Beeinflusst ein Kirchenaustritt der Eltern die Kinder?

15 Antworten

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Natürlich, denn die Knder nehmen alles von ihren Eltern an. Auch dann, wenn sie sich das vielleicht äußerlich nicht anmerken lassen, und brav alles wegen der Geschenke mitmachen. aber als einen Zirkus, mit dem sie selber nichts zu tun haben.

Wenn DU meinst, in der Kirche gibt es nur den unnötigen Kult und Abzocke, dann wird es das Kind auch so erleben. Wenn du entdeckst, was es in der Kirche an Schätzen gibt, dann wird das auch auf dein Kind Einfluss haben.

Die Kirche ist die (verdreckte) Kiste im Acker der Welt. Aber in der Kiste ist der Schatz, für den es sich lohnt, ALLES zu geben.

Soweit meine Erfahrung.

Stimmt. Eine neutrale Erziehung gibt es nicht. Eine gleichgültige Handlung wird auch dann vererbt, wenn sie sich anders nennt.

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Wenn Du nur Dein Austritt gibst, nicht den der Kinder auch, sind sie noch in der Kirche drinn, die Kinder müssten ihren Austritt mal selber geben, soviel ich weiss, können das die Eltern nicht, auch wenn die Kinder noch nicht Volljährig sind, ich weiss das von einer Freundin, bei der es deswegen Probleme gab. Deine Kinder sind also noch Kirchenmitglieder. G,Elizza

Wenn beide Eltern nicht Mitglied einer Kirche sind, dann können deren Kinder auch kein Mitglied einer Kirche (evangl./Kath) werden. Es muß mindestens ein Elternteil der Kirche angehören um zu gewährleisten, dass eine religiöse Erziehung erfolgt. Das Kind kann sich aber mit dem 14. Lebensjahr selbst für einen Kircheneintritt/Taufe entscheiden. Bereits getaufte Kinder bleiben auch dann Kirchenmitglied, wenn beide Eltern aus der Kirche ausgetreten sind.

Kirchenaustritte der Eltern haben nicht zwangsläufig zur Folge, dass die Kinder auch aus der Kirche ausgeschlossen sind. Sie können getauft werden, alle Sakramente empfangen und auch kirchlich heiraten und ein Patenamt übernehmen. Es fragt sich allerdings, warum Eltern ihre Kinder in einer Kirche lassen wollen, von der sie selbst offenbar nichts halten.

Vielleicht wollen sie ihre Kinder in der Klassengemeinschaft nicht zum Außenseiter machen oder ihnen die Feiern mit den damit verbundenen Geschenken nicht vorenthalten. Aus dieser Sicht ist nichts zu befürchten. Es kann alles "äußerlich" stattfinden, es würde den Kindern ohne den Glauben und die rechte Vorbereitung aber nichts bringen. Und hier hat das Vorbild der Eltern schon einen großen Einfluss.

Im Religionsunterricht lernen sie dann etwas anderes, als ihnen zu Hause vermittelt wird. Der Glaube muss den Kindern auch vorgelebt werden und wenn Eltern von Kirche nichts halten, wird sich das auch auf die Kinder auswirken. Hier hat Gritti schon sehr schön alles gesagt, was zu sagen ist. Entweder man glaubt, dass Christus der Herr der Kirche ist und in ihr mit allen Gnadengaben lebt oder man glaubt es nicht. Ein Zwischending gibt es nicht.

So wie die Änderung des Familiennamens seitens der Eltern nicht automatisch den Familiennamen des Kindes ändert, so ist es auch mit dem Kirchenaustritt.

Der Pfarrer wird sich jedoch vielleicht Gedanken machen, was das Versprechen solcher Eltern wert gewesen sein mag, das sie ihm bei der Taufe der Kinder gegeben haben.

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