Beeinflusst Hitze einen Wärmemengenzähler?

5 Antworten

Deiner Beschreibung nach kann es sich eigentlich nur um eine Fußbodenheizung handeln, die bei Dir verlegt ist und der Wärmemengenzähler ist am Heizkreisverteiler angebracht und misst ständig die Differenz an Vorlauf und Rücklauf der Heizungsrohre.

Wenn das so ist, dann misst der Wärmemengenzähler tatsächlich ganz exakt, wieviel Wärme durch Deine Fußbodenheizung in die Wohnung transportiert und dort abgegeben wurde.

Dass es in der Nische heiss ist, ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn das bedeutet, dass die Heizung bei Euch gut funktioniert. Sofern die Heizungsanlage im Gebäude arbeitet, wird Wärme zu den Heizkreisverteilern transportiert. Sind die Verteiler geschlossen, also die Beheizung der einzelnen Räume ist abgestellt, dann bleibt die Wärme auch dort und es wird vom Wärmemengenzähler kein Verbrauch erfasst.

Sind jedoch die Heizkreise der einzelnen Räume aufgedreht, werden diese beheizt und dann misst auch der Wärmemengenzähler einen Verbrauch.

Da Du jetzt erst bemerkst, dass es bei Dir eine "heisse Nische" gibt, bezweifle ich, dass Du jemals bemerkt hast, dass Deine Heizung unnötigerweise auch im Sommer fleißig heizt.

Hast Du einzelne Raumthermostate evtl. mit Schalter zum An- und Abschalten? Hast Du diese Regler jemals irgendwie betätigt?

Möglicherweise ist das die Ursache für die hohe Nachzahlung.

Eine andere Ursache kann sein, dass im Gegensatz zu den Nachbarn, Deine Heizkostenvorauszahlungen viel zu niedrig angesetzt sind. Dann wäre eine Nachzahlung logisch.

Ich zahle € 299 Nebenkosten für eine Wohnung mit 99 qm. Ich hatte 12 Jahre immer ein Guthaben und seit zwei Jahren plötzlich eine so hohe Nachzahlung, obwohl die Heizölpreise kontinuierlich gesunken sind und die Vorauszahlung in den letzten Jahren angehoben wurden.

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Hallo stern2302,

der Wärmemengenzähler kann im Gegensatz zu den Verdunsterröhrchen eigentlich nicht durch hohe Temperaturen
falsch zählen. Der Signalleiter und der Wärmefühler können aber durch elektrische Leitungen beeinflusst werden.

Außerdem gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten eines fehlerhaften Einbaus.

Wenn du denkst dass das Messergebnis nicht stimmt soll sich das ein unabhängiger Sachverständiger anschauen. Danach kannst du evtl. in Widerspruch gehen und Änderungen an Messgerät und Installation einfordern.

Nathan

Die Heizkostenverteiler≡, z.B. von Techem, Typ EHKV≡
vario SIII, ("Zähleruhren") zählen, wenn am Anbringungsort eine
Temperatur ab 22,5 °C Heizflächentemperatur und eine Differenz zwischen
Heiz- und Raumtemperatur von 4 Grad überschritten wird.

http://www.heiz-tipp.de/forum-heizkostenabrechnung-techemsystem-35-386.html#cartoon

Ich weiß nun nicht, ob das bei Dir so ist. Ich könnte es mir aber vorstellen.

Wende Dich doch mal an die Verbraucherzentrale (wenn bei Eurer Mietrechtsberatung angeboten wird).

Nein, Wärmezähler sind eichpflichtige Messgeräte und Heizkostenverteiler sind ein sog. Messhilfsverfahren. Wärmezähler stellen Temperaturdifferenzen in das Verhältnis zum Volumenstrom, Heizkostenverteiler erfassen Temperaturen am Montagepunkt des Geräts.

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