Bedeutet kein Bargeld auch keine Inflation/Deflation mehr?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Es geht dabei nicht um das Bargeld an sich, sondern darum wieviel Geld man in den Umlauf bringt.

Angenommen man sorgt dafür, dass viel mehr Geld im Umlauf ist. Dann haben alle Menschen mehr Geld und wollen damit auch mehr einkaufen. Da mehr Menschen einkaufen, werden die Güter knapper und die Preise erhöht. (Man kann ja mehr für seine Produkte verlangen, wenn die Nachfrage größer ist)

Das heißt: Wenn mehr Geld im Umlauf ist werden die Güter teurer. Man kann sich also für den gleichen Geldbetrag weniger kaufen. Also sinkt der Wert des Geldes.

Angenommen es ist weniger Geld im Umlauf, dann können die Menschen weniger einkaufen. Die Händler bleiben auf Ihren Produkten sitzen und senken die Preise. Also steigt der Wert des Geldes.

Ob die Menschen das Geld jetzt als Bargeld besitzen oder nicht, spielt ja eigentlich keine Rolle

Ich glaube das mit dem Geld drucken ist einfach ein altes Beispiel aus Zeiten in denen es noch keine bargeldlose Zahlung gab.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit Bargeld hat Inflation und Deflation eigentlich garnichts zu tun.

Eingeschränkt mit der Geldmenge, wobei treffender ist als Determinante für das Preisniveau - neben externen Einflüssen wie Importpreise und Wechselkurse - die "monetäre Gesamtnachfrage".

Die monetäre Gesamtnachfrage ist nicht exakt gleichlaufend mit der Geldmenge, alleine schon, weil in ihr jegliche Nachfrage drin ist, in der Geldmenge aber je nach Definition eben nicht alles ( und Bargeld ist nur ein kleiner Teil einer ohnehin nur Teilmenge ).

Beispiel : Wenn Du sparst und in gleicher Höhe ein Kredit an jemand gewährt wird, der damit etwas kaufst, steigt zwar die Geldmenge, die monetäre Nachfrage aber nicht, weil durch die Nachfrage aus dem Kredit nur dein Nachfrageausfall aus der Ersparnis ausgleicht.

Wenn Du nun nach einiger Zeit dennoch dein Erspartes ausgibst, ohne dass der Kreditnehmer durch Ersparnis seinen Kredit zurückzahlt, steigt die monetäre Gesamtnachfrage, ohne dass sich die Geldmenge verändert.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

nein, das hat keinen Einfluss. Sogar bei Tauschwarengeschäfte wäre Inflation/Deflation möglich, wenn du plötzlich 10 Muscheln mehr für eine Flasche Schnaps geben müsstest

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

....kann man vereinfacht so ausdrücken.
Inflation kann man sehen, als die Vermehrung der Geldmenge bei konstanter oder rückläufiger Gütermenge. Es kommt also auf das Verhältnis an von Geld- und Gütermenge.

Dabei ist es aber egal, in welcher Form die Geldmenge vorliegt, also ob die Geldmenge aus wirklich Geldscheinen und Münzen besteht, oder aus (bargeldlosem-) Giralgeld auf einem Konto.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, Bargeld macht nur einen Bruchteil der Geldmenge aus. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bargeld oder Buchgeld - das macht keinen Unterschied

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, inflation/Deflation entsteht durch die Menge die An geld im Umlauf ist, im verhältnis zu anderen Währungen. Bei Bargeldloser Bezahlung ist das geld trotzdem im Umlauf, nur halt digital

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?