Beeinflussung des christentums durch griechische mythologie?

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9 Antworten

So einfach ist die Frage nicht zu beantworten, aber es hilft sicher, wenn man den historischen Kontext mal beleuchtet....und nicht alles wild durcheinander in einen Topf wirft.

Wichtig dabei ist auch zu differenzieren: die griechische Mythologie lag vor der Zeit der Entstehung des Christentums und sollte man nicht mit der "heutigen griechischen" Religion verwechseln, denn, was hier anscheinend viele nicht wissen, ist auch der griechisch-orthodoxe Glaube, genau wie der römisch-katholische, ein Teil des Christentums....[die endgültige Spaltung des Christentums in "Ostkirche" und "Westkirche" fand 1054 n.Chr. statt ]

Die Frage ist nun, wann wurden denn die jeweiligen Schriften dazu verfasst? 
Genaue Jahreszahlen gibt es nicht, aber grob sind die Quellen historisch so bewertet/ eingeordnet worden:

1) griechische Mythologie -> Verfasser waren die antiken griechischen Dichter Homer und Hesiod. Beide haben um 700 vor Christus gelebt.

2) Erstes Testament -> ist in hebräisch verfasst und wurde 300-100 vor Christus ins Griechische übersetzt.

3) Zweites Testament-> hier berichten die Evangelisten über das Leben und die Lehre von Jesus Christus, Niederschrift im 2. Teil des 1. Jahrhundert nach Christus.

Das Christentum hat dann das erste Testament etwas umgeschrieben, dabei aber alles Wesentliche der Bücher des "Tanach" ins "Alte Testament" übernommen, das "Neue Testament" hinzugefügt und alles zusammen ist die "Heilige Schrift".... die Bibel [kommt von dem griechischen Wort biblia= Bücher]

Nun kannst du dir sicher einige deiner Fragen selbst beantworten.....wie z.B., dass die "griechischen Götter" wohl kaum vom Christentum geprägt sein können....klappt chronologisch einfach nicht.

Und was deine Theorien über die Flut und die Arche Noah betrifft:
Flut war ein beliebtes Thema [Strafe] und  ähnliche Fluterzählungen sind auch aus anderen Kulturen überliefert:
Eine besonders enge Verwandtschaft lässt sich neben dem Deukalion-Epos von ca. 1400 v. Chr. auch mit dem viel älteren babylonischen Atraḫasis-Epos ca. 1800 v. Chr. erkennen.



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Ich kenne mich bei den Entstehungszeiten des vergangenen griechischen Glaubens nicht aus, verbessert mich bei Fehlern.
Falls eine Religion beeinflusst wurde, dann muss das doch nicht das Christentum sein. Denn von Adam und Eva und der Arche Noah kann man im Alten Testament lesen. Das kommt auch im Christentum vor, aber man glaubt bereits bevor es das Christentum gibt daran. Kann es sein, dass die griechische Religion beeinflusst wurde?

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Eine Vorbemerkung: Wenn man über die Geschichten des Christentums herfallen möchte, wäre es gut, das Buch zu kennen, in dem es aufgeschrieben ist, nicht wahr? Das Christentum beruht nämlich auf dem Judentum und das wiederum wurde so ca. 500 bis 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung verschriftlicht. Davor gab es Mythen und Erzählungen, die sich verschiedene Kulturen immer wieder neu erzählt haben. Daß es dabei zu Ähnlichkeiten kam, ließ sich wohl kaum vermeiden, selbst wenn es jemand gewollt hätte.

Da Du auf die Paradieserzählung anspielst: Es gibt darin keine goldenen Äpfel. Das, was Eva vom Baum pflückt, ist eine Frucht, die nicht näher beschrieben wird in ihrem Aussehen. Diese Geschichte gehört zu den Urgeschichten des Judentums (!), so wie der Mythos von der Flut, der Turmbau zu Babel und viele andere Geschichten. Sie sind in vielen Formen ein Erbe der ganzen Menschheit. Erst zu der Zeit, als die frühen Juden, die Israeliten, begannen, ihrer Kultur schriftliche Zeugnisse zu geben, kommen wir in historische Berichte, deren Spuren sich deutlicher abzeichnen, je näher sie dem Hellenismus und der Zeitenwende kommen. Von da an ist es so ziemlich vorbei mit den mythischen Ähnlichkeiten. Gemeinsamkeit entsteht um diese Zeit im heraufkommenden Christentum vor allem durch die Inhalte der Lehre: Die goldene Regel (tu andern nicht, was Dir selbst nicht widerfahren soll), der Glaube an einen barmherzigen, liebenden Gott, Versöhnung statt Opfer, die persönliche Beziehung zu Gott statt der Vermittlung durch Priester und so weiter. Manches wird noch verklärt dargestellt, wie z. B. die Junfrauengeburt oder die Auferstehung. Aber die großen Parallelen zu antiken Götterkulten sind vorbei. Gruß, q.

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Natürlich sind die neueren Religionen nicht originell, die griechische Religion ist älter, aber auch nicht die Ursprungsreligion für viele Ideen, es ist numal einfacher Anlehnung wo anders zu suchen als sich das ganze Konstrukt einer Religion aus den Fingern zu saugen.

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Und ich glaube übrigens eigentlich an gott und bin auch griechisch orthodox aber ich muss mir klarheit verschaffen

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Derartige Analogien zwischen Religionen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, sind sehr häufig. Die meisten Überschneidungen gab es wohl tatsächlich deshalb, weil Menschen verschiedenen Glaubens miteinander sprachen und ihre Geschichten miteinander austauschten. Da sind Christentum und die griechischen Mythen nicht die einzigen Beispiele. Der Aton-Kult hat große Parallelen zum Zoroastrismus, der wiederum zum Jaweh-Kult, Flutgeschichten finden sich auch im Gilgamesch-Epos. 

Ein wichtiger Katalysator für die Verbreitung der Geschichten war das Handelsnetz der Seidenstraße, über das nicht nur Handelsgüter verbreitet wurden, sondern auch Gedankengut und viele interessante Geschichten.

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Ich bin mir sehr sicher das es erst die griechische Mythologie gab. Da sich irgendwer sich die Bibel ( natürlich auch die griechische Mythologie ist ausgedacht ) ausgedacht hat hat er sich "imspieren" lassen von dem was es schön gibt griecheche, römische Mythologie usw.
Aber ich will keinen Verletzten den Religion ist Interpretations Sache
Ok tschüss

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Das Christentum hat massenhaft Ideen aus allen damals gängigen "Kulten" aufgesogen. Sei es Mithras-Kult, Aeskulap-Kult, Herakles-Kult, Dionysos-Kult, Kyniker usw. Es gibt fast keine Idee, die das Christentum neu erfunden hat, alles war schon da. Den Christengott darf und soll jeder infrage stellen - er gehört genauso in Rente wie Papa Zeus.

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.04.2016, 22:56

Das ist sachlich vollkommen falsch. Das Christentum brachte etwas völlig neuartiges auf den Weg, nämlich den Erlösungsgedanken durch den Opfertod Jesu, außerdem das Prinzip der Nächsten- und Feindesliebe, der Ablehnung von Rache und Vergeltung... Das alles war neues Gedankengut, und für den Erfolg und die Ausbreitung des Christentums entscheidend. Es hat den Menschen damals viel Hoffnung gespendet, und auch heute noch ist diese Hoffnung für viele Menschen wichtig, schließlich ist das Christentum heute immer noch die größte Glaubensgemeinschaft. 

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Das Christentum ist natürlich nur eine Sammlung an noch älteren Märchen. Es klaut ungeniert von den Glaubensrichtungen und Mythen aus Ägypten (Jesus-Horus Parallellen), Rom, Griechenland und weiteren kleineren Glaubensgruppen.

Alles nur Märchen.

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Kommentar von Mistserx1
04.04.2016, 22:38

wenn es für dich märchen sind.....naja muss jeder selber wissen verstehe nur nicht wieso bei deinen themen gott und religion steht wenn du sowieso nicht dran glaubst.

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.04.2016, 23:03

Wenn die Geschichten gut sind, braucht man sich auch nicht genieren, wenn man sie weitererzählt. Ein Copyright gab es damals noch nicht. Auch beinahe alle Märchen der Gebrüder Grimm haben einen Ursprung in alten keltischen oder germanischen Mythen. 

Auch wenn es sich deiner Meinung nach "nur" um Märchen handelt, sollte man meiner Meinung nach Respekt und Ehrfurcht vor ihnen haben. Hinter solchen Geschichten steckt immer eine versteckte Wahrheit, eine tiefere Moral und auch viel Kreativität.

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