Bedrohen Computer und Multimedia unsere Kommunikation und unsere Kultur?

3 Antworten

Na ja, ich war in einer Zeit Jugendlicher und Twen als es keine bis kaum Handys und Internet gab. Und auch da war es einem gut möglich weiter entfernte Freundschaften zu pflegen. In meinen Augen nicht schlechter als jetzt. Die Kommunikation an sich ist durch das Übermaß an virtuellen Möglichkeiten oberflächlicher geworden, überall wird auf die schnelle jeder belanglose Kram ins Netz gestellt und mal schnell hier und da geliked oder mit Kürzeln geantwortet. 

Die Wortschöpfung hat sich meines Erachtens im Allgemeinen eher reduziert. Alles in allem stehe ich dem Ganzen zwiespältig gegenüber, allerdings wird sich an dem Prozess auch nichts ändern. Die Kommunikation entwickelt sich eben in diese Richtung, die Generationen, die jetzt aufwachsen empfinden diese Art der Kommunikation als normal und wenn man auf der Höhe sein will, muss man das auch zumindest teilweise auch in Kauf nehmen. 

Wobei es ja jedem weiterhin selbst überlassen ist, ob und in welchem Umfang er diese Medien und Plattformen nutzt.

Ich bin zwar wesentlich älter, bin aber Computerfreak.

Meine Meinung deckt sich aber sehr genau mit Deiner!

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Ich sage nein, denn das ist genauso eine Veränderung der Kultur wie die Erfindung von Briefen, Schrift und allgemein Papier. Als man anfing, von Steinplatten auf Papyrus zu wechseln war das ja auch keine Bedrohung.

Ich denke das kann man so nicht vergleichen, der Wechsel von Steinplatten auf Papier war ja der Kommunikation und Weitergabe der Informationen förderlich. Wie ich oben beschrieb ist gerade im privaten Bereich alles viel oberflächlicher und bequemer geworden. Es werden eben nicht mehr oder tiefere Kommunikationen geführt, sondern man nutzt die Plattformen in sehr bequemer und oft nichts sagender Weise. Ich will das nicht pauschalisieren, aber wenn ich sehe wie viele gerade jüngere Menschen sich tagtäglich stundenlang mit ihren Smartphones beschäftigen und was dann dabei rauskommt (kryptisches belangloses texten, liken, output sinnloser Info über das was man grad isst oder ob man sich auf m Klo befindet), das ist keine Kommunikation wie sie z.B. per Brief erfolgt, wo man sich vorab schon sehr wohl Gedanken darüber macht was man dem Empfänger schreiben will. Ich bin dem ganzen ja nicht komplett abgeneigt, es ist wie mit dem Fernsehen, wer es klug nutzt hat Vorteile dadurch, die anderen verblöden eher oder werden unkreativ und apathisch.

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Da kann ich dir nur zustimmen! Die Frage ist jedoch jetzt die, ob der Mensch überhaupt solche tiefgründigen Gespräch machen möchte und Fernsehen nur zur Allgemeinbildung nutzen möchte, die Möglichkeit hat er ja. Nur machen es die wenigsten. Und ist etwas schlimm, wenn der Mensch etwas aufgibt, was der Mensch an sich gar nicht machen möchte? Man kann immer irgendwie alles hinterfragen :D

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Computer und Multimedia haben unsere Kommunikation und Kultur bereits nachhaltig verändert.

Veränderung hat es immer gegeben und wird es immer geben.
Für mich stellt sich die Frage des Pro und Kontra nicht.Multimedia und Computer sind fester Bestandteil des täglichen Lebens.

Vielleicht müssen wir aber alle noch besser lernen damit umzugehen UND gleichzeitig eine soziales Leben aufrecht zu erhalten.

PS.: in meiner Jugend gab es keine Handys und gerade mal die ersten Coputer hielten Einzug in private Hände.

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