Bedeutet in religiösen Angelegenheiten der Begriff "Glaube" das selbe wie "Überzeugung"?

 - (Schule, Sprache, Religion)

Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

Es gibt einen Unterschied, nämlich:... 31%
Die Bibel hat recht! 21%
Sonstiges:... 21%
Friedrich hat recht! 10%
Immer der Friedrich... 5%
Nicht nur in religiösen Angelegenheiten. 5%
Ja, das ist das selbe. 5%

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Es gibt einen Unterschied, nämlich:...

...Glaube schließt die Möglichkeit ein, dass das "Geglaubte" nicht wahr sein könnte!

Überzeugung schließt diese Möglichkeit FAST VOLLSTÄNDIG, aber nicht ganz aus!

Bei bestimmten Religionen (Christentum, Islam ....) ist der Weg vom GLAUBEN zur ÜBERZEUGUNG nur die erste Station in Richtung SICHERHEIT ... und da ist dann intellektuell der ZAPFEN AB!

Ab dem Stadium der SICHERHEIT ist bei den meisten Religionen der Weg zum DOGMATISMUS - und mit diesem der klitzekleine Schritt zum FANATISMUS schon fast vollständig bewältigt.

Wenn letzterer auch genommen ist, dann fehlt eigentlich nur noch der letzte und konsequente Schritt zum TERRORISMUS - welcher aber ab dem Schritt zum Fanatismus nur noch ein kleiner ist!

...Es ist fast schon positiv überraschend, wie viele fanatisch religiöse Menschen diesen letzten, konsequenten Schritt zum Terrorismus dann doch nicht gehen;)

Danke! Das hast du sehr gut beschrieben!

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(Hebräer 11:1)

NWÜ; 1Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht.

ELB: 1 Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.

SLT: 1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

ZB: 1 Der Glaube aber ist die Grundlegung dessen, was man erhofft, der Beweis für Dinge, die man nicht sieht.

ESV: 1 Now faith is the assurance of things hoped for, the conviction of things not seen.

Nicht nur in religiösen Angelegenheiten.

Wikipedia:

"Überzeugung ist eine feste, unerschütterliche, durch Nachprüfen eines Sachverhalts oder durch Erfahrung gewonnene Meinung – oder ein fester Glaube. Er kann einerseits den persönlichen Glauben an die Richtigkeit von bestimmten Ideen und Wertvorstellungenoder andererseits den Prozess der Übertragung eigener Ideen auf andere Personen bezeichnen. Mit Überzeugung bezeichnet man auch den Glaubenssatz selbst, d. h. die Aussage, von deren Richtigkeit man überzeugt ist. Werden Überzeugungen nicht mehr hinterfragt, besteht die Gefahr der Ideologisierung."

In Gesprächen und Diskussionen mit Gläubigen oder generell mit anderen Menschen über Glauben und Religion benutze ich statt "Glauben" gerne mal "Überzeugung". Besonders dann, wenn jemand meint, dass Glaube eine Entscheidung sei, obwohl Glaube eben eine Überzeugung ist und damit auch keine Entscheidung. Man entscheidet sich nicht dafür oder dagegen, ob einen etwas überzeugt oder nicht. Man ist davon überzeugt oder eben nicht. So einfach ist das Prinzip. Keine Entscheidung steckt dahinter.

Anhand der Definition von "Überzeugung" trifft dieses Wort allerdings nicht nur im religiösen Bereich seinen Platz, sondern auch in ganz alltäglichen Dingen. Wenn ich sage, dass ich glaube, dass wir noch Eier im Kühlschrank haben, ist das auch eine Überzeugung, nämlich die, dass ich davon überzeugt bin, dass noch Eier im Kühlschrank sein müssten.

Gruß Kevidiffel

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