beethoven und GEMA?

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7 Antworten

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Youtube einfach nur wilde Behauptungen aufstellt bei den Sperrungen, um die breite Masse gegen die GEMA aufzuhetzen. Funktioniert auch ganz gut, zumal kaum jemand darüber nachdenkt, wem die Server gehören und wo sie stehen - nämlich ganz weit weg von der GEMA.

Tatsächlich ist Beethoven schon länger als 70 Jahre tot, daher ist sein Originalwerk kein "GEMA-Repertoire". Dennoch kann es tatsächlich Gründe für Sperrungen geben:

  1. Leistungsschutzrechte: bei der Produktion einer Aufnahme erwerben die Interpreten und Produzenten Leistungsschutzrechte (für ihre Arbeit des Aufführens), welche bis 50 Jahre nach der Veröffentlichung der Aufnahme vergütet werden müssen. Die Rechteinhaber können auch jederzeit gegen unerlaubte Veröffentlichungen vorgehen, z.B. durch das Hinterlegen von "content ID" bei Youtube.

  2. Bearbeitungen: Bearbeitungen eines Originalwerkes, z.B. Arrangements und neue Instrumentierungen, können bei genügender Schöpfungshöhe eigenes Urheberrecht erringen. Hier hat dann der Bearbeiter/Arrangeur ein eigenes Urheberrecht bis 70 Jahre nach seinem Tod.

Hallo adhlp,

Beethoven ist zwar schon mehr als 70 Jahre tot - so lange läuft nämlich die Schutzfrist für Werke der Musik. Aber es gibt auch so genannte Bearbeitungen von eigentlich freien Werken.

Und die können wieder als eigenständige Komposition geschützt sein (wenn die Bearbeitung bei der GEMA angemeldet wurde und der Arrangeur/Bearbeiter bei der GEMA oder einer der anderen ausländischen Gesellschaften Mitglied ist).

Wenn z.B. ein kundiger Mann (oder eine Frau) eines Harmonikavereins Mozarts 'Kleine Nachtmusik' für Ziehharmonikaorchester umschreibt, dann kann das ein neues, geschützes "Produkt" sein!

Außerdem haben die Mitwirkenden bei der Aufnahme des Titels auch Rechte - die betragen auch 70 Jahre.

Und überigens: Es ist nicht die GEMA, die die Rechte nicht eingeräumt hat - es ist YouTube, die keine ausreichende Vergütung an die GEMA/die Urheber bezahlen will.

Liebe Grüße

ichausstuggi

Musik, die älter als 70 Jahre ist ist nicht mehr urheberrechtlich geschützt . Allerdings gillt das für Originale, wenn jemand ein Stück von ihm spielt hat er natürlich das Recht und kann dieses durch die Gema vertreten lassen;)

aber darüber könnte ja eigentlich nur er entscheiden und das ist ja schlecht möglich :/

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@adhlp

Nein wieso?

Wenn ich etwas spiele egal von wem. Ist das mein Eigentum. Deswegen werden Covers auch nicht gelöscht. Wenn ich jetzt ein Beethovenstück spiele und das meinet wegen zu meinem Beruf mache...dann kann ich z.B. mit der Gema einen Vertrag abschließen, dass sie sich darum kümmern. Da ich das Stück gespielt habe habe ich das urheberrecht =). Ich glaube soviele Originale Tonaufnahmen von Beethoven existieren wohl nicht mehr HEHE :)

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@Maglin

@ maglin

Da ich das Stück gespielt habe habe ich das urheberrecht

Da liegst du falsch - in dem Moment bist du Interpret und kannst in dieser Funktion Mitglied in der GVL werden, die die Leistungsschutzrechte vertritt.

Wenn du aber nur den Titel spielst, stammt das noch immer von einem anderen Komponisten/Texter und nicht von dir selbst. Also hast du auch nicht das Urheberrecht an dem Werk.

Es ist dann eben n i c h t dein Eigentum! Und wer Musikstücke spielt (Musiker), dann kann der nicht Mitglied bei der GEMA werden, denn das können nur Komponisten, Texter und Musikverleger.

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@ichausstuggi

Ich meine auch nicht, dass man das Recht an dem Werk an sich hat sondern an der Interpretation des Werkes die wohl nie dem Original entsprechen kann.

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@Maglin

Stimmt aber nicht. Du musst vor Veröffentlichung deines Covers den Urheber um Erlaubnis fragen. Übrigens erst recht für eine Bearbeitung des Stückes.

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das orchester hat auch urheberrechte. und die dürften von der gema vertreten werden.

musst halt eine aufführung finden, die nicht von der gema kontrolliert wird.

annokrat

Wieso fragt ihr nicht einfach mal bei google nach, warum die den Titel sperren, bzw. nach welchem System die überhaupt Titel sperren... ;)

Das machen überhaupt viel zu wenige, weil ihnen die "Schlagzeilen" von Google/Youtube reichen.

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nicht der komponist wird geblockt, sondern die aufführung....

siehe GEMA-vermutung

Kurze Antwort, falsche Antwort.

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