Beerdigung-Schenkung-Recht?

7 Antworten

Grundsätzlich würde ich in jedem Fall empfehlen, die € 5000.-- in bar aufzubewahren, und für die Bestattungskosten aufzuwenden. Denn die Bestattungspflicht trifft euch auch bei Ausschlagung der Erbschaft; sie ist nicht an die Erbenfähigkeit gebunden. Es dürfte ratsam sein, zusammen mit dem Betreuer eine Bestandsaufnahme zu machen, und das weitere Vorgehen zu besprechen. Ob eine Erbausschlagung wirklich sinnvoll ist, kann auch aus der Ferne nicht beurteilt werden.

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Sicher? Ich kenne es so das der Verstorbene zunächst aus eigenem Vermögen alle durch ihn entstehenden und bestehenden Verbindlichkeiten tragen muß und erst wenn alle liquiden Mittel verbraucht sind die Nachkommen in pflicht genommen werden können.

So stellte es sich auch bei einem kürzlich in der Familie beantragten Erbschein dar. Auch steuerlich ist es so, dass nur das unverbrauchte Restvermögen zur Berechnung der Erbschaftssteuer heran gezogen werden kann. Bzgl der bestattungskosten ist soweit mir bekannt sogar ein geringer fünfstelliger Betrag legitim

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@RudiRatlos67

Richtig. Ich hatte aber auch nirgends geschrieben, dass dem nicht so wäre. Sofern der Nachlass - der ja hälftig dem betreuten Onkel zuzurechnen ist - also ausreicht, um die Nachlassverbindlichkeiten inkl. der Bestattung zu decken, stellt sich insofern die Frage der Kosten nicht (mehr). ich wollte nur daraufhinweisen, dass die Bestattungspflicht sich nicht durch Ausschlagung der Erbschaft aushebeln lässt. Und wenn die € 5000.-- seitens der Verstorbenen auftragsgemäß für die Bestattung vorgesehen sind, kann ich auch keine Untreue o.ä. erkennen - zumal das Geld ja noch "da" ist.

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Wenn das Geld für die Beerdigung verwendet wurde kann es erstmal ohnehin keine Probleme geben. Im übrigen hat die Verstorbene noch zu Lebzeiten über dieses Geld verfügt und sei es wie in Eurem Fall auch nur durch einen Bevollmächtigten.

Daher meiner Meinung nach kein Problem. Nachweise benötigt man erst ab dem Todeszeitpunkt und selbst da wäre es rechtens das Geld der Verstorbenen für Ihre Beerdigung und alle noch bestehenden Verbindlichkeiten zu verwenden. Die Beerdigungskosten und Verbindlichkeiten werden ohnehin aus dem Nachlass heraus gerechnet

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Danke für ihre Antwort.

Noch haben wir ja noch nix bezahlt für die Beerdigung.Da wir gestern erst mit dem Bestattungsunternehmen in Kontakt getreten sind.

Aber so wie sie es erklären sehe ich es eben auch.Aber Deutsches Recht ist eben kompliziert.

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Kosten der Beerdigung muss immer der Erbe tragen. Nicht die Oma!

Es ist moralisch schon etwas fraglich vor dem Tod 5000€ ab zu heben.

Da das Geld da ist, solltet ihr transparent mit dem Betreuer darüber reden. Wenn ihr das Erbe nicht annehmen wollt (ich kann es empfehlen, sofern keine Schulden da sind, kann man das Grundstück wenigstens für eine Summe-X verkaufen), dann muss trotzdem der Onkel die Kosten tragen, da er auch wenn er das Erbe nicht annimmt ein Erbe ist.

Im Erbrecht gibt es eine Unterscheidung von "Erben" und "Begünstigten", wenn ich mich nicht ganz Irre.

Ich würde das entspannt auf euch zukommen lassen und transparent mit dem Betreuer drüber reden. Die sind meist auf das Wohl alles Beteiligten aus. Ich würde aber empfehlen ggf. mit einem Anwalt das Ganze zu bereden, machen wir in jedem Erbfall so, da die Konstellationen manchmal schwieriger sind, als man zunächst sieht.

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Danke für die Antwort.

Ja das wollen wir auch Transperent mit dem Betreuer Besprechen.

Nur wollte ich schon mal Wissen wie es ausgehen könnte .Nicht das wir jetzt alles in die Wege leiten und dann doch kein Geld haben wenn niemand Erben will.

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@MikeB04

Erbe ich man auch, wenn niemand erbt. Dein Onkel ist so oder so Erbe, so verstehe ich die Rechtssprechung

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@Fabian97b

Nein. Man kann nur Erbe sein, wenn man erbberechtigt ist und das Erbe annimmt. Ansonsten ist man nur Erbberechtigter. Hier ist zudem zu bedenken, dass nicht nur der Onkel als Erbe in Frage kommt, sondern logischerweise auch alle Geschwister des Onkels (mithin Vater oder Mutter des OP) in gerader Linie.

Hier stellt sich aber eine andere erbrechtlich interessante Frage. Im Gegensatz zu Gemeinschaftskonten bei Eheleuten, denen bei Gütergemeinschaft die Salden zu je 50% zugeordnet werden, ist hier im Einzelfall zu prüfen, welcher Anteil des Kontos überhaupt dem Onkel wirtschaftlich und rechtlich zuzuordnen ist. Dem OP ist dringend zu empfehlen, seinem Elternteil als Erbberechtigtem kurzfristig anwaltliche Hilfe nahezulegen, denn ansonsten steht er gegenüber dem gesetzlichen Betreuer in der denkbar schlechtesten Position.

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dann muss trotzdem der Onkel die Kosten tragen, da er auch wenn er das Erbe nicht annimmt ein Erbe ist.

Sie bringen einiges durcheinander.

Es ist insoweit richtig, als das man ein Erbe nicht annehmen muß um Erbe zu werden, sondern ausschlagen muß um kein Erbe zu werden. Tut man nichts wird man erben.

Soweit den Nachlass die Kosten der Beerdigung hergibt muß der Erbe die Kosten auch tragen.

Wenn es keinen Nachlass gibt und die Kosten daher nicht vom Erben erlangt werden können, greift die Unterhaltspflicht. Im Zuge der Unterhaltspflicht kann der Sohn dann in Anspruch genommen werden, soweit er leistungsfähig ist.

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@ichweisnix

Also das der Onkel und meine Tante die Kosten Tragen müssen weis ich ja.Nur wenn wir (Enkel) uns jetzt kümmern das sie angemessen Beerdigt wird.(Mit Grabstein und eigenen Grab) ,aber dann der Betreuer vom Onkel sagt:,, Ne er wollte die günstigste Bestattung.`` Wäre ja jetzt die frage ob man dann die Differenz aus eigener Tasche zahlen müsste.

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Di Bestattungspflicht bleibt auch bestehen, wenn man das Erbe ausschlägt.

Bevor das Sozialamt die Kosten übernimmt, werden die nächsten Angehörigen zu den Kosten herangezogen.

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Betreuer mit Kontenvollmacht

Hallo, Oma ist gestorben. Oma war schon Witwe und lebte in Schleswig-Holstein. Ihre letzten "Verwandten" sind wir: eine Enkeltochter (angeheiratet, sie stammt aus der 1. Ehe des Opas) und ein Paten-Sohn der Oma. Wir beide - Enkeltochter und Patensohn - wohnen am anderen Ende Deutschlands, in der Pfalz und an der Schweizer Grenze, also kilometermäßig weit entfernt von Oma. Deshalb hat sie zu Lebzeiten a) ein Testament beim Notar hinterlegt und b) einen Freund, der in ihrer Stadt wohnt, als Betreuer eingesetzt. Dieser Betreuer hatte darüber zu wachen, dass die Patientenverfügung eingehalten wird und wäre im Überlebensfall mit der Verwaltung ihres Vermögens beauftragt gewesen. Nun ist Oma aber kein Pflegefall geworden, sondern gestorben. Und entschuldigung - der Betreuer kommt mir bisschen eigenartig vor. Da kommen einem dann komische Gedanken. Dieser Betreuer hat auch den Wohnungsschlüssel von Oma, er hat Vollmacht über sämtliche Konten, er weiß auch, wo die Sparbücher liegen. Oma hat uns zu Lebzeiten erzählt, wir erben "später" einmal alle: der Betreuer, der Paten-Sohn und die angeheiratete Enkeltochter. Das der Betreuer für seine Mühe auch bedacht wird, finden wir auch gut, dagegen ist gar nichts einzuwenden. Ich frage mich jetzt aber, inwieweit so ein Betreuer (wohlgemerkt, ein befreundeter Mensch von Oma - kein amtlich bestellter Betreuer) schon vor Testamentseröffnung etwas "verschwinden" lassen KÖNNTE, ohne dass wir es merken. Denn wir wissen ja den aktuellen Kontostand nicht und auch nicht, wie viele Konten Oma wirklich hatte (Oma war schon sehr vermögend und unterhielt einige Konten bei verschiedenen Banken). Kann da was "geklaut" werden? Kennt sich da jemand aus? Oder muss der Betreuer jetzt über sämtliches, was er vom Konto abhebt (um z.B. noch offene Rechnungen für Telefon, Miete etc. zu begleichen), Rechenschaft ablegen? Freue mich über Rat und Hinweis. Danke und lieben Gruß.

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