Befinden wir uns in einer "Devolutions" Phase?

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6 Antworten

Nur die Auswahlkriterien haben sich geändert. Körperliche Defekte sind immer weniger ein Hindernis, dafür wird geistige Anpassung immer wichtiger.

Vor 500 Jahren entfernte die Anfälligkeit für eine Krankheit dich aus dem Genpool. Dafür konntest du als gesunder, wenn auch blöder Einzelgänger eine monotone Arbeit finden und davon gut leben. Eine Bettler-Tochter zu heiraten war dann nicht das große Problem.

Heute sind Krankheiten selten ein Problem. Dafür bist du als blöder Einzelgänger arbeitslos, wenn nicht gleich geistig behindert. Du wirst stigmatisiert und keine Frau traut sich in deine Nähe.

So entwickeln wir uns körperlich minimal zurück, was angesichts der modernen Technik aber kein Problem. Immer weniger Menschen brauchen bei der Arbeit ihre Körperkraft. Dafür entwickeln wir uns geistig weiter.

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Kommentar von Panazee
23.12.2015, 16:58

Also das sehe ich nicht so.

Je geringer das Bildungsniveau, desto größer die Wahrscheinlichkeit Nachkommen zu haben.

Andererseits sind oft gerade extrem intelligente Menschen eher Einzelgängertypen. Zwar keine "blöden" Einzelgänger, aber trotzdem meistens nicht gerade die Partylöwen.

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Jede Spezies hat ihren Life Cicle. Auch der Mensch. Normalerweise fände sein Aussterben irgendwann statt. Dass er diesen Untergang zur Zeit selbst beschleunigt, beweist, dass er in einem wichtigen Punkt bereits eine "Devolution" durchgemacht hat.

Aber Du hast natürlich Recht. Durch das Gebot des Humanismus, Kranke, Behinderte und Gebrechliche zu schützen und ihnen durch die moderne Medizin eine Forpflanzung zu ermöglichen, pfuschen wir der Evolution gleichermaßen ins Handwerk. Aber das ist wohl das Absurde innerhalb der menschlichen Spezies, dass sie unberechenbar zwischen Engelsein und Teufelsein oszilliert.

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ich denke ja,
und auch das argument auflange sicht gesehen (das extrem wichtig für evolotions betrachtungen ist) kann ich nur sehr bedingt als gültig sehen.

als beispiel sehschwäche:
sehr viele menschen brauchen heutzutage eine sehhilfe um genauso gut sehen zu können wie es für menschen auf natürlichem wege möglich wäre. aussortiert werden die in keinster weise, auch nicht auf lange sicht.

desweiteren denke ich, dass das ein enormes problem für die menschen selbst darstellt, da die erde nur eine bestimmte anzahl an individuen versorgen kann. wir haben einfach zu viele menschen auf der erde.

man muss ich aber auch die frage stellen, inwiefern solche eigenschaften heut noch vonnöten sind. kurzsichtig? kriegst ne brille.


PS: ohne moderne medizin hättet ihr unteranderen meinen beitrag nicht lesen können. ich hab auch eine brille.


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Dass wir uns der "Natur anpassen" ist doch auch ein Zeichen von Evolution.

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Kommentar von Panazee
23.12.2015, 13:22

Ich würde eher sagen, dass wir die Natur an uns anpassen und nicht umgekehrt.

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Wieso soll die Selektion nicht stattfinden? Statistisch auf 1000 Generationen gesehen haben Familien mit mehr Gen-Deffekten oder Erbkrankheiten sicher weniger Nachkommen als Familien mit weniger Gen-Deffekten, selbst wenn sie gut behandelbar sind. 

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Kommentar von Panazee
23.12.2015, 13:31

Da bin ich mir nicht so sicher. Jedes Jahr steigt die Zahl der an Diabetes Typ I (also die Art, die genetisch bedingt schon bei Kindern auftritt) Erkrankten um ca. 3% an.

Sollte eine Katastrophe eintreten, die plötzlich dafür sorgt, dass kein Insulin mehr verfügbar ist, dann würde das zu dem plötzlichen Tod vieler Millionen Menschen führen.

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Ja, ich glaube dass du Recht hast.

Bis zu einem gewissen Punkt zumindest. Ab einem gewissen Grad greift die natürliche Auslese dann wieder, aber mit zunehmendem Fortschritt immer später.

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