Beerdigung Kinder mitnehmen? Wie ist Eure Erfahrung

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14 Antworten

Ich würde sie mitnehmen. Später fragt sie euch, warum ihr sie nicht mitgenommen habt. So war es bei mir. Eltern sollten nicht aufgrund zu hoher Rücksichtnahme, den eigenen Kindern Erfahrungen verwehren. Das ist nicht böse gemeint, denn du meinst es nur gut (du machst dir ja viele Gedanken). Aber der Tod kommt unterwartet und so lernt deine Tochter halt schon mit 6 Jahren, damit umzugehen. Egal ob sie es jetzt schon richtig versteht oder nicht, sie war dabei und kann sich später daran erinnern. Ihr fehlt dann nachher nichts, weisst du?

Wenn die Kinder Babys wären, die "nerven" würden, dann würde ich die auch nicht mitnehmen. Auf der Beerdigung meiner Oma hat ein Kleines geweint und das ist für Angehörige echt unangenehm. Klingt jez blöd, is aber so. Die Tod ansich ist schon eine unschöne Sache, dann soll wenigstens an dem "Abschiedstag" alles dem Verstorbenen gewidmet sein und sich die ganze Welt nur um diesen Menschen drehen.

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Kommentar von LuziansMami
27.07.2012, 10:51

Ich halte meiner Mutter bis heute vor, dass sie mich mitgenommen hat (Trauerfeier meines Opas im Krematorium). Der Gedanke an den Anblick des absinkenden Sarges ist noch heute ein Schock für mich und ich war damals 11 Jahre alt.

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Ich rate dir dringend davon ab - weil ein Kind in diesem Alter noch nicht verstehen kann - was da wirklich abgeht. Ich selbst wurde mit 11 Jahren mit ins Krematorium genommen (nur zur Feier - nicht zur Verbrennung), und als sich der Sarg mit meinem geliebten Opa absenkt hat, habe ich wirklich einen Schock fürs Leben bekommen, und habe die Nacht sogar bei meinen Eltern im Bett schlafen müssen, da ich immer von fliegenden Särgen und Urnen verfolgt wurde.

Noch heute ist dies ein Ort des Schreckens für mich 8bekomme wirklich Herzrasen, wenn ich daran denke), obwohl ich es mir viele Jahre später am Tag der offenen Tür habe zeigen und erklären lassen.

Meine erste Beeerdigung habe ich mit knapp 7 erlebt (Schwester meines Großvaters) und ich konnte überhaupt nicht verstehen, warum erst alle so heulen und dann fröhlich beim Leichenschmaus sitzen und lachen. Ist mir übrigends bis heute schleierhaft.

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Also auf jedenfall sollte deine Tochter eine würdigen Abschied von deiner Tante bekommen! Wie du das anstelltst ist deine/eure Sache. Da es ja nur noch Erinnerungen gibt..

Also es kann sein das mit dem unguten Gefühl und der Hitze es eine Reaktion im Körper gab die zum Übergeben geführt hat.

Rede mal mit ihr ob sie hinmöchte, wegen dem Grudn das sie sich Übergeben musste/hat und so.

Nebenbei: Mein rechtherzliches Beileid..

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Kommentar von EvaDu
26.07.2012, 22:01

danke

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Beerdigungen sind wichtig, sonst lernt ein Mnesch ja nie mit dem Tod umzugehen und macht sich falsche Hoffnung im Leben. Der Tod gehört zum Leben dazu. Man sollte sowas als Kind schon lernen und deswegen...mitnehm.

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Kommentar von LuziansMami
27.07.2012, 10:56

Zu meinem Leben gehört der Tod leider auch sehr dazu, aber bei meiner Mutter ging diese Einstellung so weit, dass ich beim Anblick des Absinkenden Sarges meines Opas im Krematorium einen Schock erlitten habe (mit 11 Jahren), dass ich noch bis heute Herzrasen beim Gedanken daran bekommen.

Ich werfe ihr diese Verhalten noch heute vor.

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Also ich kan nur von mir selber berichten, als mein Opa starb war ich 10. Und wir Kinder gingen zur Beerdigung nicht mit. Sondern sind später (am selben Tag) als das Grab geschlossen war und mit den ganzen Blumen gedeckt war nochmal hin gefahren,damit wr Kinder uns verabschieden konnten. ich selber fand diese Lösung ganz ok.

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Kommentar von LuziansMami
27.07.2012, 10:47

Sehr gute Idee - so würde ich es wahrscheinlich auch machen.

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Frag sie nochmal und biete es ihr an, auch in der Zeit zB bei ner Freundin zu bleiben (wenn die Eltern zustimmen).

Ich habs bisher nur so erlebt, dass die Kinder weiterhin ihre bunte Kleidung anhatten und sich sofort wieder dem Leben zugewendet haben- sie haben zum Beispiel Marienkäfer gefangen und beobachtet.

Ein Kind, was aber mit aufgereiht stehen musste und allen die Hand geben, tat mir sehr leid. Sowas finde ich dann zu belastend.

Wie sind denn die Rahmenbedingungen? Also mit Kirche vorne weg und aufstellen und Rede am Grab und allem?

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ich mache ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleitung im Hospiz. Wenn jüngere kinder anwesend sind, ist es hilfreich, vorab zubesprechen, wenn du aber vor die Tür möchtest, sag mir bitte bescheid und dann aber auch die Trauerfeier verlassen und mit dem Kind ganz normal umgehen. Sterben gehört zum Leben dazu. Die Kinder gehen da viel lockerer mit um als wir Erwachsenen. Es sollte aber wirklich gesichert sein, dass das Kind bei Bedarf die Feier in Begleitung verlassen kann

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Ich habe damit eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Meine damals 10-jährige Tochter wolle sogar noch ihren Opa beim Bestatter sehen, was sie dann auch durfte... Sie hatte auch im Nachhinein nie ein Problem damit. Die damals 7-jährige Tochter wollte das nicht und so war das auch ok. Auch bei der Beerdigung gab es keine Probleme. Bei uns hat der Tod immer zum Leben gehört, darum denke ich, dass es für meine Kinder auch kein Problem war.

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Also wenn kein gravierender Grund vorliegt wie Krankheit, würde ich sie auf jeden Fall mitnehmen!

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Kinder können zum Teil sogar besser als Erwachsene mit demThema tot umgehen.du kannst sie denke ich ruhig mitnehmen, wenn deine Tochter in der Lage ist das Thema gut zu verarbeiten,wichtig ist auch mit deiner Tochter darüber zu reden.

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Ich war 8, als mein Opa starb. Meine Eltern haben mir nicht erlaubt, den aufgebahrten Opa zu sehen. Meine Cousinen durften - sie haben gespuckt und kippten um.

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Oder frag sie doch, ob sie mitkommen möchte, du erklärst ihr das, was da abläuft, kindgerecht, ....wir wollen alle nochmal an die Tante denken und viele Leute sind da, die die Tante gern gehabt haben, das ist nicht schlimm, sondern schön, wenn soviel Menschen da sind.... ob das spucken seelisch oder körperlich war, das merkst du bestimmt recht bald vorher hoffentlich schon.

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Kommentar von EvaDu
26.07.2012, 21:59

ja spätestens wenn es das nächste Familienmitglied erwischt ...

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Ich war 5 Jahre alt, als mein Opa starb. In dem Alter versteht man nicht was mit dem Opa ist. Man kann Kinder ruhig mitnehmen!

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Also ich finde du Solltest deine kinder mitnehmen.

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