Bedeutung von Homologien für die Evolutionsforschung erklären?

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2 Antworten

Der Begriff Homologie wird heute weiter gefasst:

http://flexikon.doccheck.com/de/Homologie

In Schulbüchern stammen die Beispiele für Homologie oft nur aus der vergleichenden Anatomie. Damit kann man die Stammesgeschichte der Lebewesen nicht aufklären, sondern man kann sie gut belegen.

7. Darwins Theorie der Homologie

Bei seinen
Studien bemerkte Darwin, dass unterschiedliche Arten von Lebewesen einige
Merkmale gemeinsam haben, wie die fünf Finger der menschlichen Hand und die
fünf „Finger“ im Flügel der Fledermaus oder in der Flosse des Delphins. Er
postulierte, dass diese Ähnlichkeiten bei unterschiedlichen Gattungen, die er
„Homologie“ nannte, Belege für eine gemeinsame Herkunft seien.

Aber dieses
Argument basiert auf einer Analogie, die ziemlich schwach ist. Der
Fossilbericht zeigt ja keine schrittweise Evolution dieser Gliedmaßen von einer
Gattung zur anderen auf. Es gibt aber einen anderen und einfacheren Weg, diese
gemeinsamen Merkmale zu erklären. Statt auf einen gemeinsamen Vorfahren
zurückzugehen, könnten diese ähnlichen Merkmale einfach die Folge eines
gemeinsamen Designs sein.

Wir sehen
dieses gemeinsame Design darin, wie der Mensch Dinge baut. Wir bauen ein Auto,
einen Wagen und einen Staubsauger mit vier Rädern, was aber nicht bedeutet,
dass sie einen gemeinsamen Vorfahren haben – lediglich ein gemeinsames Design.
Vier Räder vermitteln nun einmal mehr Stabilität und Halt als drei Räder und
können das Gewicht oberhalb besser verteilen. Wir können so schließen, dass ein
kluger Designer diese Art von Modell der vier Füße verwendet hat, um vielen der
geschaffenen Lebewesen Stabilität und Halt zu vermitteln, statt drei Beine zu
verwenden.

In ähnlicher
Weise weist der Einsatz von fünf Elementen in Händen, Flügeln und Flossen auf
gute Designmerkmale hin, die wiederholt eingesetzt wurden, um optimale
Ergebnisse zu erzielen. Das Gleiche kann darüber gesagt werden, warum Lebewesen
vom Frosch bis zum Menschen zwei Augen, zwei Ohren und vier Gliedmaßen haben.
Das sind Belege für gutes Design und gute Funktion.

Was macht
wirklich mehr Sinn: Dass ein Designer diese gleichen Muster eingesetzt hat,
weil sie so gut funktioniert haben, oder dass der blinde Zufall in natürlicher
Auslese und Mutationen nach soundso vielen Versuch-und-Irrtum-Durchgängen ganz
zufällig mit dem optimalen Design aufgewartet hat? Wenn Letzteres zutreffen
würde, wo sind dann die Belege für die vielen Versagermodelle, die auf dem
Müllhaufen des Fossilberichts hätten landen müssen, so wie es Darwin
vorhergesagt hatte? Es wurden keine derartigen Beweise gefunden.

Quelle: http://www.gutenachrichten.org/ARTIKEL/gn10ma_art3.htm

agrabin 28.02.2017, 05:33

Eine kreationistische Quelle für den  Biologieunterricht?

Das ist doch Käse. 

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Hyperhaes 28.02.2017, 14:33

Naja...

keine Entwicklung nachweisbar? Seltsam, eine kurze Recherche beweist das Gegenteil...

z.B. http://evolution.berkeley.edu/evolibrary/article/evograms_04

https://pandasthumb.org/archives/2013/04/coelacanths-are.html

http://www-news.uchicago.edu/releases/07/070801.coelacanth.shtml

https://www.researchgate.net/publication/6188070_First_discovery_of_a_primitive_coelacanth_fin_fills_a_major_gap_in_the_evolution_of_lobed_fins_and_limbs

müsste sogar für totale Laien verständlich sein.

Oder http://www.ijdb.ehu.es/web/descarga/paper/12455618

oder hier mal mit Analyse der genetischen Grundlagen der "limb-evolution":

http://www.crg.eu/en/news/key-genetic-event-underlying-fin-limb-evolution

Das mit dem Design ist ein extrem schwaches und auch Boomerang-Argument, da wir im Tierreich extrem viele Abweichungen eben dieser angeblich gut designten Formen finden... Spinnen bzw. viele Insekten im Allgemeinen, sowohl was die Augen, als auch die Extremitäten angeht. Hat sich da der angebliche Designer plötzlich etwas anderes überlegt... Oder im Falle von Rudimenten, wie z.B. Beckenknochen mit Beinansätzen bei Walen oder Schlangen... Plötzlich beim Design anders überlegt?

Gerade die Augen sind ein totales KO-Argument gegen Design, da diese so extrem ineffizient sind, dass jeder Designer für sowas verlacht werden würde (wir können eigtl. auch nur halbwegs vernünftig sehen, weil unser Gehirn eine Korrektur vornimmt. Und im Vergleich zu anderen Tieren ist unser Sehvermögen bestenfalls als lächerlich einzustufen... gleiches gilt für das Hör- und Riechvermögen... alles weit entfernt von einem "guten Design"...) Ähnliche Probleme findet man überall, gerade in der Biochemie z.B: ... wer sich mal mit der T-Zell-Reifung beschäftigt hat, der wird von dem angeblichen "perfekten Design" sehr schnell Abstand nehmen... >95% Ausschuss... und trotzdem noch Probleme? ... Perfektes Design?... 

Ich frage mich, ob von Kreationisten absichtlich-trotz der sehr einfach und schnell verfügbaren Informationen- immer wieder die gleichen falschen Dinge behauptet werden, weil man sich fast sicher sein kann, dass wohl gut 99% (mein Eindruck) der Kreationisten sowieso nicht auf die Idee kommen etwas zu überprüfen, was der ET scheinbar widerspricht... 

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