschäftigung unter anderem dann ausgeübt, wenn sie nicht von sogenannter „untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung“ ist. Das heißt, sie darf nicht allein für die Sicherung des Lebensunterhalts bzw. -standards bestimmend sein. Unter anderem sind Personen, die beschäftigungslos und bei der Arbeitsagentur für eine mehr als kurzfristige Beschäftigung als Arbeitsuchende gemeldet sind, als berufsmäßig beschäftigt anzusehen. Sie sind unabhängig von der Dauer der Beschäftigung versicherungspflichtig, es sei denn, die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro im Monat (anteilig je nach Dauer der Beschäftigung) wird nicht überschritten.

Gelegentlich ausgeübte Beschäftigungen werden nicht berufsmäßig ausgeübt! Als gelegentlich ausgeübt gelten Beschäftigungen, die neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, neben einem freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr, neben dem Bezug von Vorruhestandsgeld oder neben dem Bezug einer Altersvollrente ausgeübt werden.

Nachzulesen in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Kurzfristiger Minijob -> Berufsmäßigkeit

Gruß siola55

Für eine kurzfristige Beschäftigung,die vertraglich auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist,sind weder vom Arbeitnehmer noch vom Arbeitgeber Beiträge zur Sozialversicherung abzuführen.Es fallen für den Arbeitgeber auch keine Pauschalbeiträge an,lediglich Umlagebeiträge und Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung sind vom Arbeitgeber zu entrichten.

Zu dieser Regelung der kurzfristigen Beschäftigung bedarf es keiner Bescheinigungen für die Tätigkeiten vor und nach dieser Arbeit.

Bei Steuern gibt es einen Jahresfreibetrag. Bleibt man darunter, zahlt man keine Steuern. Sozialversicherungen zahlt man immer und zwar den gleichen Prozentsatz, das gibt es nichts zurueck.

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