Bedeutung von Bibelstelle? Galater 4,27?

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8 Antworten

Bei der Deutung von Bibelworten darfst Du sie nicht aus dem Zusammenhang brechen und für sich nehmen. Im Galaterbrief geht es an dieser Stelle um den Rückfall in die Gesetzlichkeit, indem man nach dem (mosaischen) Gesetz urteilt, statt dem Geist Jesu zu folgen. Paulus verdeutlicht das, was er erreichen möchte, mit einem Gleichnis, nämlich mit der Geschichte der beiden Frauen Hagar und Sarah, die beide von Abraham ein Kind hatten. Hagar war die Magd, Sarah die Ehefrau. Paulus nennt das Gesetz des Sinai, also das mosaische Gesetz, und das irdische Jerusalem "Hagar" und sagt sinngemäß, daß dessen Kinder dienstbar sind also unfrei, sie stehen unter dem Gesetz. Die Gemeinde der Christen aber nennt er "die Freie" und vergleicht sie mit Sarah. Denn die Christen sind - wie Isaak - Kinder Gottes der Verheißung nach, die Gott gab. Sie sind nicht Kinder der Abstammung, so wie das jüdische Volk. Deshalb nennt Paulus den Christen ihre "Mutter", das himmlische Jerusalem, zu dem sie gehören, nicht das irdische mit seinem jüdischen Gesetz. Es geht darum, klarzustellen, daß Christen die Vorschriften und Gebote des jüdischen Gesetzes nicht erfüllen müssen, sie müssen nicht erst Juden werden, um dann Christen sein zu können. Und um sein Beispiel ganz klar zu machen, zitiert Paulus aus dem AT "Sei fröhlich... ". Die unfruchtbare Sarah hat mit dem Sohn, der verheißen wurde, nämlich Isaak mehr Kinder gehabt, als die, die denn Mann hatte, nämlich Hagar. Paulus sagt damit: Das Judentum braucht sich auf seine Abstammung nichts einzubilden, denn die Verheißung Gottes an die Christen wird viel mehr "Kinder" hervorbringen als nur die, die sich auf Abstammung berufen können.

Schau Dir bitte immer (!) den Zusammenhang an, wenn es um einen Satz aus der Bibel geht. Für gewöhnlich findest Du dort die Erklärung. Wenn man die Bibel wie einen Steinbruch benutzt, um sich Zitate herauszuholen und sie für die eigenen Interessen dienstbar zu machen, bürstet man sie gegen den Strich. Dafür ist die Bibel nicht gemacht und das hat sie auch nicht verdient. Gruß, q.

HektorPedo 08.07.2011, 11:33

Phantastisch. DH.

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santoberger 09.07.2011, 12:15

Deiner Auslegung stimme ich insofern zu, dass Christus Erlöser auch der Nicht-Juden ist.


Doch lehrte Jesus in Matthäus.5 die ewige Gültigkeit des Gesetzes Gottes, aber gab sich selbst sein unschuldiges Leben, als das vom Alten Testament geforderte, nun aber ewige vollkommene Sündopfer, siehe Hebräerbrief. Denn gerade weil das Gesetz alle Menschen zu Sündern zur Todesstrafe verdammt, musste zu unserer Sündenvergebung der sündlose (unschuldige) Christus, die Todesstafe der Menschen auf sich nehmen, als unser gnädiger Erlöser.


So auch Paulus in 1.KORINTHER15:

22 Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. 23 Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. (Galater 5.17) 24 Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? 25 Ich danke Gott durch Jesum Christum, unserm HERRN...

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Paulus stellt das jüdische Volk, das durch den mosaischen Bund, den Gesetzesbund, mit Jehova vermählt war (das aber Jesus Christus verworfen hatte), der himmlischen weibesgleichen Organisation Gottes wie folgt gegenüber: „Zum Beispiel steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd [der Ägypterin Hagar] und einen von der Freien [von Sara, seiner Frau]; aber der [namens Ismael] von der Magd wurde in Wirklichkeit nach der Weise des Fleisches geboren [ehe Abraham zeugungsunfähig wurde], der andere [namens Isaak], von der Freien, durch eine [göttliche] Verheißung. Diese Dinge sind ein symbolisches Drama; denn diese Frauen [Hagar und Sara] bedeuten zwei Bündnisse, das eine vom Berge Sinai [durch Moses], welches Kinder zur Sklaverei hervorbringt, und das ist Hagar [die Sklavin]. Diese Hagar nun bedeutet den Sinai, einen Berg in Arabien, und sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei. Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.“

„Denn es steht [in Jesaja 54:1] geschrieben: ,Sei fröhlich, du Unfruchtbare [das Jerusalem droben], die nicht gebiert; brich hervor und rufe laut, du, die du keine Geburtsschmerzen hast; denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als die von der, die den Mann hat.‘ Wir nun, Brüder, sind Kinder, die zu der Verheißung gehören, gleichwie es Isaak war. Aber so, wie damals der nach der Weise des Fleisches Geborene [Ismael] den nach der Weise des Geistes Geborenen [Isaak] zu verfolgen begann, so auch jetzt. Doch was sagt die Schrift? ,Treibe die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll keinesfalls Erbe sein mit dem Sohn der Freien.‘ Deshalb, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien.“

„Für eine solche Freiheit hat Christus uns frei gemacht“ (Galater 4:22 bis 5:1). Da das „Jerusalem droben“, dessen „ehelicher Besitzer“ Jehova, sein „großer Erschaffer“, ist, außer Jesus, dem Messias, seinem Erstgeborenen, noch weitere geistige Kinder haben sollte, wird in Jesaja 54:13 zu ihm gesagt: „Und alle deine Söhne werden von Jehova Belehrte sein, und der Friede deiner Söhne wird überströmend sein.“

Anders formuliert:

Paulus wies darauf hin, dass Sara, die „Unfruchtbare“, Gottes Ehefrau darstellte, also den himmlischen Teil seiner Organisation. Diese himmlische „Frau“ war insofern unfruchtbar, als sie, bis Jesus kam, keine geistgezeugten „Kinder“ auf der Erde hatte (Galater 4:27; Jesaja 54:1-6). Zu Pfingsten 33 u. Z. wurde dann auf eine Gruppe Männer und Frauen heiliger Geist ausgegossen, die so als Kinder dieser himmlischen Frau wiedergeboren wurden. Die Kinder dieser Organisation wurden als Söhne Gottes angenommen und sie wurden unter einem neuen Bund Miterben mit Jesus Christus (Römer 8:15-17). Paulus, der zu jenen Kindern gehörte, konnte schreiben: „Das Jerusalem droben . . . ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26).

Abundumzu 11.07.2011, 10:29

Hallo JensPeter,

Deine Antwort zeichnet sich einmal wieder dadurch aus, dass die Argumentation biblisch gut begründet und belegt ist und nicht nur "aus dem Bauchgefühl" heraus erläutert wird.

DH!

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asteppert 11.07.2011, 21:34
@Abundumzu

Hallo JensPeter,

wieder eine sehr gut begründete Antwort.

DH!

Dein Bruder Alfred

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Zwei Frauen, zwei Bündnisse Paulus erklärte, was dieses „symbolische Drama“ im Einzelnen darstellte: „Diese Frauen bedeuten zwei Bündnisse“, schrieb er, „das eine vom Berg Sinai, welches Kinder zur Sklaverei hervorbringt, und das ist Hagar. . . . sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei“ (Galater 4:24, 25). Hagar stellte das buchstäbliche Israel mit seiner Hauptstadt Jerusalem dar. Die jüdische Nation war durch den am Berg Sinai eingesetzten Gesetzesbund an Jehova gebunden. Unter diesem Bund wurden die Israeliten ständig daran erinnert, dass sie der Sünde versklavt waren und erlöst werden mussten (Jeremia 31:31, 32; Römer 7:14-24). Wen stellten dann Sara, „die Freie“, und ihr Sohn Isaak dar? Paulus wies darauf hin, dass Sara, die „Unfruchtbare“, Gottes Ehefrau darstellte, also den himmlischen Teil seiner Organisation. Diese himmlische „Frau“ war insofern unfruchtbar, als sie, bis Jesus kam, keine geistgezeugten „Kinder“ auf der Erde hatte (Galater 4:27; Jesaja 54:1-6). Zu Pfingsten 33 u. Z. wurde dann auf eine Gruppe Männer und Frauen heiliger Geist ausgegossen, die so als Kinder dieser himmlischen Frau wiedergeboren wurden. Die Kinder dieser Organisation wurden als Söhne Gottes angenommen und sie wurden unter einem neuen Bund Miterben mit Jesus Christus (Römer 8:15-17). Paulus, der zu jenen Kindern gehörte, konnte schreiben: „Das Jerusalem droben . . . ist frei, und es ist unsere Mutter“ (Galater 4:26). Kinder der Frau Gemäß dem Bibelbericht wurde Isaak von Ismael verfolgt. Ebenso wurden im ersten Jahrhundert u. Z. die Kinder des Jerusalem droben von den Kindern des versklavten Jerusalem verspottet und verfolgt. „So, wie damals der nach der Weise des Fleisches Geborene [Ismael] den nach der Weise des Geistes Geborenen [Isaak] zu verfolgen begann, so auch jetzt“, erklärte Paulus (Galater 4:29). Als Jesus Christus auf der Erde erschien und das Königreich verkündigte, behandelten ihn die geistlichen Führer der Juden genauso, wie Hagars Sohn Ismael seinerzeit Abrahams wahren Erben Isaak behandelt hatte. Sie verspotteten und verfolgten Jesus Christus, weil sie offensichtlich Jesus als Eindringling betrachteten, sich selbst aber als Abrahams rechtmäßige Erben. Kurz bevor die Führer des natürlichen Israel Jesus hinrichten ließen, sagte dieser: „Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind — wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt. Seht! Euer Haus wird euch verödet überlassen“ (Matthäus 23:37, 38). Als aber Jehova sein Volk aus der Gefangenschaft zurückführte, machte er Jerusalem gleich einer Frau, die ihrem Mann viele Kinder geboren hat (Jes 54:1-8). Der Apostel Paulus zitiert aus Jesaja 54 und wendet diese prophetischen Worte auf „das Jerusalem droben“ an, das frei ist und das „unsere Mutter“ ist (Gal 4:26, 27). Das liefert offensichtlich den Schlüssel zum Verständnis der in Offenbarung 12:1-5 aufgezeichneten Vision, in der eine schwangere „Frau“ im Himmel „einen Sohn, einen Männlichen“, gebiert, „der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll“. Das Hüten der Nationen mit eisernem Stab steht unmittelbar in Verbindung mit dem messianischen Königreich Gottes; die Vision muß sich daher auf das Hervorbringen dieses Königreiches beziehen, weshalb nach dem mißlungenen Angriff Satans auf das neugeborene „Kind“ der Ruf erschallt: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen“ (Off 12:10). Die Schmerzen, die die schwangere „Frau“ im Himmel vor der Geburt hatte, erinnern an den vom Apostel Paulus in Galater 4:19 gebrauchten Ausdruck „Geburtsschmerzen“, womit anscheinend ein starkes Interesse und der inbrünstige Wunsch gemeint sind, den Abschluß einer Entwicklung zu sehen (im Falle des Apostels Paulus das vollständige Heranreifen der gläubigen Galater als Christen

Zunächst ein allgemeiner nützlicher Hinweis:

Wenn man einen Bibelvers analysieren möchte, dann macht es Sinn, das zu lesen, was "drumherum" steht. Dies nennt man den Kontext. Den Zusammenhang also. Ich hab mir den Spaß eben gemacht und im Herrn der ringe eine beliebige Seite aufgeschlagen und meinen Finger auf eine Stelle gelegt. Dort steht "Bleibt alle stehen, wo ihr seid!". Ich hab keine Ahnung, was das zu bedeuten hat, bevor ich nicht "drumherumlese" und herausfinde, wer das zu wem aus welchem Grund und zu welchem Zweck und in welcher SItuation gesagt hat. Mit der Bibel ist das nicht anders. Geht man anders vor, dann kann man zu solch wirklich stumpfen Auslegungen kommen, wie derjenige, den Indy72 (Sorry!) zitiert hatte.


Die Aulegung ist für diesen Vers recht einfach. Pulus gibt ja selbst Hinweise (Ihr seid Kinder ... der verheißung) Ich mach es mal Schritt für Schritt. In Kapitel 4 schreibt Paulus an die Galater über Menschen, die in seiner Abwesenheit auf die Galater Einfluss ausüben. Diese wollen die junge Gemeinde dazu bewegen sich an die jüdischen religiösen Regeln zu halten, was das Halten bestimmter Feiertage einschließt. Die Galater sind geneigt, diesem Einfluss nachzugeben, weil sie das "ewige Leben" nicht gefährden möchten. Für einen Juden ist es so, dass seine Heilserwartung von dem Halten der Gebote abhängt. Für einen Christen hängt dies aber von dem Glauben an die Rettung durch Jesus Christus ab und er ist deshalb davon frei, sich durch Gesetzlichkeit diese zu verdienen (siehe Kapitel 5). Paulus unterscheidet durch den Hinweis auf Hagar(Magd)/Sara(Freie) also "Gesetzeshalter" und "Christusvertrauende". Auch im Neuen Testament gibt es die Unterscheidung der Erdbevölkerung zwischen Israel und "den Nationen". Israel ist und bleibt das exklusiv für Gott erwählte natürliche Volk und ist bestimmten Gesetzesvorschriften unterworfen. Israel "hat den Mann". Dies ist das natürliche sichtbare Judentum durch Beschneidung, welchem sich anzuschließen die Galater Gefahr laufen (s. Kap. 5,2+3). Jesus sammelt aber sein Volk aus allen Nationen (siehe "Missionsbefehl"). Das ist die Gemeinde oder die Kirche oder die Christenheit. Obwohl die allermeisten davon aus "den Nationen" kommen (die keinen Mann - kein irdisches Bündnis haben - also "die Einsame" ist) sind heute zahlenmäßig mehr Menschen Christen, als dem natürlichen Israel zuzuschlagen sind.

Paulus fordert die Galater dazu auf, sich ihrer Freiheit vom Gesetz bewusst zu werden. Sie sollen voll und ganz auf die Gnade abstellen, die sie durch Glauben an Jesus haben und nicht versuchen, Gottes Gunst durch Gesetzesgerechtigkeit sich zu verdienen und damit wieder unfrei zu werden. Das einzige, was Kraft hat, ist der Glaube (das Vertrauen) in Jesus als den Retter und den Zugang zu Gott und dem ewigen Leben.


Übertragen auf die heutige Zeit denke ich dabei an gängige Irrtümer von Menschen, die selbst nominell dem Christentum zuzuschreiben sind, weil sie qua Babytaufe und Konfirmation/Firmung i-wie zu einer Kirchenmitgliedschaft gekommen sind. Wie viele Menschen gibt es heute, die irrtümlicherweise denken, dass Christsein im Wesentlichen etwas mit dem Halten der "10 Gebote" oder "ein guter Mensch sein" zu tun hätte und das "gute Menschen in den Himmel kommen". Im Licht dessen, was Paulus hier und an anderen Stellen schreibt, stellt sich das natürlich als totaler Humbug heraus. Bibellesen lohnt sich!

santoberger 09.07.2011, 14:05

Ja, nur Werke oder sogenannte Sakramente ergeben wohl keinen Sinn.

Aber aus dem Glauben (Evangelium) müssen die Werke (Gesetz) auch folgen.

JAKOBUS 2: 26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.


Ja, entscheidende Grundlage unserer Erlösung ist Christus, aber das Wesen eines neuen Christenmenschen ist auch, dass er sich Gottes ewiggültiges Gesetz "ins Herz schreiben lässt"

Siehe HEBRÄER 10:

14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden. 15 Es bezeugt uns aber das auch der heilige Geist. Denn nachdem er zuvor gesagt hatte: 16 "Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen", spricht der HERR: "Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben, (Hebräer 8.10) 17 und ihrer Sünden und Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken." (Hebräer 8.12)

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izreflexxx 09.07.2011, 21:33
@santoberger

Hallo santo.

Ich musste ein wenig über deinen Kommentar nachdenken, bevor ich antwortete. Ich habe auch überlegt, ob ich es überhaupt mache, doch erscheint es mir richtig.

Das allerwichtigste zuerst: Wir sind uns in der Hauptsache absolut einig! Du sagst selbst, dass entscheidende Grundlage der Christus Jesus ist und das Vertrauen in ihn als Retter und Herrn. Und das ist es ja, was die Bibelstelle aussagt.

Ich bin mir sicher, dass du mir zustimmst, dass die heilige Schrift sich nicht widerspricht. Viele meinen, dass der Verfasser des Hebräerbriefs auch Paulus gewesen sein könnte. In seinem Brief an die Römer hat er die Rolle Israels in der zukünftigen Weltgeschichte bestätigt. Ich hatte den starken Eindruck, dass sich die Prophezeiung aus Jeremia auf Israel bezieht. Und schließlich: Alle Menschen wissen um GUT und BÖSE. Und dieses Gewissen klagt sie an. Adam hat dieses Wissen im Unvertrauen an sich gerissen. Und das Gesetz Israels: Es sollte ein heiliges Volk als solches sichtbar machen zum Zeichen für die Nationen, damit sie herbeikommen und zu Gott, dem einen Schöpfer umkehren. Nun sind wir aber ausgesandt. Nicht mit einem Gesetz um es den Menschen schwer zu machen, das Heil zu erwerben; sondern mit der Freiheit des Glaubens! Das Vertrauen in Gott, war schon damals das allerwichtigste. Das Kernkapitel des AT war als Mose, der den Jordan als Strafe JHWHs nicht überqueren durfte Israel einschärfte, dass ihr Gott der einzige Gott sei und dass dies jeden Bereich und jeden Moment ihrer Existenz betrifft. Mose hat darüber nicht philosophiert. Sein Glaube war vielfach erprobt (inklusive Scheitern), so wie bei Abraham. So wie ich das bei den alten Brüdern oft merke, wenn sie im schlichten Gebet anheben und mir der kalte Schauer über den Rücken läuft und die Tränen in die Augen schießen. Ein ganzes langes Leben in tiefer vertrauter Verbundenheit mit dem Herrn und ihre tiefe Dankbarkeit über ihre Rettung hat sie oft dazu veranlasst ein Ding, ein Etwas, eine Tat, ein gutes Werk, ein Zeugnis zu tun. Das ist es, was dieser Vers des Jakobus aussagt, meine ich (ich kann mich irren). Abraham hat als alter schon unfruchtbarer Mann Jahwe gehorcht und seinen schon als unfruchtbarer aus Gnade empfangenen Sohn kilometerweit verschleppt an Händen und Füßen gebunden, auf einen Altar gelegt, das Messer gezückt zum Opfern, den Sohn, der die Versprechen -die Erfüllung selbst seines Glaubens an Jahwe war. Wie weit bin ich davon entfernt, der ich mich manchmal gefühlsmäßig schäme Christus zu bekennen vor Leuten, deren Urteil mir egal sein könnte. Glaube bringt Taten hervor! Lass uns lieber beten füreinander, dass wir viel Vertrauen haben. Egal, ob wir nun Sabbat- oder Sonntagshalter sind.

Lieben Gruß in brüderlicher Verbundenheit!

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santoberger 10.07.2011, 13:16
@izreflexxx

Für Muslime oder Nichtchristen möchte ich die angeführte Geschichte von Abraham noch ergänzen: Als sein Sohn sich freiwillig auf den Opferaltar gelegt hatte um ein Opfer seines Vaters zu sein, gebot Gott selbstverständlich Einhalt. Stattdessen prophezeite er ihnen ein edleres Opfer. Dies wurde nicht nur ein Tier, sondern das sündlose, ewige Opfer Jesu Christi, Gottes Sohn. Die schwere Prüfung für Abraham, seinen Sohn zu verlieren, ist eine Andeutung auf die übermenschliche Liebe von Gott, als er seinen Sohn Jesus aufopferte für uns Sünder. Alle Opfer des Alten Testamentes sind ein Sinnbild für das Opfer Jesu Christi (siehe Hebräerbrief).


Bruder, es freut mich, dass Gottes Wort Dich zum Nachdenken bringt. Ja, mein Gebet ist, dass der Glauben an Gottes Wort Veränderung bewirkt. Weil Jesus mich liebt, will ich ihm auch gehorsam sein in den Geboten. Meine (sabbathaltende) Freikirche nimmt das Sündopfer Christi selbstverständlich zur Grundlage, aber Gehorsam ist darauf die Folge. Diese Reihenfolge sollte auch stets beachtet werden: http://www.adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/unsere-glaubenspunkte/praeambel/

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izreflexxx 10.07.2011, 20:31
@santoberger

Gott segne dich und deine Gemeinde! Der Ort an den er dich gestellt hat.

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Wahre Christen und Kinder Gottes, sind Kinder der Verheißung Gottes in seiner Zusage. Kein Mensch, noch Papst und sein Klerus, macht aus einem Menschen,der aus Fleisch und Blut besteht, einen CHRISTEN oder KIND GOTTES: Es sei denn, Gott selber macht es! Von Anfang der Menschheit, hat der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist, seine KINDER, DIENER und THEOLOGEN d.h. GOTTESLEHRER, IMMER selber gemacht durch Berufung, Erwählung und Legitimation, sie sind NIE von anmaßenden Menschen gemacht worden,wie es heute so üblich ist, NUR weil man die Bibel lesen kann. GOTT, ist der erste Lehrer des Menschen, die anmaßende Schlange und Satan, der selbstberufene und selbsterwählte, zweite Lehrer und Interpret/ Verfälscher des Wortes Gottes!
Einmal bei dem ersten Adam und zum andern, bei Jesus Christus, auf dem hohen Berg, Wüste und Zinne des Tempels. @ "Die Einsame hat viele Kinder, es sind alles Kinder der Verheißung Gottes, die der Mensch und Sünder, suchen und empfangen muss! @ "Die vom anmaßenden Fleisch gemachten Christen, sind und bleiben Kinder des
Fleisches und der menschlichen Vernunft, darum sterben sie auch in der Natur ihre Fleisches und NICHT indem zugesagten Heiligen Geist,dem Geist der Verheißung Gottes.

Falls du oder wer anders mal in eine richtig gute Bibel investieren will:

Ich hab super Erfahrungen mit der "Elberfelder Bibel mit Erklärungen" gemacht. So alle 3-4 Verse gibt es einen kurzen erklärenden Kommentar zum Bibeltext. Früher hieß die Jubiläumsbibel und war -wirklich- "sauteuer". Heute bekommt man die für 29,90 € unter o.g. Namen als Sonderausgabe mit lexikalischem Anhang und 80! Farbtafeln mit 230! Fotos quasi hinterhergeschmissen. Der Text der Elberfelder ist unter wissenschaftlichen Gesichtspunkt das beste, was man im deutschsprachigen Raum bekommen kann und die knappen Kommentare sind wirklich hilfreich.

bestewogibt - (Erklärung, Bibel, Theologie)
HektorPedo 08.07.2011, 11:30

Ja, Erklärungsbibeln sind klasse - ich empfehle die Stuttgarter Erklärungsbibel.

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Die herkömmliche Auslegung weist darauf hin, dass es jedem, der keine eigenen Kinder hat, frei steht, sich um die Kinder der anderen zu kümmern.

Nun gibt es je nach Standpunkt durchaus divergierende weitergehende Interpretationsmöglichkeiten.

Hier ein kleiner Vortrag des Galater-Textes:

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