Bedeutung der Reliquien?

7 Antworten

Reliquien sind Götzendienst und daher abzulehnen. Wer sich mit solchem Zeugs abgibt, braucht nicht zu glauben, den wahren Gott zu kennen. Denn er verbirgt sich vor solchen Personen.

(1. Johannes 5:21) Kindlein, hütet euch vor Götzen.

(1. Korinther 10:14) Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst.

(Psalm 115:4-8) Ihre Götzen sind Silber und Gold, Das Werk der Hände des Erdenmenschen.  5 Einen Mund haben sie, aber sie können nicht reden; Augen haben sie, aber sie können nicht sehen;  6 Ohren haben sie, aber sie können nicht hören. Eine Nase haben sie, aber sie können nicht riechen.  7 Hände gehören ihnen, aber sie können nicht tasten. Füße gehören ihnen, aber sie können nicht gehen; Sie äußern keinen Laut mit ihrer Kehle.  8 Die sie machen, werden ihnen gleich werden, Alle, die auf sie vertrauen.

Ob Reliquien echt oder unecht sind, ist nicht entscheidend.

Ich finde diese Zerstückelung von Toten auch recht abstrus.

Der Sinn dahinter ist aber, dass man sich daran erinnert, dass es schon vor uns Menschen gab, die für ihren Glauben eingestanden sind und sogar dafür ermordet wurden.

In jeder katholischen Kirche werden Reliquien in den Altar eingemauert. Damit stellt man eine Verbindung her zwischen dem Tod Jesu Christi, an den man in jeder heiligen Messe denkt, und dem Tod normaler Menschen, denen Jesus alles bedeutete.

Besonders in alt-tradionellen Glaubensformen, z.B. katholischer Volksglauben, haben Reliquien eine riesige Bedeutung.

Etwa in den Jahren bis 1700 war man total scharf auf jedes Knöchlein eines Heiligen. Man machte glänzende Geschäfte mit wirklichen und gefälschten Reliquien. Über die Hälfte der Reliquien ist gefälscht. Aus den Kreuzes-Splittern, die man weltweit vorzeigt, könnte man 10 Kreuze zimmern.

Bei einem, der ein Heiliger werden könnte, konnte man das Sterben gar nicht erwarten um ihn dann stückweise zu vermarkten.

Es herrschte der Aberglauben, daß alles, was mit dem "Heiligen" zu tun hat - sein Körper, aber auch seine Kleider, sein Löffel, seine Kissen usw. mit Heils- und Gnadenkräften durchsetzt sei und deshalb wunderwirkende Kraft auf den Besitzer entfalten könnte.

Jedes große kath. Kirchengebäude rühmt sich daher auch mit Reliquienbesitz - es zieht Ströme von Gläubigen an.

Beispiele: Heiliger Antonius in Padua. "Heilige drei Könige" in Köln (was besonderer Unfug ist).

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