Bedeutet heute eine Ausbildung zu machen in ein paar Jahrzehnten Armut?

14 Antworten

Nein, denn es kommt darauf an, in welcher Branche man tätig ist.

Das Handwerk ist nicht einfach so durch Digitalisierung oder Roboter oder Maschinen zu ersetzen, denn es ist zu komplex. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den nächsten 20 Jahren Maschinen gibt, die Fliesen legen, die Heizungen und Autos reparieren (es gibt da Diagnosegeräte, aber die muss ein Mensch auslesen und auswerten können, sonst bringt das nichts) oder die Dächer decken. Auch bei einem Wasserrohrbruch kann die Digitalisierung nicht helfen.

Auch in der Kranken- und Altenpflege können Roboter oder Digitalisierung nur begrenzt eingesetzt werden, denn die Gesundheit bzw. Krankheiten und körperlichen Symptome sind auch zu komplex und vielseitig, um nur von Künstlicher Intelligenz behandelt werden zu können. Und was wäre, wenn der Patient weder reden noch schreiben bzw. Tastatur tippen kann? Was soll dann ein Roboter damit anfangen?

Außerdem gibt es auch in der IT-Branche Ausbildungsberufe wie IT-Programmierer oder technische Berufe wie Industrie-, Anlagen-, Zerspanungstechniker. Oder Elektriker mit Spezialisierung auf Fluggeräte, Maschinen oder Automatisierung.

und und und...

Wer heute eine Ausbildung starten will, sollte sich sehr genau mit dem Thema Digitalisierung und beruflichem Wandel beschäftigen. Das gilt aber nicht nur für Ausbildungs-- sondern auch für Studienberufe. Keineswegs werden alle Ausbildungsberufe in Zukunft wegfallen. Ausbildungsberufe wie Fachlagerist oder auch zahlreiche Büroberufe werden dabei als erstes bedroht sein, da sie leichter zu automatisieren sind. Aber z.B. ein Industriemechaniker oder ein Mechatroniker werden zumindest noch viel länger gute Perspektiven haben, denn auch wenn sich Maschinen ggf. mal selber warten, reparieren oder programmieren können wird das erst der übernächste Schritt sein. Auch Berufe wie Pfleger, Erzieher usw. werden noch sehr gute Perspektiven haben, da kein Mensch vollständig von Maschinen betreut oder gepflegt werden will, selbst wenn es technisch möglich wäre. Insofern sollte man einen Beruf wählen, der nicht so leicht durch Automatisierungstechnik ersetzt werden kann.

Gut beschrieben.

Eine Ausbildung in einer Bank würde ich heute auch nicht mehr machen, wegen dem Online-Banking und der Rationalisierung der Filialen, weil nicht mehr gebraucht. Auch für den Einzelhandel könnte es schwierig werden, wenn immer mehr Menschen in der Zukunft online einkaufen.

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Die Angst ist meiner Meinung nach nicht berechtigt. Überhaupt ist es so, dass Fachkräfte aller Branchen immer gebraucht werden.

Die Digitalisierung und die Automatisierung in der Massenfertigung betrift vorwiegend ungelernte Kräfte. Die werden dann arbeitslos, wenn Kollege Roboter die gleiche Arbeit besser und billiger macht.

Nein, denn es trifft nicht jede Berufsgruppe. Es ist noch weitere Zukunft und man kann sich bis dahin auch wieder auf den technisch neusten Stand bringen.

Ohne Ausbildung, ist das Risiko weitaus höher.

Ich kenne noch keine Möglichkeit, digital ein verstopftes Klo zu säubern.

Das bedeutet nicht, dass die Löhne dort besonders hoch sind

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@Verantwortungg

Da diesen Beruf keiner mehr machen will und diese Betriebe ausgebucht sind, verdienen die ganz gut Geld. In dem Mietshaus meiner Mutter gab es vor einiger Zeit eine Rohrverstopfung, das hat meine Mutter über 2000 Euro gekostet... Welcher Betrieb verdient an einem Tag 2000 Euro? Nicht viele, würde ich sagen...

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